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Die Gegenargumentation wird durch die politischen Morde in der Türkei gestärkt. Es wäre pervers und widerlich, der Türkei jetzt noch einen Beitritt in Aussicht zu stellen.
Vor allem ist die Türkei nicht streng laizistisch, sondern hat nur das Primat des Staates vor der Religion. Neugeborene türkische Kinder müssen einen islamischen Namen kriegen, nur Muslime können eingebürgert werden, soweit ich es gelesen habe.
Vor allem ist die Türkei nicht streng laizistisch, sondern hat nur das Primat des Staates vor der Religion. Neugeborene türkische Kinder müssen einen islamischen Namen kriegen, nur Muslime können eingebürgert werden, soweit ich es gelesen habe.
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Dann ist aber klar, dass die EU irgendwann einmal Mitglied der EU werden muss weil auf ewig dieses Hinhaltespiel nicht laufen kann. Im Übrigen finde ich es schon verwerflich, dass diese Art der Einmischung in die Innenpolitik eines Landes von allen politischen Richtungen akzeptiert wird. Die Reformen müssen von innen heraus ohne Druck oder Zwang oder Versuchung geschehen und dürfen nicht von Außen in Gang gesetzt werden.Original von Maximilian von Rohan-Mason
Ja, die zivile Solidarität. Die kann man in Deutschland häufig auch mit der Lupe suchen, wenn hier jemand "kulturfremdes" angegangen wird (wann waren in Deutschland zuletzt eigentlich mal 1.3% des Volkes für eine bürgerrechtliche Sache auf der Straße?). Das ist im Hinterland der Türkei nicht anders, als in den weniger offenen Gebieten dieser deutschen Republik.
Ich bin nicht unbedingt für einen Beitritt der Türkei zur EU - ich kann nur nicht erkennen, was derzeit eigentlich sachlich die Gegenargumentation verstärken soll.
Die Partei, die die Beitrittsbestrebungen zur EU und die Modernisierung partiziell zumindest vorangetrieben hat, möchte den Präsidenten stellen. Aus EU-Sicht wäre es schizophren, diesen ehemals hofierten Kräften das nun abzusprechen.
Die Gesellschaft hingegen zeigt sich gespalten und durch demokratische Wege, wie Demonstrationen und Gerichte, soll eine andere Situation herbeigeführt werden. Abseits des Drohens des Militärs kann das auch kein Europäer verurteilen.
Die EU sollte so klug sein, der Türkei jetzt nicht wegen der Taten von Extremisten die kalte Schulter zu zeigen, denn das schwächt die säkularen Kräfte in der Türkei und stärkt nur jene, die für solche Taten verantwortlich sind.
Anton von Sorbarban zum Paradies
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Wenn man Beitrittsverhandlungen aufnimmt, dann ist es logisch, dass am Ende ein Beitritt der Türkei stehen kann. 
Die "Einmischung" finde ich nicht verwerflich. Die Türkei möchte Mitglied werden, und die EU hat dafür Bedingungen. Diese muss sie erfüllen. Mit dem Willen, in der EU beitreten zu wollen, drückt sich daher auch der Wille zu Reformen aus. Das ist eine durchaus souveräne Entscheidung, denn die Türkei wusste doch selbst, dass eine Aufnahme kein Selbstgänger werden würde (neben der geforderten Modernisierung gibt es da die schwierige Zypern-Frage). Wenn die Türkei eines Tages nicht mehr dazu bereit ist, steht entsprechend das Ende der Verhandlungen. Irgendwie wäre es aber auch seltsam, den Beitritt in eine supranationale Organisation rein national zu betrachten.
Die "Einmischung" finde ich nicht verwerflich. Die Türkei möchte Mitglied werden, und die EU hat dafür Bedingungen. Diese muss sie erfüllen. Mit dem Willen, in der EU beitreten zu wollen, drückt sich daher auch der Wille zu Reformen aus. Das ist eine durchaus souveräne Entscheidung, denn die Türkei wusste doch selbst, dass eine Aufnahme kein Selbstgänger werden würde (neben der geforderten Modernisierung gibt es da die schwierige Zypern-Frage). Wenn die Türkei eines Tages nicht mehr dazu bereit ist, steht entsprechend das Ende der Verhandlungen. Irgendwie wäre es aber auch seltsam, den Beitritt in eine supranationale Organisation rein national zu betrachten.
