Beiträge: 380
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:59
ja und ? Das ist nicht das Problem der Schützenvereine, sondern das ist das Problem, dass sich der Vater nicht an die Gesetzesvorgabe gehalten hat.
Man sollte auf dem Teppich bleiben, auch der Ruf nach weiterer Verschärfung der Waffengesetze wird eine solche Tat niemals verhindern können. Genauso könnte man nach einem generellen Schulverbot für bislang unauffällige Schüler rufen, wer weiß vielleicht sind sie ja potentielle Amokläufer :rolleyes:
Das Problem sitzt meiner Meinung nach eindeutig im Verfall der Werte und Moralvorstellungen. Fehlender Respekt gegenüber anderen, anders denkenden und anders aussehenden. Wer nicht mit den tollsten Markenklamotten gekleidet ist oder mit einem No Name-Schulranzn statt For You-Ranzen in die Schule kommt, wird schnell zum Aussenseiter abgestempelt.
Hänselungen wegen Frisur, Gewicht, Kleidung und uncoolem handy sind doch an der Tagesordnung. Persönliche Beleidigungen unter den Kids doch die Regel.
Nicht dass ich meine Generation davon ausschließe, aber das höher-schneller-weiter-Prinzip dreht sich eben immer schneller. Wer nicht mithalten kann, wird ausgegrenzt. Und das sollen Problem nun die Lehrer lösen? Als Erziehungsersatz für das gescheiterte Elternhaus?
Man sollte auf dem Teppich bleiben, auch der Ruf nach weiterer Verschärfung der Waffengesetze wird eine solche Tat niemals verhindern können. Genauso könnte man nach einem generellen Schulverbot für bislang unauffällige Schüler rufen, wer weiß vielleicht sind sie ja potentielle Amokläufer :rolleyes:
Das Problem sitzt meiner Meinung nach eindeutig im Verfall der Werte und Moralvorstellungen. Fehlender Respekt gegenüber anderen, anders denkenden und anders aussehenden. Wer nicht mit den tollsten Markenklamotten gekleidet ist oder mit einem No Name-Schulranzn statt For You-Ranzen in die Schule kommt, wird schnell zum Aussenseiter abgestempelt.
Hänselungen wegen Frisur, Gewicht, Kleidung und uncoolem handy sind doch an der Tagesordnung. Persönliche Beleidigungen unter den Kids doch die Regel.
Nicht dass ich meine Generation davon ausschließe, aber das höher-schneller-weiter-Prinzip dreht sich eben immer schneller. Wer nicht mithalten kann, wird ausgegrenzt. Und das sollen Problem nun die Lehrer lösen? Als Erziehungsersatz für das gescheiterte Elternhaus?
gez. Dr. µjur. Laird Glencairn
Oberster Unionsanwalt
Oberster Unionsanwalt
Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Nach meinem Dafürhalten ist es wirklich die Verwahrlosung in der Erziehung, die das 68iger Gesindel und die GEW-Lehrer zu verantworten haben.
Keine Disziplin, nicht dafür sorgen, daß Außenseiter vor dem Mob geschützt werden, sich nicht drum kümmern...
Aber kein Lehrer riskiert es wohl, ein Blag ersthaft zur Ordnung zu rufen, wenn es klein ist, kann eine falsche Wortwahl die zarte Kinderseele gefährden, ist es älter, riskiert er ein paar auf Maul. Oder mehr.
Was die Waffen angeht, die sind sicher nicht schuld. Derzeit hab ich keine, aber wenn ich morgen Amok laufen will, hab ich sie heut abend. Kein Problem.
Daavon abgesehen, wenn ich sowas vorhabe, da gibt es genug legale Möglichkeiten. So eine Rohrbombe oder sonstwas ist schnell gemacht.
Und was man so alles mit einem Feuerlöscher machen kann....
Mal zu den Computerspielen. Mir ist mal ein Artikel untergekommen, der sinngemäß besagte, daß unsere Art zu spielen die bei weitem gefährlichste ist.
Wurde so begründet, daß die Leute in vorgegebenen virtuellen Welten, damt waren ausdrücklich nicht nur Ballerspiele gemeint, ohne fühlbare Sanktionen gegen Regeln verstoßen können. Aber es gibt ein Grundgerüst, in das sie sich einfügen müssen. Aber Spiele, in denen jeder die Regeln verändern oder eigene schaffen kann, verursache "Gottesphantasien" und Realitätsverlust.
