Seid ihr bereit für die nächste Wirtschaftskrise?
Verfasst: Mi 28. Sep 2011, 03:21
Denn die kommt und Alessio Rastani träumt von ihr (YouTube).
Ich finde das Video schwer anzuschauen, woran Rastanis Gelecktheit ihren Anteil hat. Zu diesem Gefühl trägt aber auch bei, dass er Recht haben könnte mit dem, was er sagt: Wer glaubt denn, dass die Märkte warten, bis die EU-Gremien in ein paar Wochen ein Rettungspaket beisammen haben, wie die BBC-Schlagzeile verkündet? Wer glaubt denn, dass Goldman Sachs bei diesem Bild der europäischen Politiker den Eindruck von Zuversicht gewinnt? Wer glaubt denn, dass idealistische Appelle an die Verantwortung der Märkte jemanden wie Rastani von einem Gewinn abhalten?
Ich nicht.
Die Erwartung an Unternehmen und Investment-Banker, auf das Gemeinwohl zu achten, fußt auf keiner Grundlage mehr. Trotzdem kommt aus Europas Hauptstädten sein Monaten kaum mehr als ein "Bitte, bitte, bitte". Wenn der größte Wirtschaftsraum der Welt nicht in der Lage ist, wieder einen festen Rahmen für funktionierende Märkte zu schaffen, wer soll es denn dann machen? Notfalls muss das eben ohne London gehen (womit London noch nie gut gefahren ist) oder ohne Beteiligung anderer G8-Staaten (die aus eigenem Interesse schon nachziehen werden).
Wer Politik auf der Annahme betreibt, die Märkte würden für sich nicht das Maximum herausholen, der lebt in einer Scheinwelt. (Versteht mich nicht falsch: Ich finde Märkte toll und bin der Auffassung, der Staat sollte seine Regulierungsinstrumente so einsetzen, dass Märkte funktionieren, auch wenn es dabei Verlierer gibt.) Die Schwäche, die Europas Politiker projezieren, die totale Abwesenheit politischer Führungskraft, ist ein Armutszeugnis.
Bei den Berufspolitikern ohne richtigen Beruf ist das aber alles auch kein Wunder. Wann sollen die denn mal Rückgrad und Wagemut entwickelt haben? Wäre ich Investmentbanker, würde ich deren Weicheiigkeit auch ausnutzen.
Ich finde das Video schwer anzuschauen, woran Rastanis Gelecktheit ihren Anteil hat. Zu diesem Gefühl trägt aber auch bei, dass er Recht haben könnte mit dem, was er sagt: Wer glaubt denn, dass die Märkte warten, bis die EU-Gremien in ein paar Wochen ein Rettungspaket beisammen haben, wie die BBC-Schlagzeile verkündet? Wer glaubt denn, dass Goldman Sachs bei diesem Bild der europäischen Politiker den Eindruck von Zuversicht gewinnt? Wer glaubt denn, dass idealistische Appelle an die Verantwortung der Märkte jemanden wie Rastani von einem Gewinn abhalten?
Ich nicht.
Die Erwartung an Unternehmen und Investment-Banker, auf das Gemeinwohl zu achten, fußt auf keiner Grundlage mehr. Trotzdem kommt aus Europas Hauptstädten sein Monaten kaum mehr als ein "Bitte, bitte, bitte". Wenn der größte Wirtschaftsraum der Welt nicht in der Lage ist, wieder einen festen Rahmen für funktionierende Märkte zu schaffen, wer soll es denn dann machen? Notfalls muss das eben ohne London gehen (womit London noch nie gut gefahren ist) oder ohne Beteiligung anderer G8-Staaten (die aus eigenem Interesse schon nachziehen werden).
Wer Politik auf der Annahme betreibt, die Märkte würden für sich nicht das Maximum herausholen, der lebt in einer Scheinwelt. (Versteht mich nicht falsch: Ich finde Märkte toll und bin der Auffassung, der Staat sollte seine Regulierungsinstrumente so einsetzen, dass Märkte funktionieren, auch wenn es dabei Verlierer gibt.) Die Schwäche, die Europas Politiker projezieren, die totale Abwesenheit politischer Führungskraft, ist ein Armutszeugnis.
Bei den Berufspolitikern ohne richtigen Beruf ist das aber alles auch kein Wunder. Wann sollen die denn mal Rückgrad und Wagemut entwickelt haben? Wäre ich Investmentbanker, würde ich deren Weicheiigkeit auch ausnutzen.