Ersteinmal sind die Morde eher Ausdruck einer gesellschaftlichen religiösen Entwicklung, anstatt politischer (bzw. staatlicher) Wille. Es mag politische Kräfte geben, die das unterstützen. Die kemalistische Türkei als Staat per se aber bestimmt nicht. Es beleidigt doch Millionen von Türken und die Türkei, wenn man diese Morde nun für das ganze Volk stehen lässt und die jetzt als maßgeblich für die Betrachtung dieses Landes ansieht. Soweit ich das sehe, wurden viele Täter, Planer und Mitwisser mitlerweile verhaftet. Wir werden sehen, wie die Urteile ausfallen (anhand derer man dann die politische Duldung der Taten noch einmal bewerten kann), aber bis dahin gehe ich davon aus, dass der türkische Staat durchaus gewillt ist (bei aller Gängelung gegenüber Minderheiten und Christen - das steht nicht zur Debatte und das ist an sich durchaus ein Grund, der Türkei skeptisch gegenüber zu stehen), diese Morde zu bestrafen.Original von Oliver von Palm
Die Gegenargumentation wird durch die politischen Morde in der Türkei gestärkt. Es wäre pervers und widerlich, der Türkei jetzt noch einen Beitritt in Aussicht zu stellen.
Maximilian von Rohan-Mason
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Wir hätten auch die Niederlande nach dem Tod an Theo van Gogh rausschmeißen sollen! Jedenfalls wenn privater politischer Mord zum Kriterium erhoben wird...Original von Oliver von Palm
Die Gegenargumentation wird durch die politischen Morde in der Türkei gestärkt. Es wäre pervers und widerlich, der Türkei jetzt noch einen Beitritt in Aussicht zu stellen.
Was ist denn das für eine "Argumentation"? Dieser Punkt spricht nun wahrlich nicht gegen die Türkei, wenn auch Vieles andere.
JONATHAN METTERNICH HUGHES
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Was ist mit Marco Aurélio und Marcio Nobre? Ich bezweifel, dass die extra zum Islam konvertiert sind, nur um in der türkischen Nationalelf zu spielen.Original von Oliver von Palm
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"Die Welt" kommentiert: "Der EU-Traum ist für Ankara zu Ende."
http://www.welt.de/politik/article84143 ... raums.html
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Kaiser
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Wenn 1951 die Niederlande vom Militär abhängig gewesen wären, das Land Teile Deutschlands unrechtmäßig besetzen würde, andere Religionen faktisch nicht ausgeübt werden dürfen und der Staat Kritiker oder Andersdenke nicht schützen kann, dann wäre die Gemeinschaft für Kohle und Stahl wahrscheinlich ohne die Niederlande oder garnicht gelaufen.Original von Jonathan Metternich
Wir hätten auch die Niederlande nach dem Tod an Theo van Gogh rausschmeißen sollen! Jedenfalls wenn privater politischer Mord zum Kriterium erhoben wird...
Was ist denn das für eine "Argumentation"? Dieser Punkt spricht nun wahrlich nicht gegen die Türkei, wenn auch Vieles andere.
Aber in den Niederlanden herrscht Religionsfreiheit, herrscht eine Unabhängigkeit vom Militär. Beides wird in der Türkei kritisiert.
Vielleicht erkennt man jetzt einmal, dass es von Anfang an ein Fehler war, mit der Türkei Beitrittsverhandlungen abzuschließen. Denn wir haben ihnen die Hand geboten und können sie jetzt nicht mehr zurückziehen auch wenn wir das gerne wollten. Faktisch muss die Türkei Mitglied der EU werden weil die Region sonst noch unstabiler wird als das sie jetzt schon ist und dann haben wir das Pulverfass, was wir vermeiden wollten.
Aber das Spiel mit falschen Hoffnungen ist ein gefährliches Spiel und sollte unterbunden werden! Es wäre wesentlich ehrlicher gewesen, der Türkei klar zu sagen, dass sie ein priviligierter Partner der EU sind und meinetwegen freien Zugang zum Binnenmarkt bekommen, aber der Türkei in Aussicht zu stellen, sich an den vollen Töpfen in Brüssel bedienen zu dürfen wenn sie sich nur stark genug ändert ist ein Fehler gewesen.
Anton von Sorbarban zum Paradies
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Oh, wer politische Mord zum Kriterium erhebt, der muss damit rechnen, dass dieses Kriterium angegriffen wird. Natürlich ist die politische Situation in den Niederlanden deutlich anders (wobei es schon gewagt wäre, die NL seit dem van-Gogh-Mord als tolerant zu bezeichnen).
JONATHAN METTERNICH HUGHES
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