Radio Gosen: FLA-Vize Adomeit zum Wahlergebnis
Verfasst: So 18. Jul 2010, 22:01
Nach seinem erneuten Einzug ins Unionsparlament gab FLA-Vize Christopher Adomeit dem Gosener Radio ein kurzes Interview zum Wahlergebnis.
Radio Gosen: Herr Adomeit, zunächst: Glückwunsch zum erneuten Einzug ins Unionsparlament.
Adomeit: Vielen Dank.
Radio Gosen: Wie sind Sie nach diesem Wahlergebnis gestimmt?
Adomeit: Angesichts der Sitzverteilung bin ich nicht ganz glücklich. Die FLA betreffend haben wir uns, gerade bei den guten Prognosen, viel mehr erwartet, als nun dabei rumgekommen ist. Das ist zwar nicht unbedingt schön, ich sehe jedoch ein Ergebnis, bei dem die FLA als einzige in der letzten und der neuen Legislaturperiode aktive Partei immerhin fünf Prozentpunkte gewinnen konnte.
Radio Gosen: Dennoch hat die SPDU Ihre Partei überflügelt und ist nunmehr stärkste Kraft im Unionsparlament.
Adomeit: Das mag sein, und auch an dieser Stelle gratuliere ich den gewählten Kandidaten. Das heißt aber noch lange nichts, denn die Regierungsmehrheit ist das eben nicht.
Radio Gosen: Eine Regierungsmehrheit könnte aber in einer Koalition mit der FLA gefunden werden, wie also wird die FLA sich in den nächsten Tagen verhalten?
Adomeit: Ich muss feststellen, dass es für linke Politik in der Demokratischen Union keine belastbare Mehrheit gibt. Man hätte bei anderen Ergebniskonstellationen darüber sprechen können, ob man zueinander kommt. Bei dieser Wahl ist jedoch deutlich geworden: Konservative und Liberale stellen weiterhin die Meinungsmehrheit da.
Radio Gosen: Die KDU hat es aber erst gar nicht geschafft, mit einer eigenen Liste anzutreten. Wie kann es dann eine Meinungsmehrheit geben?
Adomeit: Nun bin ich kein ausgewiesener Statistiker, aber es ist doch davon auszugehen, dass der außerordentliche Erfolg der Liste Sendlhofer darin zu suchen ist, dass viele Wähler der KDU ihm die Stimme gegeben haben. Ob nun KDU oder Sendlhofer, beide sind konservativ und vertreten die gleiche Richtung.
Radio Gosen: Was also passiert nun Ihrer Meinung nach?
Adomeit: Das werden die nächsten Tage zeigen müssen. Die Pattsituation im Unionsparlament ist eine schwierige Situation. Weil aber, wie ich bereits erwähnte, konservative und liberale Politik bei dieser Wahl ein Mehrheitsergebnis eingefahren hat, gehe ich davon aus, dass wir als FLA wohl kaum eine Zusammenarbeit mit der SPDU anstreben werden.
Radio Gosen: Damit könnten Sie die Politik des Landes zum Stillstand bringen.
Adomeit: Das hat damit nichts zu tun. Es gab eine Mehrheit für FLA und Sendlhofer, das Wahlrecht verhinderte dies aber. Ich darf daran erinnern: Der siebte Sitz wäre an die LSH gegangen, das wäre dann die Mehrheit gewesen. Jetzt müssen wir uns bemühen, genau dieses Mehrheitsbild umzusetzen, und das geht eben nicht in einer Koalition mit SPDU und FLA. Klar ist aber: Eine Änderung des Wahlgesetzes muss angestrebt werden.
Radio Gosen: Sind Neuwahlen eine Option?
Adomeit: Momentan noch nicht.
Radio Gosen: Dann gibt es aber keinerlei Alternativen mehr.
Adomeit: Die SPDU hat die relative Mehrheit und die meisten Sitze, sie möchte regieren, jetzt muss sie sich um eine Mehrheit bemühen. Gelingt ihr das nicht, werden Neuwahlen zur Option. Die FLA steht, was die Regierungsbildung angeht, nicht in der Bringschuld.
Radio Gosen: Wem steht nun das Amt des Kanzlers zu?
Adomeit: Na ja, eines sollte ja klar sein: Mit Sicherheit nicht Sean William Connor. Ich denke, dass das Wahlergebnis da eine deutliche Sprache spricht; rein sachlich betrachtet ist wohl der Herr Sendlhofer der erste Anwärter auf dieses Amt.