Wenn sich die reale Welt nach entsprechender Konditionierung durch das Spiel diesen Machtvorstellungen nicht wie erwartet unterordne, könne das zu extremen psychische Destruktiven oder auch autodestruktiven(psychisch oder physisch) führen.
Nach meinem Dafürhalten gibt es immer ein parr Psychopaten, gegen die niemand was tun kann und es gibt eben auch labile Leute(wohl die meisten Amokläufer). Und bei denen kommt es eben auf die Gesellschaft an. In der Sovietarmee waren bewaffnete Ausraster nicht so selten, in der NVA gab es sie so gut wie nie. Unsere Leute wurden ganz anders behandelt, betreut und geführt.
Keine Disziplin, nicht dafür sorgen, daß Außenseiter vor dem Mob geschützt werden, sich nicht drum kümmern...
Aber kein Lehrer riskiert es wohl, ein Blag ersthaft zur Ordnung zu rufen, wenn es klein ist, kann eine falsche Wortwahl die zarte Kinderseele gefährden, ist es älter, riskiert er ein paar auf Maul. Oder mehr.
Was die Waffen angeht, die sind sicher nicht schuld. Derzeit hab ich keine, aber wenn ich morgen Amok laufen will, hab ich sie heut abend. Kein Problem.
Daavon abgesehen, wenn ich sowas vorhabe, da gibt es genug legale Möglichkeiten. So eine Rohrbombe oder sonstwas ist schnell gemacht.
Und was man so alles mit einem Feuerlöscher machen kann....
Mal zu den Computerspielen. Mir ist mal ein Artikel untergekommen, der sinngemäß besagte, daß unsere Art zu spielen die bei weitem gefährlichste ist.
Wurde so begründet, daß die Leute in vorgegebenen virtuellen Welten, damt waren ausdrücklich nicht nur Ballerspiele gemeint, ohne fühlbare Sanktionen gegen Regeln verstoßen können. Aber es gibt ein Grundgerüst, in das sie sich einfügen müssen. Aber Spiele, in denen jeder die Regeln verändern oder eigene schaffen kann, verursache "Gottesphantasien" und Realitätsverlust.
Wenn sich die reale Welt nach entsprechender Konditionierung durch das Spiel diesen Machtvorstellungen nicht wie erwartet unterordne, könne das zu extremen psychische Destruktiven oder auch autodestruktiven(psychisch oder physisch) führen.
Nach meinem Dafürhalten gibt es immer ein parr Psychopaten, gegen die niemand was tun kann und es gibt eben auch labile Leute(wohl die meisten Amokläufer). Und bei denen kommt es eben auf die Gesellschaft an. In der Sovietarmee waren bewaffnete Ausraster nicht so selten, in der NVA gab es sie so gut wie nie. Unsere Leute wurden ganz anders behandelt, betreut und geführt.

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
Beiträge: 941
Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:24
Dem stimme ich dir überwiegend zu. Die Lehrer können nicht komplett regulieren, was die Eltern bereits früh verbockt haben.Original von Laird Glencairn
Der Fehler beginnt in vielen Elternhäusern, in denen die Kinder keine Werte mehr vermittelt werden. In denen es zur Normalität gehört, dass sich die Erwachsenen besaufen, prügeln und gegenseitig beleidigen. Das kann kein noch so engagierter Lehrer abfangen.
[...]
Das Problem sitzt meiner Meinung nach eindeutig im Verfall der Werte und Moralvorstellungen. Fehlender Respekt gegenüber anderen, anders denkenden und anders aussehenden. Wer nicht mit den tollsten Markenklamotten gekleidet ist oder mit einem No Name-Schulranzn statt For You-Ranzen in die Schule kommt, wird schnell zum Aussenseiter abgestempelt.
Hänselungen wegen Frisur, Gewicht, Kleidung und uncoolem handy sind doch an der Tagesordnung. Persönliche Beleidigungen unter den Kids doch die Regel.
Es gibt leider genügend andere Mobbingopfer, die sich im Griff haben und Werte vorgelebt bekommen haben, in denen das Töten von anderen kein Mittel sein kann. Wenn man aber in einen Gewaltkreislauf geboren wird, dann schwindet m.E. die Hemmschwelle selber Gewalt gegen andere anzuwenden in Folge eines Gewöhungs- und Lerneffekts.
