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Grünschnabel
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Registriert: Fr 9. Jul 2010, 22:58
Die Kamera fährt von einer rockigen Melodie begleitet auf die beiden Gesprächspartner zu. Moderator Jean-Jacques Morbier sitzt auf einem erhöhten Stuhl seinem heutigen Talk-Gast gegenüber

Jean-Jacques Morbier: Herzlich willkommen bei unserer wöchentlichen Kurz-Talkshow auf SP24. In fünf Minuten stellen sich unsere Gäste aus Politik und Society kritischen Fragen. Heute können wir unserem Studio Politprominenz begrüßen. Herzlich willkommen, Prof. Dr. Sylvain Rousseau-Mason!

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Sylvain Rousseau-Mason: Immer wieder gern. Ist ja immerhin schon knapp drei Jahre her, dass ich in Ihrer Sendung zu Gast war.

Jean-Jacques Morbier: Richtig, ihr letzter Besuch liegt inzwischen drei Jahre zurück. Sie waren damals Kanzler der Demokratischen Union. Bei der nun anstehenden Wahl gehen Sie als Kanzlerkandidat der FLA ins Rennen. Hand aufs Herz - welche Chancen rechnen Sie sich aus?

Sylvain Rousseau-Mason: Die Chancen stehen nach neuesten Prognosen recht gut. Die letzten Umfragewerte beinhalteten die Unionskanzlerin Bont von der KDU, die ja nun bekanntlich nicht mehr antreten wird. Nun gilt es, insbesondere die konservativen Wählerschichten anzusprechen.

Jean-Jacques Morbier: Die KDU steht vor ihrer größten Zerreißprobe in ihrer Geschichte. Wie bewerten Sie die letzten Tage?

Sylvain Rousseau-Mason: Selbstredend ist das ganze sehr, sehr bitter. Die mitgliedsstärkste Partei der Union wird nicht auf dem Wahlzettel stehen, und das bedauerlicherweise wegen eines Formfehlers. Ich persönlich bewerte die Situation jedoch nicht durchweg negativ. In der kommenden Legislaturperiode wird es gelten, programmatische Inhalte der KDU im Parlament zu platzieren. Die Zusammenarbeit lief nicht immer reibungslos, letztendlich war diese aber sehr erfolgreich.

Jean-Jacques Morbier: Erfolgreiche Politik bedeutet jedoch auch, gesellschaftlich Impulse zu setzen. Wie wollen Sie dies in der kommenden Legislaturperiode besser machen als bisher?

Sylvain Rousseau-Mason: Der demographische Wandel in der Union erschwert uns Politikern selbstredend das Leben. Wenig junger Nachwuchs, viel erfahrene jedoch auch wenig kompromissbereite Politelite. Diese Kombination wird auf Dauer nicht gut gehen können. Wir benötigen frisches Blut im Land. Dies wird ein vordringlicher Punkt auf der Agenda der FLA sein.

Jean-Jacques Morbier: Was haben sich die Zuschauer unter dem Programmpunkt "Frisches Blut" vorzustellen?

Sylvain Rousseau-Mason: Dieser besteht letztlich aus mehreren, äußerst arbeitsreichen Blöcken. Erstens müssen die Strukturen vereinfacht werden. Hierzu zählen die überfällige Reform der Legislative und eine Überprüfung der Kompetenzverteilung zwischen Union und Ländern. Zweitens bedarf unser Land einen optisch ansprechenden und vollständigen Internetauftritt. Klare Kommunikation muss die Prämisse sein. Drittens sind potentielle Neubürger mit diesen klar definierten und leicht verständlichen Strukturen an die Politiklaufbahn heranzuführen. Dieser Drei-Punkte-Plan wird zum Erfolg führen.

Jean-Jacques Morbier: Ich vermisse einen Punkt, konkret Ihr persönliches Steckenpferd: Die Warensim. Gehen von dieser keine Impulse aus?

Sylvain Rousseau-Mason: Sehen Sie, die Warensim ist im Endeffekt eine Abbildung eines kompletten Warenkreislaufes. Dieser rundet die Wirtschaft der Union ab und bietet neue Möglichkeiten. Jedoch zu glauben, dass die Warenwirtschaft allein Neubürger anlocken wird, ist ein Ammenmärchen.

Jean-Jacques Morbier: Ihr heißester Konkurrent ist Sean William Connor von der SPDU. Was halten Sie von ihm?

Sylvain Rousseau-Mason: Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Persönlich kenne ich ihn nicht, beruflich jedoch hatte ich bereits die zweifelhafte Ehre. Der Kollege Connor ging als Kriegskanzler in die Geschichtsbücher ein - ob hier eine kreativ gestaltende Hand zu erwarten ist, ist äußerst fragwürdig. Die SPDU wäre mit einem Kanzlerkandidaten Kauli sicherlich besser gefahren.

Jean-Jacques Morbier: Letzte Frage: Sie selbst haben eine sozialdemokratische Vergangenheit und haben sich politisch gewandelt. Können Sie sich eine Koalition mit der SPDU vorstellen?

Sylvain Rousseau-Mason: Eine solche Koalition wäre sicherlich die Ultima Ratio. Ich halte nicht viel von polemischen Sprüchen à la "Lieber tot als rot". Fakt ist jedoch, dass die aktuelle SPDU-Liste eine Mogelpackung darstellt. Wer die gemäßigte SPDU wählt, stimmt automatisch auch für einen Einzug der Sozialisten, die sich auf den Hinterbänken der SPDU-Liste eingenistet haben. Welche Impulse von den Linken zu erwarten sind, haben wir in der zurückliegenden Legislaturperiode gesehen: Null Aktivität, null Anträge, keine Kreativität. Nein, die Rest-VL ist nicht koalitionsfähig.

Jean-Jacques Morbier: Ich danke Ihnen für das Gespräch. Liebe Zuschauer, ich wünsche Ihnen einen schönen Abend, weiter geht es mit der Dokumentation "Kampf um den Südpol"....
 

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Grünschnabel
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Grünschnabel

Beitrag von SP24 »

Die Spannung steigt: Die Bürgerinnen und Bürger der Demokratischen Union sind noch bis 20 Uhr aufgerufen, ihre Stimme bei der 31. Unionsparlamentswahl abzugeben. Nach neuesten Hochrechnungen kommt erstmals seit langer Zeit die absolute Mehrheit für eine Liste in greifbare Nähe. Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts DOP kommt die von Kanzlerkandidat Rousseau-Mason angeführte FLA auf 49,5 Prozent. Deutlich abgeschlagen werden die SPDU mit 31 Prozent und die Liste Sendlhofer mit 16 Prozent gesehen.
 

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