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Migranten-Quote

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 19:45
von Heinrich von Löwenherz
Nach verschiedenen Meldungen plant die SPD eine Migranten-Quote von 15%. Was sagt ihr dazu?

Vorweg: Ich glaube, dass es letztlich nur eine Sau ist, die durchs Dorf getrieben wird, weil man die Meute, die laut Sarazin der "freiwilligen Rückführung" zugeführt werden sollte, beruhigen will. Es ist nur eine Phantomdiskussion kurz vor vier Landeswahlen (mitunter auch der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin, wo Frau Künast mit den Grünen das Rennen machen könnte).

Irgendwie ärgert es mich aber schon, dass die SPD es darauf anlegt mit Thilos Rassenlehre am rechten Rand zu fischen und als Kompensation und in Ermanglung eines niedlichen Eisbären Sigma-Pop mit dem Quoten-Versprechen kommt. Prinzipiell bin ich gegen irgendwelche Quoten, weil sie letztlich eine Form der Diskriminierung sind (ob nun positive oder negative) . Andererseits nehme ich mit Interesse zur Kenntnis mit wieviel Emotionen ein solcher Vorschlag aufgenommen wird. Wenn auf verschiedenen Seiten die Kommentare durchweg negativ sind und man befürchtet ein deutscher Richter mit (türkischem, pakistanischen oder sonstigen) Migrationshintergrund wäre der Dammbruch des Rechtsstaates, dann muss man sich schon fragen, ob die Migratenquote nicht längst überfällig ist. Schade nur, dass sich das offenbar nur über Quoten regeln lässt. Aber so scheint die Gesellschaft zu sein.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 19:47
von Hajo Poppinga
Generell halte ich nichts von Quoten gleich welcher Art - es erscheint mir aber sinnvoll, wenn im Staatsdienst Menschen mit verschiedensten kulturellen Hintergründen arbeiten, um auf alle Teile der Bevölkerung entsprechend reagieren zu können. In Ostfriesland braucht's also den plattdeutschen Beamten, in Berlin den Türkischen und in Hamburg und Bremen beides. ;)