Ich bleibe aber dabei, dass der Vater hier sich einen Vorwurf machen lassen muss. Er hat echte Waffen in sein Haus geholt und damit die Tat ermöglicht, zumindest aber die Umsetzung stark erleichtert - wenn auch nicht gewollt und unbewusst. Wer eine Schusswaffe "offen" herumliegen lässt, muss dafür Sorge tragen, dass niemand unbefugtes sie entwenden und nutzen kann. Und das ist leider passiert, auch wenn der Vater wohl nie gedacht hätte, dass es sein Sohn sein würde. Meines Erachtens hätte er es aber nie ausschließen dürfen, dass ein neugieriger Teenager, der selbst in seinem Zimmer mit Spielzeugwaffen hantiert, auchmal diese Schwelle von der Spielzeugwaffe zur echten Waffe überschreitet.
In den Medien wird - wie schon erwartet - nun davon berichtet, dass "Counterstrike" bei ihm gefunden wurde. Ich bin diese Diskussion auch leid. Ich möchte behaupten, dass mind. die Hälfte aller männlichen Jugendlichen ein solches "Killerspiel" auf dem PC oder zumindest eine CD davon rumfliegen haben. Es ist doch nunmal so, dass Tetris auch seinen Reiz hat, aber dass einige nunmal auch zur Ablenkung etwas Spannung und Action haben wollen. Genauso wie dann ein Action-FIlm in den DVD-Player geschoben wird, spielen andere schonmal einen Taktik-Shooter. Ich selber bin zwar kein großer Spieler, aber Counterstrike habe ich desöfteren schon mit Freunden zusammen im Team gespielt. Und genauso haben es auch Hunderttausende andere Jugendliche und die sind nicht in die nächste Schule mit der Waffe gerannt.
Ohne jetzt Spezialist zu sein, aber ich weiß, dass die einzelnen Elemente (Mobbing ./. "Killerspiele" ./. Ablehnung durch Freunde, Eltern etc. ./. Waffenvernarrtheit etc) alleine wohl nicht dazu führen, dass jemand derart ausflippt. Das zeigen die vielen Mobbingopfer, die Computerspieler, die Schützenvereinsmitglieder, die "Außenseiter" die zwar alle irgendeins dieser Merkmale erfüllen, aber dennoch nicht so eine menschenverachtende Tat begehen.
Ich bin aber davon überzeugt, dass in Kombination einige dazu führen können. Vor allem, wenn - wie Laird schon gesagt hat - die Kinder eine falsche Wertvorstellung mitbekommen haben. Und ich stimme mit Laird überein, dass als erstes daran gearbeitet werden muss, dass die Werte sich verbessern und man dann denjenigen, die einen Hass auf andere Entwicklungen, hilft ihr Selbstwertgefühl wieder zu finden ohne den Spieß umzudrehen und andere zu verletzen.
Prof. Dr. iur. Schrobi, OEL
Professor für Rechtswissenschaften an der KamaU
Unionspräsident a.D.
Unionsrichter a.D.
Professor für Rechtswissenschaften an der KamaU
Unionspräsident a.D.
Unionsrichter a.D.
Beiträge: 511
Registriert: Di 30. Dez 2008, 15:55
Es glaubt doch hoffentlich niemand ernsthaft, diese Tat hätte verhindert werden können wenn bloß der Vater des Täters diese eine Pistole ordentlich weggeschlossen hätte?!
Mir scheint, hier ringt der angesichts eines unfassbaren Ereignisses völlig überforderte menschliche Verstand verzweifelt um Halt, indem er einen Schuldigen sucht, den man idealerweise auch noch bestrafen kann.
Wenigstens eine Geld- oder Bewährungsstrafe für den Vater des Täters wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, über die man sich dann als viel zu gering empören kann. Das würde vielen wahrscheinlich schon helfen. Im Radio habe ich gehört, der Täter habe sich für Horrorfilme und "Killerspiele" interessiert. Es fände sich sicherlich ein Hochschullehrer mit Lehrstuhl für bürgerliches Recht, der um seine isolierten Ansichten zum deliktischen Schuldrecht in der Praxis zu beweisen die Hinterbliebenen der Opfer in einem Zivilprozess gegen die Hersteller und Händler dieser Medien zu vertreten bereit wäre.
