Seite 1 von 1

Simiand bestätigt Kriegsplan Barnstorvias

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 09:34
von UNION24
Hier ist union24 mit einem News-Update.

*News Open*

Bild

Herzlich willkommen, liebe Zuschauer. Ich bin Katie Will.

Die union24-Meldung über den barnstorvischen Kriegsplan gegen die Demokratische Union hat international für Aufsehen gesorgt und teilweise harsche Reaktionen provoziert. Trotz der Untersuchungen der Regierungen der Demokratischen Union und der Vereinigten Staaten, an deren Ende die Erkenntnis stand, dass der Plan echt sei, gab es aus Barnstorvia Vorwürfe, union24 habe sich in den Dienst der so genannten "zauchischen" Propaganda gestellt.

In einem Gespräch mit dem ehemaligen barnstorvischen Kriegsminister Henri Simiand, der im Oktober 2006 das zuständige Ressort führte, hat dieser den union24-Bericht bestätigt. Wir haben das Gespräch kurz vor der Sendung aufgezeichnet.
  • Katie Will: Herr Simiand, der Plan ist entstanden, als Sie verantwortlich für das Kriegsministerium waren. Inwiefern waren Sie mit den entsprechenden Planungen befasst?

    Henri Simiand: In einem Kriegsministerium - und das möchte hinzufügen: überall auf der Welt - ist eine solche Szenarioanalyse nichts Ungewöhnliches. Dafür existieren Planungsgruppen, die sich mit aktuten und eben auch potentiellen Szenarien befassen. So wurde an der Studie bereits gearbeitet, als ich das Amt übernommen habe. Im Oktober wurde mir der Plan zur Kenntnisnahme vorgelegt.

    Dieser Plan war mehr als eine Analyse. Er enthält einen Umsetzungsappell und drängt darauf, potentieller Überlegenheit der Demokratischen Union durch die Schaffung einer Nuklearstreitmacht zu begegnen. Deutet dies nicht darauf hin, dass Barnstorvia schon längst an der Umsetzung des Plans arbeitet?

    Soweit es die Nuklearstreitmacht angeht, sind in der Tat Konsequenzen aus dieser Analyse gezogen worden. Die Studie stellt die zahlenmäßige Überlegenheit der DU auf dem Land fest. Eine nukleare Bewaffnung kann hier ausgleichend wirken.

    Derzeit erweckt Barnstorvia in der internationalen Gemeinschaft Misstrauen und die Befürchtung, dass das Royaume für sich einen Platz an der Sonne wolle und bereit sei, andere dafür in den Schatten zu stellen. Ist dieser Plan nicht einfach ein Auswuchs eines ständigen "Antizauchentums", das unbegründet ist und erst jetzt wieder eine Gefahr für Barnstorvia darstellt, weil die Demokratische Union sich nun wehren könnte?

    Nein, mit der Vereinigung der mittelanticanischen Staaten mit Imperia im Jahr 2001 sind die Ergebnisse des Weltkriegs, mit dem Imperia die Welt überzogen hat, de facto revidiert worden. In Barnstorvia wird dieser wiedererstarkte Staat im Herzen Anticas daher mit großer Sorge betrachtet.

    Ich möchte nochmals auf Annahme und Realität zurückkommen: Die Demokratische Union hat seit 2001 keine Bestrebungen unternommen, Barnstorvia aktiv zu schädigen. Insbesondere in Astor, das Ihrem Land wohlgesonnen ist, gab es viele kritische Stimmen. Riskiert das Royaume nicht seine internationale Reputation durch seine "antizauchische" Einstellung?

