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Registriert: Mi 4. Apr 2007, 17:55
Im Unionsparlament wird gerade über eine Änderung des Parteiengesetzes diskutiert. Unter anderem soll die Mindestanzahl von 2 auf 3 Mitgliedern erhöht werden.
Prompt kam der Einwurf, dass Regionalparteien dadurch benachteiligt seien. Immerhin würde es in den Ländern noch schwieriger sein entsprechende Mitgliederzahlen zu bekommen.
Da frag ich mich doch, warum eine Regionalpartei in ihrem Unionsland nicht genügend Mitglieder findet, aber dann bei Unionswahlen teilnehmen will? Entweder man findet genügend Mitglieder oder aber die Partei hat den Parteienstatus nicht verdient. In den Parteien soll sich ja die Bevölkerung gruppieren und dann bei der politischen Willensbildung mitwirken. Wenn sich aber nunmal nicht genügend Leute finden, so hat meines Erachtens dieser Vereinigung nicht unbedingt den Parteienstatus verdient.
Da ich im Unionsparlament kein Rederecht habe, möchte ich deswegen den Volksvertretern vorschlagen, auch mal darüber nachzudenken, ob man nicht sagt, dass alle Parteien, die die 3 Mitglieder zusammen bekommen, unionsweite Parteien sind, die auch bei den Unionsparlamentswahlen antreten und die Regionalpartien, die halt keine 3 Mitglieder zusammen bekommen als Regionalparteien wirken und dementsprechend auch nicht ins Parteiregister eingetragen werden müssten. Regionalparteien mit weniger als 3 Mitgliedern können sich problemlos als Vereine organisieren und Landespolitik betreiben.
Prompt kam der Einwurf, dass Regionalparteien dadurch benachteiligt seien. Immerhin würde es in den Ländern noch schwieriger sein entsprechende Mitgliederzahlen zu bekommen.
Da frag ich mich doch, warum eine Regionalpartei in ihrem Unionsland nicht genügend Mitglieder findet, aber dann bei Unionswahlen teilnehmen will? Entweder man findet genügend Mitglieder oder aber die Partei hat den Parteienstatus nicht verdient. In den Parteien soll sich ja die Bevölkerung gruppieren und dann bei der politischen Willensbildung mitwirken. Wenn sich aber nunmal nicht genügend Leute finden, so hat meines Erachtens dieser Vereinigung nicht unbedingt den Parteienstatus verdient.
Da ich im Unionsparlament kein Rederecht habe, möchte ich deswegen den Volksvertretern vorschlagen, auch mal darüber nachzudenken, ob man nicht sagt, dass alle Parteien, die die 3 Mitglieder zusammen bekommen, unionsweite Parteien sind, die auch bei den Unionsparlamentswahlen antreten und die Regionalpartien, die halt keine 3 Mitglieder zusammen bekommen als Regionalparteien wirken und dementsprechend auch nicht ins Parteiregister eingetragen werden müssten. Regionalparteien mit weniger als 3 Mitgliedern können sich problemlos als Vereine organisieren und Landespolitik betreiben.
Antonio Sandro [
]
Unionskanzler a.D.
Unionsvorsitzender der SPDU a.D.
WI-Inselratspräsident a.D.
Es gibt nicht nur die ewig Gestrigen, es gibt auch die ewig Morgigen.
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Registriert: Mi 14. Mär 2007, 16:23
Die Zeit von großen monolithischen Blöcken, die sich (unionsweit) "Volkspartei" nennen, ist vorüber. In der letzten Legislatur waren die Präsidenten von beiden Legislativorganen der Union von PEP Mitgliedern besetzt.Original von Antonio Sandro
...
Es ist irrig, anzunehmen, dass kleine Parteien automatisch Zersplitterung, Uneinigkeit oder Inaktivität bedeuten. Am Beispiel der Linken Liste sieht man, dass das Gegenteil der Fall ist.
Diese Diskussion löst exakt kein einziges Problem der Demokratischen Union.
Palin Waylan-Majere OEL
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Diese Scheindiskussion wird wieder in Butterbrotpapier gepackt und postwendend zurückgeschickt. Warum beschäftigen Sie sich nicht mit Fragen, die eine wirkliche Lösung des Problems bedeuten könnten?Original von Antonio Sandro
[...]