Radio Gosen: Auch Franz Sendlhofer hat eine Mehrheitsoption nur mit der SPDU. Wie würden Sie eine Koalition von SPDU und Sendlhofer bewerten?
Adomeit: Das wäre mit Sicherheit nicht der Wunsch des Wählers, der sein Kreuz bei der Liste Sendlhofer gemacht hat. Die Ausrichtung ist klar konservativ. Aber es ist jetzt, kurze Zeit nach Ergebnisverkündung, nicht der richtige Zeitpunkt für mich, darüber zu spekulieren, wass Herr Sendlhofer alles mit der SPDU machen könnte. Daran glaube ich auch nicht.
Radio Gosen: Was wird nun nach dem Wahlergebnis in der FLA passieren?
Adomeit: Wir werden in den nächsten Tagen Ergebnisanalyse betreiben und feststellen, was wir hätten besser machen können. Ich kann es an der Stelle aber nochmals klarstellen: Wir haben fünf Prozentpunkte gewonnen, das ist ein guter Zugewinn. Unsere Analyse wird sich daher darauf konzentrieren, warum wir es nicht geschafft haben, als einzig konstante Partei im neuen Parlament stärkste Kraft zu werden.
Radio Gosen: Woran liegt das denn Ihrer Meinung nach?
Adomeit: Das kann ich jetzt noch nicht abschließend einschätzen, ich denke aber, der fehlende Dialog aller im letzten Parlament vertretenen Parteien war kein Vorteil und könnte für uns dazu geführt haben, dass wir nicht stärkste Kraft geworden sind.
Radio Gosen: Die Konsequenzen daraus werden wie aussehen?
Adomeit: Konsequenzen ziehen kann man ja erst immer dann, wenn man ganz genau weiß, woran es letztlich gelegen hat. Wenn wir das im Vorfeld nicht wissen, können wir auch nicht irgendwelche Konsequenzen aus dem Himmel herbeizaubern. Das wird sich alles in den nächsten Tagen zeigen.
Radio Gosen: Bleiben Sie Präsident des Unionsparlaments?
Adomeit: Wegen der Sitzverteilung kann ich das jetzt noch nicht einschätzen. Grundsätzlich stehe ich zur Verfügung. Alle weiteren Dinge werden sich zeigen.
Radio Gosen: Herr Adomeit, danke für das Gespräch.
Radio Gosen: Herr Adomeit, zunächst: Glückwunsch zum erneuten Einzug ins Unionsparlament.
Adomeit: Vielen Dank.
Radio Gosen: Wie sind Sie nach diesem Wahlergebnis gestimmt?
Adomeit: Angesichts der Sitzverteilung bin ich nicht ganz glücklich. Die FLA betreffend haben wir uns, gerade bei den guten Prognosen, viel mehr erwartet, als nun dabei rumgekommen ist. Das ist zwar nicht unbedingt schön, ich sehe jedoch ein Ergebnis, bei dem die FLA als einzige in der letzten und der neuen Legislaturperiode aktive Partei immerhin fünf Prozentpunkte gewinnen konnte.
Radio Gosen: Dennoch hat die SPDU Ihre Partei überflügelt und ist nunmehr stärkste Kraft im Unionsparlament.
Adomeit: Das mag sein, und auch an dieser Stelle gratuliere ich den gewählten Kandidaten. Das heißt aber noch lange nichts, denn die Regierungsmehrheit ist das eben nicht.
Radio Gosen: Eine Regierungsmehrheit könnte aber in einer Koalition mit der FLA gefunden werden, wie also wird die FLA sich in den nächsten Tagen verhalten?
Adomeit: Ich muss feststellen, dass es für linke Politik in der Demokratischen Union keine belastbare Mehrheit gibt. Man hätte bei anderen Ergebniskonstellationen darüber sprechen können, ob man zueinander kommt. Bei dieser Wahl ist jedoch deutlich geworden: Konservative und Liberale stellen weiterhin die Meinungsmehrheit da.
Radio Gosen: Die KDU hat es aber erst gar nicht geschafft, mit einer eigenen Liste anzutreten. Wie kann es dann eine Meinungsmehrheit geben?
Adomeit: Nun bin ich kein ausgewiesener Statistiker, aber es ist doch davon auszugehen, dass der außerordentliche Erfolg der Liste Sendlhofer darin zu suchen ist, dass viele Wähler der KDU ihm die Stimme gegeben haben. Ob nun KDU oder Sendlhofer, beide sind konservativ und vertreten die gleiche Richtung.
