Original von Wolfgang Müller
*so*
Hä, was ist denn das hier für ne Scheiße? Du wirst hier langsam simschweinisch und anmaßend.
Ich komme aus Rheinland-Pfalz, um genau zu sein, aus dem erzkatholischen Rheinland. Zur Zeit bin ich im übrigen noch auf der Berufsschule, Vollzeitschule hatte ich zuletzt 2007, du Held.
Achja, ich hatte katholischen Religionsunterricht und weiß das es von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich ist, wie das Christentum fokusiert wird, weiterhin ist ein Faktor, auf was für eine Schule man geht. Auf der Höheren Berufsfachschule war Religionsunterricht quasi nur noch Religions- und Weltanschauungskunde, weil bei uns neben Katholiken, auch Evangelische, Muslime, Konfessionslose, Baptisten etc. saßen.
Achja, ich bin zwar RL Agnostiker und betrachte Kirchen kritisch, mit meiner Spielfigur bin ich weitaus radikaler, weil diese Atheist ist.
*so*
*so* Dann siehst du mal das Problem, die verschiedenen Länder haben verschiedene politische Ansätze auch in der Bildung, sonst gäbe es ja Pisa nicht. Um aber mal auf deine Ethik zurückzukommen: sie ist eigentlich ein Teilbereich der Philosophie. Sie beschäftigt sich mit, was der Mensch ist, wie er ist und warum er Religionen hat, aber nicht mit den Religionen.
Die Ethik (altgriechisch ἠ¸¹º® (ἐÀ¹ÃÄ®¼·) thik (epistm) „das sittliche (Verständnis)“, von ἦ¸¿Â thos „gewohnter Sitz; Gewohnheit, Sitte, Brauch; Charakter, Sinnesart“, vergleiche lateinisch mos) ist eines der großen Teilgebiete der Philosophie und befasst sich mit Moral. Cicero übersetzte als erster êthikê in den seinerzeit neuen Begriff philosophia moralis[1], der seitdem in der lateinsprachlichen Philosophie verwandt wurde.
Die Ethik – und die von ihr abgeleiteten Disziplinen (z. B. Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie) – bezeichnet man auch als „praktische Philosophie“, da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst (im Gegensatz zur „theoretischen Philosophie“, zu der die Logik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik als klassische Disziplinen gezählt werden).
Als Bezeichnung für eine philosophische Disziplin wurde der Begriff „Ethik“ von Aristoteles eingeführt, der damit die wissenschaftliche Beschäftigung mit Gewohnheiten, Sitten und Gebräuchen (ethos) meinte, wobei allerdings schon seit Sokrates die Ethik ins Zentrum des philosophischen Denkens gerückt war (Sokratische Wende). Hintergrund war dabei die bereits von den Sophisten vertretene Auffassung, dass es für ein Vernunftwesen wie den Menschen unangemessen sei, wenn dessen Handeln ausschließlich von Konventionen und Traditionen geleitet wird. Aristoteles war der Überzeugung, menschliche Praxis sei grundsätzlich einer vernünftigen und theoretisch fundierten Reflexion zugänglich. Ethik war somit für Aristoteles eine philosophische Disziplin, die den gesamten Bereich menschlichen Handelns zum Gegenstand hat, diesen Gegenstand mit philosophischen Mitteln einer normativen Beurteilung unterzieht und zur praktischen Umsetzung der auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse anleitet.
Die allgemeine Ethik – die im Folgenden einfach als Ethik bezeichnet wird – wird heute als eine philosophische Disziplin verstanden, deren Aufgabe es ist, Kriterien für gutes und schlechtes Handeln und die Bewertung seiner Motive und Folgen aufzustellen. Sie ist die Grundlagendisziplin der Angewandten Ethik, die sich als Individualethik, Sozialethik, Friedensethik und in den Bereichsethiken mit den normativen Problemen ihres spezifischen Lebensbereiches befasst.
um aber mal wieder Frieden zwischen uns zu bringen, gut vielleicht liegt es bei mir einfach daran, dass ich eine bessere, oder mehrere, Lehrerin hatte, die das Wertfrei gemacht hat. Vielleicht hat sie uns "kunde" vermittelt aber unter dem schulischen Mantel des RU. Ich gebe zu, wenn das so ist, bin ich dann halt für die Einführung von religionsKUNDE, ok? Aber deine Ethik, die ist mir zuwider, wenn du unter ihr Religionen vermitteln willst. Denn sie ist nur ein Teil der großen wunderbaren Philosophie. (Übrigens im meinem Jahrgang hatten wir (Philo und Reli) uns gleichzeitig mit dem Tod auseinander gesetzt. Die waren da ebenfalls sehr wissenschaftlich (zB. die 5 Staten nach dem Tod der angehörigen und so...)
Wie wäre denn Religionskunde und Philosophie? Da wäre beides drin, deine Ethik, meine Religion. Die Kinder könnten frei wählen, aber wenn der eine zu wenig hat, muss er halt in den anderen. Das ist dann Pech. Deine "staatliche Ethik" sollte generell in der Schule vermittelt werden, denn sie umfasst Dinge, die Kinder automatisch lernen sollten.
*so* Das mit der Osten Anspielung tut mir Leid, aber naja... du warst schon relativ "Religionsfeindlich", da kapselte das eine zum andren.

Ich hab echt keinen Bock auf Streit und ich bin in der Lage fehler einzusehen. *so*
*so*
itte? Ich betreibe seit mittlerweile 9 Jahren IRL Bildungspolitik, und egal ob jeglicher normativer Streitereien in der Politik, haben bisher wengistens begrifflich zumindest alle mit denen ich zusammen gearbeitet habe (ob nun konservativ, liberal, sozialistisch) die Unterscheidung zwischen Religionsunterricht und Religionskunde so machen können
Endewer du hast dein *so* vergessen oder du hättest es garnicht mitbekommen dürfen, denn SIM OF ist SIM OF und damit nicht im Fernsehen zu sehen.
*so*
Tot.