Sie diskutieren völlig am Ziel vorbei.
Keine der Regionalparteien trat zu den Unionsparlamentswahlen 2008/09 an; warum sollte man ihnen aber den Status als Partei aberkennen.
Warum sollen Parteien die aufgrund ihrer Regionalität logischerweise weniger Mitglieder haben, diesen Status nicht mehr beibehalten dürfen?
Wie gesagt ist das eine Scheindiskussion; schon alleine deswegen, weil Parteien, denen dieser Status aberkannt wird ja einfach trotzdem mit Listen antreten können. Selbst der größte Idiot könnte also diese "Novelle" des Parteiengesetzes zu seinem Zwecke umgehen.
Stattdessen könnte man sich ja vielleicht wie im UP schon vorgeschlagen, Gedanken darüber machen, eine Mindestbewerberanzahl für Listen einzuführen; oder auch das passive Wahlrecht an größere Einschränkungen hinsichtlich der Aktivität zu koppeln.
RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
Fachanwalt für Strafrecht
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Es ist schon verwunderlich, was hier passiert. Es ist sicher auch ein wenig amüsant, aber vorwiegend verwunderlich. Da muss ein Unionspolitiker, der zuvor vollmundig den politischen Wechsel versprochen hat, zeitaufwendige Koalitionsgespräche führen, um eine Koalition aus fünf (!) Parteien zu bilden. Weil ihm das nicht gelingt, muss nun eine Koalition aus vier Parteien gebildetet werden und diese schafft es nicht, eine Mehrheit bei der Kanzlerwahl zusammenzubekommen! Man muss sich einfach mal vorstellen, wie irsinnig das ist.Original von Palin Waylan-Majere
Die Zeit von großen monolithischen Blöcken, die sich (unionsweit) "Volkspartei" nennen, ist vorüber. In der letzten Legislatur waren die Präsidenten von beiden Legislativorganen der Union von PEP Mitgliedern besetzt.
Es ist irrig, anzunehmen, dass kleine Parteien automatisch Zersplitterung, Uneinigkeit oder Inaktivität bedeuten. Am Beispiel der Linken Liste sieht man, dass das Gegenteil der Fall ist.
Diese Diskussion löst exakt kein einziges Problem der Demokratischen Union.
Und wenn man bedenkt, dass die Linke Liste auch mehrere Parteien berherbergt, dann wird es nicht besser.
Die Tatsache, dass es in der Demokratischen Union schlicht zu viele Parteien und Einzellisten gibt, lähmt den politischen Apparat - wie lange bitte ist es her, dass die Demokratische Union eine handlungsfähige Regierung erhalten hat? Zu lange! Es ist die Schuld dieser bisher völlig unerfolgreichen Splitterkoalition, dieses Land in den Stillstand bewegt zu haben, und da stellt sich ein Waylan-Majere tatsächlich hin und wirft in den Raum, es gäbe damit keine Probleme.
Traurig, für die Demokratische Union, wenn eine Regierung vielleicht ein oder zwei Monate im Amt aktiv werden kann, weil sie vorher schlicht nicht in der Lage dazu war, eine Koalition zu bilden.
Christopher Adomeit, MdUP
Unionsminister des Innern und der Justiz
Stellvertreter der Unionskanzlerin
Präsident des Unionsparlaments a.D.
Inselpräsident a.D.
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Registriert: Do 15. Mär 2007, 15:36
Nein, da diese dann aus dem Parteienverzeichnis gelöscht werden. Den was soll sie im Verzeichnis, wenn sie keine Partei mehr ist.Original von pjotr
weil Parteien, denen dieser Status aberkannt wird ja einfach trotzdem mit Listen antreten können.
Ministerpräsident des Landes Salbor-Katista
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Und? Selbst zu den besten Zeiten der Schuhmann-Dominanz gab es Ampeln. Verbietet man die Parteibildung, gibt es - wie auch früher schon - Einzellisten oder Listenverbindungen. Was ist denn ihre Alternative? Zwei starre, zentralistische und strikt hierarchisch organisierte Parteien, die von ihren Vorständen gelenkt werden?Original von Christopher Adomeit
um eine Koalition aus fünf (!) Parteien zu bilden.