    Sicherlich haben sich anfängliche Befürchtungen so bisher nicht bewahrheitet. Dennoch gibt es auch derzeit in der Politik der Demokratischen Union Tendezen, die die Menschen in Barnstorvia nachdenklich stimmen. Es ist nicht all zu lange her, da wurde in der Demokratischen Union selbst von den Konservativen ein Atomwaffenprogramm in die Diskussion gebracht. Dies wurde aufmerksam registriert, ebenso wie der ständige Flirt der Linken mit den Staaten des Bedjinger Paktes. Dazu kommt, daß das Misstrauen sehr stark in der Bevölkerung verwurzelt ist. Denken Sie nur an das Militärmanöver im Februar, an dem auf Einladung Astors plötzlich auch die Demokratische Union teilnahm. Meine Haltung war damals gespalten, aber die innenpolitischen Wogen waren so hoch, daß es mich fast meinen Job gekostet hätte.

    Sollten die politisch Verantwortlichen sich nicht eher um eine Deeskalation bemühen, statt durch aggressive Rhetorik - der Chancelier stets voran - die Spannungen so weit zu treiben, dass der astorische Verteidigungsminister Barnstorvia unterstellt, es arbeite eventuell auf einen Showdown mit der Demokratischen Union hin?

    Bei allem Respekt vor Astor und Secretary Andriz, aber ich glaube das es aus astorischer Sicht schwer ist, sich in die Gefühle des barnstorvischen Volkes hinein zu versetzen. Natürlich könnte eine Deeskalation und eine langsame Entspannung förderlich für alle Beteiligten sein, aber so etwas braucht Zeit. Wie gesagt: Die Erfahrungen aus dem Manöver waren da sehr aufschlussreich. Entspannung kann nur funktionieren, wenn die Bevölkerung in beiden Ländern dahinter steht. Das Botschaftertreffen am gestrigen Mittwoch in Astoria könnte ein Anfang gewesen sein.
Noch am Montag hatten der barnstorvische Kanzler Laurant Daladier und sein Vize, Georges Millerad, den Eindruck erweckt, der Kriegsplan habe nicht existiert. Die Angaben Simiands sind damit die erste offizielle Bestätigung der Echtheit des Dokuments vonseiten der barnstorvischen Verantwortlichen.

Das war ein union24-News-Update aus Manuri. Ich bin Katie Will, vielen Dank, dass Sie eingeschaltet haben. Nach einer kurzen Unterbrechung berichten wir Ihnen, welcher Entwurf für eine Nationalhymne der Demokratischen Union sich durchsetzen konnte. Bleiben Sie dran.

*News Close*

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 09:42
von William Butcher
Naja, wenn die DU misstrauen bei der Bevölkerung Barnstorvias auslöst, dann weiß ich echt nicht, was die Veröffentlichung dieses Plans bei der Bevölkerung hier auslöst. Wir müssen aufpassen, dass wir die Wähler nicht an die extremisten verlieren.

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 10:50
von Michael Schneider
simoff: darf ich mal doof fragen was Zauchen sind?

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 10:52
von UNION24
Schauen Sie doch ins Lexikon. ;)

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 15:50
von Andreas O'Sullivan
Ich bin gespannt, was da noch auf uns zukommen wird.

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 15:59
von Oliver von Palm
Ich glaube nicht, dass die Barnstorven so naiv sind, in der Demokratischen Union immer noch den potentiellen Feind zu sehen.

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 17:33
von Wolfgang Seidel
In der Tat hoffe ich aber, dass diese Tatsache die Gespräche nicht sonderlich beeinträchtigen wird. Wir müssen uns nun mal alle auf den Weg des Dialogs verlassen können.

Verfasst: Do 10. Mai 2007, 19:55
von Montgomery Scott
Das Interview zeigt eins: Barnstorvia ist keinesfalls im Begriff, die DU anzugreifen, setzt aber auf Aufrüstung, um internationale Stabilität zu erreichen. Nun ist es die Aufgabe der Unionsregierung, Barnstorvia vom Gegenteil zu überzeugen. Dies wird eine Heraufsforderung für die diplomatischen Fähigkeiten der Regierung aber nicht weniger muss man verlangen.

Verfasst: Fr 11. Mai 2007, 08:18
von Jonathan Metternich Hughes
Herr Scott, Barnstorvia hat nicht zu Unrecht festgestellt, dass es keinen besseren Verbündeten als die Linke in diesem Land hat.

Danke für die eindrucksvolle Bestätigung.