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In Finnland ist es Arbeitgebern bisher noch gesetzlich untersagt, von ihren Arbeitnehmern am Arbeitsplatz versandte und empfangene E-Mails zu kontrollieren. Dem Mobiltelefon-Hersteller Nokia schmeckt das gar nicht. Man sprach Tacheles mit dem finnischen Parlament: würde das Gesetz nicht geändert, verließe man das Land. Es drohte der Verlust von 16.000 Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen in nicht bezifferter Höhe. Mittlerweile ist eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, die die Überwachung von am Arbeitsplatz versandten und empfangenen E-Mails zulässt. Nokia verweigert jede Stellungnahme.
Quelle: RTLtext, S. 481 (Stand: 01.02.2009, 23:22 h)
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Bestätigt mich mal wieder, genauso wie der heute ausgestrahlte Tatort, die ganzen Spionage-Skandale bei Discountern, Telekom und Bahn in meiner Kapitalismuskritik.
Wolfgang Müller
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Kaiser
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War das jetzt undemokratisch? In der Demokratie konkurrieren Interessen. Und wo etwas konkurriert, gibt es Sieger und Besiegte. Wenn die Finnen das anders wollen, sollen sie anders wählen.
Die MACHT hat immer noch die Politik. Aber wenn die zu dumm und zu feige sind, Nokia für so einen Erpressungsakt schlicht zu verstaatlichen - dann ist das Politikversagen pur.
Nicht der Kapitalismus, die Demokratie ist das Problem.
Die MACHT hat immer noch die Politik. Aber wenn die zu dumm und zu feige sind, Nokia für so einen Erpressungsakt schlicht zu verstaatlichen - dann ist das Politikversagen pur.
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Zuletzt geändert von Anonymous am Mo 2. Feb 2009, 00:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Ja, das war undemokratisch! Denn Demokratie bedeutet meines Wissens immer noch "Herrschaft des Volkes" und nicht "Herrschaft des wirtschaftlich Potentesten".Original von Konrad Grimm
War das jetzt undemokratisch? In der Demokratie konkurrieren Interessen. Und wo etwas konkurriert, gibt es Sieger und Besiegte. Wenn die Finnen das anders wollen, sollen sie anders wählen.
Die MACHT hat immer noch die Politik. Aber wenn die zu dumm und zu feige sind, Nokia für so einen Erpressungsakt schlicht zu verstaatlichen - dann ist das Politikversagen pur.
Nicht der Kapitalismus, die Demokratie ist das Problem.
Dass in ihr verschiedene Interessen um eine ihnen entsprechende Politik konkurrieren ist richtig. Aber für diese Konkurrenz gibt es eine klare Regel, nämlich dass jeder genau eine Stimme hat und diese ebenso viel zählt wie jede andere Stimme auch. Ich weiß nicht, wie viele Gesellschafter oder Aktionäre Nokia hat. Aber ich bezweifle, dass deren Stimmen eine Mehrheit im finnischen Parlament ausmachen.
Und Nokia wegen Nötigung strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen wäre das Eine. Von Verstaatlichungen als "Strafmaßnahme" halte ich nichts.
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Kaiser
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Es stört uns im Gegensatz zum Streik nur deshalb, weil wir nicht die Nutznießer dieser Angelegenheit sind. Wenn der Arbeitnehmer wollte, würde er anders herum allerdings genau so handeln. Wer sich hier also empört, spielt Moral...
Christopher Adomeit, MdUP
Unionsminister des Innern und der Justiz
Stellvertreter der Unionskanzlerin
Präsident des Unionsparlaments a.D.
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