Dafür, dass die noch amtierende UReg aus - man höre und staune - vier Parteien bzw. Listen gebildet wurde, ist ihre ganze Argumentation doch leidlich übertrieben.
Es gäbe im aktuellen UP eine einzige Möglichkeit, eine Konstellation aus 3 Fraktionen zu formen: LL, Grüne und VU. Es fällt auf, dass dies schwierig würde. Die Mehrheit wäre ebenso knapp bemessen und nach Parteien wäre ebenfalls 4 beteiligt. So what?
Was genau wird dadurch schlimmer?Und wenn man bedenkt, dass die Linke Liste auch mehrere Parteien berherbergt, dann wird es nicht besser.
Die Herren, denen hierzulande der Parteienpluralismus störend erscheint, können ja nach Tchino auswandern, wo das Parteiensystem übersichtlich gehalten ist. :rolleyes:
Palin Waylan-Majere OEL
Altkanzler
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Registriert: So 16. Mär 2008, 00:41
Unter Ampeln verstehe ich allerdigns Dreiparteienregierungen, zumal Sie die damaligen Zeiten wohl kaum mit den heutigen vergleichen können.Original von Palin Waylan-Majere
Und? Selbst zu den besten Zeiten der Schuhmann-Dominanz gab es Ampeln.
Auch Einzeliisten sind Splitterungen und schaden der Demokratischen Union bei einem Parlament mit nur 11 Mitgliedern.Verbietet man die Parteibildung, gibt es - wie auch früher schon - Einzellisten oder Listenverbindungen.
Das ist doch Unsinn. Von mir aus muss auch nichts verboten werden, aber beispielsweise die linken Parteien würden sich keine Zacken aus der Krone brechen, wenn sie sich vereinigen würden. Wenn Sie mir jetzt erzählen wollen, dass es da erhebliche inhaltliche Unterschiede gibt, machen Sie sich lächerlich - abgesehen vom Etikett ist da doch alles zumindest so gleich, dass es keine Notwendigkeit für Splitterparteien gibt.Was ist denn ihre Alternative? Zwei starre, zentralistische und strikt hierarchisch organisierte Parteien, die von ihren Vorständen gelenkt werden?
Ich bin kein großer Freund von Wolfgang Müller, aber sein Schritt, eine solche vereinende Partei zu gründen, ist ein richtiger Schritt für die Demokratische Union. Auch wenn ich hoffe, dass die Linke - spätestens - nach dieser Amtszeit wieder die Regierungsverantwortung verliert, ist eine linke Partei immer noch besser als x linke Parteien, die für die gleichen Werte einstehen.
Das ist das Problem des Landes: Es gibt keine klaren Mehrheiten. Das muss sich ändern.Es gäbe im aktuellen UP eine einzige Möglichkeit, eine Konstellation aus 3 Fraktionen zu formen: LL, Grüne und VU. Es fällt auf, dass dies schwierig würde. Die Mehrheit wäre ebenso knapp bemessen und nach Parteien wäre ebenfalls 4 beteiligt. So what?
Ich denke, auf eine Anmerkung dieser Natur muss man nicht eingehen.Die Herren, denen hierzulande der Parteienpluralismus störend erscheint, können ja nach Tchino auswandern, wo das Parteiensystem übersichtlich gehalten ist. :rolleyes:
Christopher Adomeit, MdUP
Unionsminister des Innern und der Justiz
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Registriert: Do 27. Nov 2008, 01:44
Ja genau, deswegen ist die Diskussion über die Parteien auch nur eine Scheindiskussion, da ja künftig jede Vereinigung - auch wenn sie nicht als Partei anerkannt wird - eine Liste aufstellen darf. Da sollte man vielleicht mal ansetzen..Original von Christopher Adomeit
Auch Einzeliisten sind Splitterungen und schaden der Demokratischen Union bei einem Parlament mit nur 11 Mitgliedern.
Und was hat das eine mit dem anderen zu tuen. Sie können trotzem antreten..Original von Bodo von Kurzschluss
Nein, da diese dann aus dem Parteienverzeichnis gelöscht werden. Den was soll sie im Verzeichnis, wenn sie keine Partei mehr ist.
RA Prof. Prof. Pjotr Jerkov
Fachanwalt für Strafrecht
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