Herr Kollege Scott, wenn Sie in Verbindung mit der Polygamie von sexueller Selbstbestimmung reden, dann wäre es begrüßenswert, wenn Sie sich vorher darüber informiert hätten, was "sexuelle Selbstbestimmung" beinhaltet. Als rein juristisches Rechtsgut bezeichent "sexuelle Selbstbestimmung" das Recht, über seine Sexualität frei zu bestimmen. Sexuelle Selbstbestimmung ist aber keine Frage, ob man zwischen Monogamie oder Polygamie wählen kann. Denn diese sind Institutionen, über die in der Gesellschaft ein Grundkonsens herrscht, der lautet: Monogamie ist die einzige dauerhafte und erfüllende Partnerschaft zwischen Mann und Frau und die einzige Institution, die die Gesellschaft und letztendlich auch den Staat, unser Gemeinswesen im Kern zusammenhält.Original von Montgomery Scott
Der Grundsatz der sexuellen Selbstbestimmung hat für mich irgendwie gar nichts Beliebiges sondern ein sehr klares und absolutes sittliches Prinzip.
Das Problem, Herr Kollege Scott, ist, dass die Opposition vor den auftretenden Problemen der Polygamie die Augen verschließt. Denn abgesehen davon, dass durch die Einführung der Polygamie das sittliche Empfinden vieler, gerade junger Menschen, die persönlich noch nicht gefestigt sind, verwirrt werden kann, würden wir die Menschen, die eine polygame Ehe eingehen, unnötig der Gefahr aussetzen, dass sie zu einer solchen Ehe - aus welchen Gründen auch immer - gezwungen werden. Und auch diejenigen, die ursprünglich eine solche Ehe freiwillig eingehen, werden wir der realen Gefahr eines erheblichen sozialen Stresses aussetzen, nämlich dann, wenn es zu Eifersucht kommt. Denn nur die wenigsten Menschen - nämlich die Heiligen - bringen die notwendige Selbstsicherheit mit, die eine polygame Ehe erfordert, auf.Original von Montgomery Scott
Davon redet niemand aber die Oppositionsparteien treten dafür ein, dass es ein recht auf (gerne auch "egoistische") Selbstbestimmung gibt, solange die Rechte anderer nicht verletzt werden.
Nein, Herr Kollege Scott, sexuelle Selbstbestimmung, wie ich sie vorhin beschrieben habe, ja, aber Nein zu solchen Eheexperimenten, die nur im zwischenmenschlichem und gesellschaftlichem Desaster enden können.
