Es soll Menschen geben, die interressiert so ein Besuch nicht die Bohne, und es soll Menschen geben, die müssen in dem ganzen Chaos ihren Job machen und haben dann noch Streß rechtzeitig zur Kita zu kommen um ihren Nachwuchs pünktlich abholen zu können weil jede Überziehung unnötig Geld kostet. Und es soll Menschen geben die wohnen nicht einmal in dieser Stadt sondern arbeiten nur da. Erweitere mal deinen Horizont und gehe nicht nur von dir aus. :rolleyes:Original von Lady Teri Shark
Schrecklich - und dann kam der auch noch so überraschend. Da braucht man ganz dringend Milch, um sich Pudding zu machen, und dann ist der Supermarkt auf einmal abgesperrt. Und das arme Kind, nichtsahnend läuft man am Stadtrand zum Kindergarten und auf einmal kommt dieser Schwarze aus USA und man schafft es nicht mehr pünktlich. Dramatische Momente in einem Menschenleben.
Manchen Leuten wünscht man echt, dass sie niemals mit der überfordernden Situation konfrontiert werden, in einer Hauptstadt zu wohnen.
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Für eine strengere Anwendung des UGGe!
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Obama wurde gerade im Wahlkampf von seinen Anhängern sicherlich in manchen Dingen überschätzt, und hat sich, getragen von dieser Welle der Begeisterung, wohl auch selbst etwas überschätzt. Lassen wir die eigentlich unpolitischen Jubelperser, denen sowieso jedes tiefere Verständnis für politische Zuammenhänge abgeht, einmal bei Seite, ist der Blick auf ihn aber auch durchaus bereits nüchterner geworden.Original von Kathryn Janeway
Ich kann Obama inzwischen noch weniger leiden als vorher. Es ist einfach nur erbärmlich, wie sich gerade die Deutschen zum Affen machen, weil ein elefantenohriger US-Präsident, der einem schimpansengesichtigen US-Präsidenten im Amt nachgefolgt ist, Dresden und Buchenwald besuchen wollte. Übrigens hat Obama bisher außer Versprechungen machen und viel von Change palavern noch nicht viel geleistet. Der wird ebenso als Versager in die Geschichte eingehen wie Bush Jr.
In einem ganz wesentlichen Punkt wird Obama von seinen Kritikern aber nach wie vor erschreckend unterschätzt: er ist die Personifikation der Versöhnung Amerikas mit sich selbst, und der Versöhnung der Welt mit Amerika nach den Jahren unter George W. Bush!
Eine sachliche Bewertung der Amtszeit George W. Bushs wird erst mit einigem historischem Abstand möglich sein, eines steht jedoch bereits fest: emotional war sie ein einziges Desaster! Bushs im Wortsinne unamerikanische Arroganz und Ignoranz gegenüber dem Rest der Welt (wenn du Amerikaner persönlich kennst, weißt du, was ich meine) hat in vielen Ländern grassierende, populäre antiamerikanische Ressentiments in erschreckendem Ausmaß bewahrheitet. Er hat es geschafft, die weltweite Welle der Sympathie, die den USA nach dem 11. September 2001 entgegengebracht wurde, kaltschnäuzig und restlos zu verspielen. Nach dem Schock der Anschläge schien es undenkbar, dass jemals wieder irgendwer die höflich gesagt "fragwürdigen" Umstände seiner Wahl thematisieren würde. Aber Bush hat es unglaublicherweise geschafft - maßgeblich durch sein Lügentheater zur Rechtfertigung der in einen Alptraum gemündeten Invasion des Irak - sie der Welt wieder in Erinnerung zu rufen. Er wird nicht als der Präsident in die Geschichte eingehen, der das Land nach einem seiner schrecklichsten Traumata wieder aufgerichtet hat, sondern als intellektuell defizitärer Versager, der sich mit dem Geld und Einfuss seines Vaters an die Macht gemogelt, und mit Selbstherrlichkeit und Großkotzigkeit mindestes den Ruf seines Landes erbarmungslos ruiniert hat.
Obama ist gerade durch seinen sicherlich naiven Idealismus und Charme der wohltuende Gegenentwurf zu Bush. Dass er vieles von dem, was er Amerika und der Welt in seinen Reden ausmalt, nicht erreichen kann, ist nachrangig gegenüber der Tatsache, dass er davon spricht und daran glaubt. Obama zeichnet und verkörpert das Bild der USA als einer noblen und großzügigen Nation, als einer Weltmacht, die ihre Stellung nicht für die wirtschaftlichen Privatinteressen ihrer Führungsriege einsetzt, sondern für das Wohl der Menschheit als Ganzem. Obama vertritt - glaubwürdig, weil er selbst daran glaubt - das Bild der USA, das die Amerikaner von ihrem Land haben wollen, und das viele Menschen in vielen Ländern von den USA haben wollen. Er ist die Symbolfigur für den Glauben an ein Amerika, das fundamental anders ist als das Amerika des George W. Bush. Er gibt der Sehnsucht nach dem Guten in der Seele der USA wieder ein Gesicht.