Radio Gosen: Was also passiert nun Ihrer Meinung nach?
Adomeit: Das werden die nächsten Tage zeigen müssen. Die Pattsituation im Unionsparlament ist eine schwierige Situation. Weil aber, wie ich bereits erwähnte, konservative und liberale Politik bei dieser Wahl ein Mehrheitsergebnis eingefahren hat, gehe ich davon aus, dass wir als FLA wohl kaum eine Zusammenarbeit mit der SPDU anstreben werden.
Radio Gosen: Damit könnten Sie die Politik des Landes zum Stillstand bringen.
Adomeit: Das hat damit nichts zu tun. Es gab eine Mehrheit für FLA und Sendlhofer, das Wahlrecht verhinderte dies aber. Ich darf daran erinnern: Der siebte Sitz wäre an die LSH gegangen, das wäre dann die Mehrheit gewesen. Jetzt müssen wir uns bemühen, genau dieses Mehrheitsbild umzusetzen, und das geht eben nicht in einer Koalition mit SPDU und FLA. Klar ist aber: Eine Änderung des Wahlgesetzes muss angestrebt werden.
Radio Gosen: Sind Neuwahlen eine Option?
Adomeit: Momentan noch nicht.
Radio Gosen: Dann gibt es aber keinerlei Alternativen mehr.
Adomeit: Die SPDU hat die relative Mehrheit und die meisten Sitze, sie möchte regieren, jetzt muss sie sich um eine Mehrheit bemühen. Gelingt ihr das nicht, werden Neuwahlen zur Option. Die FLA steht, was die Regierungsbildung angeht, nicht in der Bringschuld.
Radio Gosen: Wem steht nun das Amt des Kanzlers zu?
Adomeit: Na ja, eines sollte ja klar sein: Mit Sicherheit nicht Sean William Connor. Ich denke, dass das Wahlergebnis da eine deutliche Sprache spricht; rein sachlich betrachtet ist wohl der Herr Sendlhofer der erste Anwärter auf dieses Amt.
Radio Gosen: Auch Franz Sendlhofer hat eine Mehrheitsoption nur mit der SPDU. Wie würden Sie eine Koalition von SPDU und Sendlhofer bewerten?
Adomeit: Das wäre mit Sicherheit nicht der Wunsch des Wählers, der sein Kreuz bei der Liste Sendlhofer gemacht hat. Die Ausrichtung ist klar konservativ. Aber es ist jetzt, kurze Zeit nach Ergebnisverkündung, nicht der richtige Zeitpunkt für mich, darüber zu spekulieren, wass Herr Sendlhofer alles mit der SPDU machen könnte. Daran glaube ich auch nicht.
Radio Gosen: Was wird nun nach dem Wahlergebnis in der FLA passieren?
Adomeit: Wir werden in den nächsten Tagen Ergebnisanalyse betreiben und feststellen, was wir hätten besser machen können. Ich kann es an der Stelle aber nochmals klarstellen: Wir haben fünf Prozentpunkte gewonnen, das ist ein guter Zugewinn. Unsere Analyse wird sich daher darauf konzentrieren, warum wir es nicht geschafft haben, als einzig konstante Partei im neuen Parlament stärkste Kraft zu werden.
Radio Gosen: Woran liegt das denn Ihrer Meinung nach?
Adomeit: Das kann ich jetzt noch nicht abschließend einschätzen, ich denke aber, der fehlende Dialog aller im letzten Parlament vertretenen Parteien war kein Vorteil und könnte für uns dazu geführt haben, dass wir nicht stärkste Kraft geworden sind.
Radio Gosen: Die Konsequenzen daraus werden wie aussehen?
Adomeit: Konsequenzen ziehen kann man ja erst immer dann, wenn man ganz genau weiß, woran es letztlich gelegen hat. Wenn wir das im Vorfeld nicht wissen, können wir auch nicht irgendwelche Konsequenzen aus dem Himmel herbeizaubern. Das wird sich alles in den nächsten Tagen zeigen.
Radio Gosen: Bleiben Sie Präsident des Unionsparlaments?
Adomeit: Wegen der Sitzverteilung kann ich das jetzt noch nicht einschätzen. Grundsätzlich stehe ich zur Verfügung. Alle weiteren Dinge werden sich zeigen.
Radio Gosen: Herr Adomeit, danke für das Gespräch.