reicht Gerhard Cheman die Hand und begibt sich dann ans Rednerpult
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
eigentlich wollte ich zu ihnen über die Möglichkeiten Steuern zwischen Union und Ländern aufzuteilen sprechen, ihnen das für und wider der Salkinschen Steuermodells erläutern und darlegen wie ein solider Haushalt aussehen kann. Doch ich spreche zu ihnen an diesem Abend nachdem es in den gestern Nacht – man könnte sagen wieder einmal – zum schnellen Ende einer Unionsregierung gekommen ist. Deshalb möchte ich das Thema meines Vortrages ändern, denn ich fürchte, dass es diesmal mehr ist, als das Ablösen einer Regierung durch eine andere. Wir erleben eine schwere Krise des politischen Lebens in unserem Land. Minister, ja sogar ein gewählter Unionspräsident werden ausgebürgert und vor allem gibt fast niemanden der ihre Aufgaben übernehmen kann. Mögen die jeweiligen Gründe vielschichtig sein, gemeinsam führen sie zur Auflösung demokratischer Strukturen. Wenn politische Ämter nicht mehr durch die Wahl zwischen echte Alternativen vergeben werden können, dann fehlt der Demokratie die Basis.
Viele von ihnen wissen von der Lage der Unionsebene, haben von den Problemen der Länder gehört und kennen die Situation in ihren Gemeinden. Dieses Land steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Der demographische Wandel verlangt von den Parteien und ihren Funktionsträgern nach Lösungen. Deshalb möchte ich ihnen hier darlegen, was eine Landesregierung tun kann, damit sich die DU diesem Problem endlich stellt. Dabei geht es auch genau um das Thema dieses Parteitages, es geht um Soziale Sicherheit, Soziale Versorgung und damit eine Soziale Zukunft.
Aus meiner Sicht können Unionsländer durchaus einen Beitrag dazu leisten, neue Bürger ins Land zu holen. Es gibt viele Menschen die ihre Heimat in der Demokratischen Union haben und heute jedoch nicht mehr hier wohnen. An sie kann man sich wenden und sie einladen zurück zu kehren. Doch wirklich nachhaltig kann ein Unionsland bei der Infrastruktur tätig werden. Wir brauchen Strukturen die Menschen dazu bringen bei uns zu bleiben. Dabei geht es insbesondere um Bildung und Arbeit.
Ich freue mich berichten zu können, dass Imperia nun wieder eine aktive Universität hat. Zu lange lag die tertiäre Bildung brach. Deshalb freut es mich besonders, auch in anderen Unionsländern Bestrebungen zu sehen, die Universitätslandschaft wieder zu beleben. Wir müssen uns als Unionsländer zusammenfinden und gemeinsam den Ausbau der Universitäten vorantreiben. Lehrkräfte müssen mobil sein und Studenten das beste Angebot zusammenstellen können.
Wenn wir es schaffen, ausgebildete Fachkräfte zu bekommen, dann müssen wir ihnen auch Angebote machen damit sie bei uns bleiben. Daher muss die Politik an die Bürger herantreten und sie einladen an der Zukunft unserer Heimat mitzuwirken. Wir müssen zeigen, dass es viele Möglichkeiten und Berufe gibt, die sie annehmen können.
Ich freue mich auch, dass sich heute der Städtetag wieder zusammen gefunden hat. Lebendige Gemeinden können die Menschen auch besser vor Ort halten. Ich rufe daher die Landesregierungen auf, mehr für ihre Kommunen zu tun. Imperia will sich dem guten Beispiel Freisteins anschließen und bald wieder aktiv beim Städtetag vertreten sein.
Doch Angebote an die Bürger gehen weiter als Bildung und Arbeit. Sie sind zwar die Basis aber erst ein kulturelles und sportliches Angebot sorgt dafür, dass sich die Menschen bei uns wirklich heimisch fühlen. Ich lade sie ein dabei mitzuwirken und uns mitzuhelfen die Demokratische Union wieder zu einem Land mit Zukunft zu machen.
Wenn es uns gelingt dies bereit zu stellen, verfügt unser Land über die nötige soziale Sicherheit und die nötige soziale Versorgung damit eine soziale Zukunft in einem demokratischen Staat möglich ist.
Ich danke ihnen.