Diesen Verdienst wird ihm nichts und niemand nehmen können, mit ihm wird er, unbeschadet aller Ereignisse und sachlichen Erfolge oder Misserfolge seiner Amtszeit, in die Geschichte eingehen. Seine historische Rolle wird sich maßgeblich über den Vergleich mit und die überdeutliche Distanzierung von George W. Bush definieren, und schon das sichert ihm den Status einer Legende. Er verkörpert den ersehnten moralischen Einschnitt nach Bush, den es etwa nach dem Watergate-Skandal seinerzeit nicht gab. Und auch das trägt zur Beförderung seiner historischen Rolle bei.
Vanessa H. Garland
Inselpräsidentin der Westlichen Inseln a. D.
Inselpräsidentin der Westlichen Inseln a. D.
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Registriert: Sa 4. Apr 2009, 20:52
Nur weil er diesen Traum immer wieder propagiert und diesen Gegenentwurf immer wieder aufzeigt, verdient er sich damit noch lange nicht den Status einer Legende. Zu viele Leute übersehen völlig, das Obama z. B. ein massiver Befürworter der Todesstrafe ist.
Kathryn Janeway-Palm
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Naja, kommen die nicht immer wieder? Die Familie hat doch noch ein paar Bushs in petto, ansonsten favorisiere ich Sophia.Original von Palin Waylan-Majere
Ich finde das echt bescheuert.
Mein tolles T-Shirt mit der Aufschrift "BULLSHIT" ist jetzt voll out.
Ehemaliger Bürger der DU
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 10:30
Bei all dem Obama Bashing und der sicherlich notwendigen Stutzung auf einen Normalsterblichen, bleiben für mich nur einige Dinge zu erwähnen:
1. Obama reagiert erfrischend arroganzfrei und ohne Schwarz-Weiß Malerei. Bleibt zu hoffen, dass da am Ende nicht nur Grau übrig bleibt.
2. Er hat nun wirklich die USA am Boden geerbt. Das können wir in Deutschland nur mit dem Vorstandsvorsitz von Arcandor vergleichen.
Zwei Kriege, die eigentlich niemand will, die Wirtschaft kränkelt und exportschwach - vom Software-Bereich einmal abgesehen. Die Bürger und der Staat überschuldet, Rohstoffe auf absehbare Zeit knapp.
Na, was für ein Spaß.
3. Bin gespannt, wie es in vier Jahren ausschaut: Kuba, Irak, Afghanistan, US Bankensystem, Staatshaushalt, Rüstungsausgaben, Sozialversicherungssystem.
Zumindest wird er später für seine Biographie was zum Schreiben haben.
1. Obama reagiert erfrischend arroganzfrei und ohne Schwarz-Weiß Malerei. Bleibt zu hoffen, dass da am Ende nicht nur Grau übrig bleibt.
2. Er hat nun wirklich die USA am Boden geerbt. Das können wir in Deutschland nur mit dem Vorstandsvorsitz von Arcandor vergleichen.
Zwei Kriege, die eigentlich niemand will, die Wirtschaft kränkelt und exportschwach - vom Software-Bereich einmal abgesehen. Die Bürger und der Staat überschuldet, Rohstoffe auf absehbare Zeit knapp.
Na, was für ein Spaß.
3. Bin gespannt, wie es in vier Jahren ausschaut: Kuba, Irak, Afghanistan, US Bankensystem, Staatshaushalt, Rüstungsausgaben, Sozialversicherungssystem.
Zumindest wird er später für seine Biographie was zum Schreiben haben.
Ehemaliger Bürger der DU
Beiträge: 1638
Registriert: Mo 27. Apr 2009, 23:32
Ich stelle ja in meiner Argumentation weniger auf Obamas Programm ab, als auf seinen Sti, mit dem er einfach den Nerv von Millionen Menschen in den USA und in aller Welt trifft. Wie bereits gesagt, mit seinem Auftreten und seiner Rhetorik verkörpert er die Versöhnung Amerikas mit sich selbst und der Welt nach den als quälend empfundenen Jahren Bush'scher Großkotzigkeit und Selbstherrlichkeit. Auch John F. Kennedy verdankt seine Legende weniger seinen tatsächlichen politischen Handlungen, als einfach seiner Art, mit der er das Amt ausgefüllt und das Land geführt hat.Original von Kathryn Janeway
Nur weil er diesen Traum immer wieder propagiert und diesen Gegenentwurf immer wieder aufzeigt, verdient er sich damit noch lange nicht den Status einer Legende. Zu viele Leute übersehen völlig, das Obama z. B. ein massiver Befürworter der Todesstrafe ist.
Und dass Obama ein "massiver" Befürworter der Todsstrafe sein soll, wäre mir neu. Man muss zunächst berücksichtigen, dass auch viele in der Gesamtschau ihrer Ansichten als liberal zu charakterisierende Amerikaner die Todesstrafe dennoch befürworten, als Beispiele fielen mir spontan Bill Clinton, John Kerry oder Howard Dean ein.
Weiter äußert Obama sich in dieser Frage meines Wissens diplomatisch auch und vor allem gegenüber den konservativen Strömungen in seiner eigenen Partei, indem er etwa allzu weitgehende Urteile von Bundesgerichten zu den Todesstrafengesetzen der Bundesstaaten ablehnt, und sich dafür ausspricht, diesen die Entscheidung zu überlassen.
Zuletzt geändert von Vanessa Garland am Mo 8. Jun 2009, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
Vanessa H. Garland
Inselpräsidentin der Westlichen Inseln a. D.
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Eingeborener Insulaner aus dem schönen Unionsland "Westliche Inseln"
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