Original von Rafael van der Linden
Das ist durchaus auch wünschenswert. Ich habe ja auch wie gesagt nichts gegen längeres gemeinsames Lernen, wenn es intern differenziert ist und real existierende Unterschiede nicht mit "pädagogischer" Gewalt zu nivellieren versucht.
Dann wollen wir ja das gleiche

Eine Gesamtschule ist die ideale Plattform, damit für jeden Schüler in jedem Fach ein Kurs in einer Schwierigkeit zur Verfügung steht, der ihn optimal fördert. Wenn er trotz dieser Förderung kein höheres Level erreicht, ist das ja völlig unproblematisch.
Nur muss neben dem Förderungsprinzip auch dabei das Leistungsprinzip, die Vergleichbarkeit und mögliche Differenzierungen nach verschiedenen Stärken der Schüler gewahrt bleiben.
Prinzipiell bin ich ja ein Kritiker der Benotung als solcher und auch ein Kritiker der Schulpflicht überhaupt. Sofern man aber an diesem System festhält - und eine Alternative ist noch sehr weit weg - stimme ich da natürlich überein.
Danke, ich bin ein eloquenter Redner, wenn ich mal in Fahrt bin. Aber die Form der Schule ist weiterhin meiner Meinung nach weniger wichtig, als die Lehrmethoden, die finanzielle Ausstattung und die Förderung.
Klar sind diese Faktoren auch sehr wichtig aber die Gemeinschaftsschule hat eben die unersetzliche Eigenschaft, dass es dort nicht zu einer Vorsortierung kommt und dass jeder Schüler in jeder Phase und in jedem Fach prinzipiell individuell leistungsgerecht betreut und gefördert werden kann. Bei einem dreigliedrigen Schulsystem sind dem immer Grenzen gesetzt. Daher ist die Gemeinschaftsschule für mich eine Grundforderung für ein Schulsystem, dass sich an den Schülern nicht schuldiger macht als nötig.