Nicht auszudenken übrigens, die Polizei hätte den Täter lebend stellen und festnehmen können - dann hätte ihn eine Jugendstrafe von maximal zehn (!) Jahren erwartet. Wahrscheinlich hätte es ernsthaft Diskussionen darum gegeben, das Verbot rückwirkender Anwendung schärferer Gesetze "in besonders engen Grenzen ausnahmsweise" aufzuweichen, wenn das sich geltende Strafrecht durch ein "für den Gesetzgeber unmöglich zu erwartendes oder vorherzusehendes Ereignis als einer begangenen Tat unerträglich tat- und schuldunangemessen erweist und eine schwerwiegendere Beeinträchtigung der rechtsstaatlichen Ordnung bedeutet als die rückwirkende Anwendung einer Strafzumessungsvorschrift".
P. S. Schaut euch mal diese Graphik an - muss noch jemand kotzen? :rolleyes:
Mir scheint, hier ringt der angesichts eines unfassbaren Ereignisses völlig überforderte menschliche Verstand verzweifelt um Halt, indem er einen Schuldigen sucht, den man idealerweise auch noch bestrafen kann.
Wenigstens eine Geld- oder Bewährungsstrafe für den Vater des Täters wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, über die man sich dann als viel zu gering empören kann. Das würde vielen wahrscheinlich schon helfen. Im Radio habe ich gehört, der Täter habe sich für Horrorfilme und "Killerspiele" interessiert. Es fände sich sicherlich ein Hochschullehrer mit Lehrstuhl für bürgerliches Recht, der um seine isolierten Ansichten zum deliktischen Schuldrecht in der Praxis zu beweisen die Hinterbliebenen der Opfer in einem Zivilprozess gegen die Hersteller und Händler dieser Medien zu vertreten bereit wäre.
Nicht auszudenken übrigens, die Polizei hätte den Täter lebend stellen und festnehmen können - dann hätte ihn eine Jugendstrafe von maximal zehn (!) Jahren erwartet. Wahrscheinlich hätte es ernsthaft Diskussionen darum gegeben, das Verbot rückwirkender Anwendung schärferer Gesetze "in besonders engen Grenzen ausnahmsweise" aufzuweichen, wenn das sich geltende Strafrecht durch ein "für den Gesetzgeber unmöglich zu erwartendes oder vorherzusehendes Ereignis als einer begangenen Tat unerträglich tat- und schuldunangemessen erweist und eine schwerwiegendere Beeinträchtigung der rechtsstaatlichen Ordnung bedeutet als die rückwirkende Anwendung einer Strafzumessungsvorschrift".
P. S. Schaut euch mal diese Graphik an - muss noch jemand kotzen? :rolleyes:
Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ich möchte es so formulieren: Du hast recht, dass es ohne Werturteile nicht geht. Schon die Kritik von Werturteilen setzt ja eben solche voraus.Original von Kreittmayr
Also, wenn ich Deinen letzten Post recht verstehe, lehnst Du also nun nicht mehr Normativität per se ab, sondern nur noch Normen, von denen du denkst, dass sie sich nicht sachlich begründen lassen?
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ich finde, Lehrer haben gewaltige Parallelen zu Gefängnisaufsehern, um nicht zu sagen zu KZ-Wärtern. Insofern hält sich mit Mitleid mit diesem Berufsstand in Grenzen.Original von Laird Glencairn
Von Lehrern wird erwartet, dass sie die Fehler im Elternhaus erkennen und ausbügeln.
Doch, die bekommen die Werte vermittelt, die die Gesellschaft verlangt. Was die Familie dagegen kaum noch ist, ist ein schützender Hafen, ein windgeschützter Platz, an dem die jungen Bäume wachsen können, ehe sie sich dem Sturm stellen müssen.Der Fehler beginnt in vielen Elternhäusern, in denen die Kinder keine Werte mehr vermittelt werden.
Wir leben in einem Zeitalter des Sadismus, das ist das ganze Problem.
Kaiser
Beiträge: 2902
Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ich behaupte, er wäre in die geschlossene Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses eingeliefert worden. Schon, weil beim Prozess das Thema Schuldfähigkeit eine zentrale Frage gewesen wäre. Schließen sich Schuldfähigkeit und Amoklauf nicht schon per Definition aus?Original von Isabelle Corinne de La Fayette
Nicht auszudenken übrigens, die Polizei hätte den Täter lebend stellen und festnehmen können - dann hätte ihn eine Jugendstrafe von maximal zehn (!) Jahren erwartet.
Aber der Staat ist glaube ich froh, dass auch dieser Amokläufer es nicht überlebt hat und damit weiterhin keiner da ist, um aus erster Hand über die Motive von Amokläufern zu sprechen. Wäre peinlich geworden für unseren Staat.
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Beiträge: 3559
Registriert: Do 27. Nov 2008, 01:44
