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Projekt: KoM

Verfasst: So 6. Jun 2010, 14:00
von Sean William Connor
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Dr. Sean William Connor

Unionsvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei

der Demokratischen Union

Kanzler ohne Mehrheit (KoM) - eine Vorstellung für die nächste Wahlperiode

Wer es nicht bemerkt hat, der hat die Augen wohl verschlossen: Von dem einst so berüchtigten Innenpolitik-Giganten „Demokratische Union“ ist heute ein Papiertiger übrig geblieben. Gesetze der Regierungen, so umstritten sie auch sein mögen, werden „durchgedrückt“. Mehrheit ist eben Mehrheit, heißt hierzulande das Motto.

Die Öffentlichkeit und die Bevölkerung nehmen diese Mehrheit mit murren zur Kenntnis sind aber noch lange nicht zufrieden.

Der Unionsregierung ist es fraglos gelungen mit einer außenpolitisch profilierten Unionskanzlerin die Demokratische Union als „Gesprächspartner“ auf internationalem Parkett zu etablieren. Vielleicht nicht zur Zufriedenheit aller, aber hier hat die Unionsregierung die Versprechung (oder Androhung) im Koalitionsvertrag erfüllt. Innenpolitisch hat sich, abgesehen von einigen unbedeutenden Ausschreibungen, nichts getan. Die Diskussionskultur ist eingeschlafen.

Für große Reformen ist es zu spät

Es kommt nicht von ungefähr, dass neben mir noch zwei weitere Unionskanzler a.D. Die Union in der Krise sehen (etwa Joeli Veitayaki: „Wenn man sich nicht bald Gedanken über Länderfusion macht, wird die Politik in der DU entgültig zum Stillstand kommen.“) ähnlich äußert sich auch Sylvain Roussau-Mason, der auch in der aktuellen Regierung Verantwortung trägt.

Für große Reformen scheint es mir jetzt zu spät zu sein. Fraglich ist überdies, ob tatsächlich auch eine groß angelegte Reform notwendig ist. Fraglich ist, ob überhaupt eine Reform der Länderbeteiligung oder gar eine Länderfusion notwendig ist.

Dem Volk die Macht – die Diskussionskultur stärken: Exekutive schwächen.

Die Union braucht jetzt eine Stärkung der politischen Beteiligung der Öffentlichkeit und dazu bedarf es eine Schwächung der Exekutiven. Es bedarf einer Regierung, die sich ihrer Mehrheit nicht so sicher sein kann, dass sie alles ohne Diskussion durchdrücken kann, sondern den Dialog sucht. In sechs Wochen stehen wieder Wahlen zum Unionsparlament ein. Ich werde mich als Vorsitzender der SPDU dafür einsetzen, dass die SPDU als bisherige außerparlamentarisch Oppositionspartei zunächst einmal wieder den Einzug in das Unionsparlament schafft. Sollte dieser Einzug gelingen und die SPDU stärkste politische Kraft werden, werde ich darauf hinwirken, dass die SPDU bewusst keinen Koalitionspartner sucht. Ein Kanzler ohne eigene (absolute) Mehrheit im Unionsparlament wäre darauf angewiesen über jedes Gesetzesvorhaben mit den parteipolitischen Vertretern anderer Parteien zu verhandeln und seine Gesetzesvorhaben im Volk zu erklären und für Zustimmung zu werben.

Vorbereitungen sind dennoch notwendig.

Um die Exekutive auch dazu zu bewegen öffentlich Aktiv zu werden müssen zwei Gesetzesänderung vor der nächsten Wahl beschlossen werden.

I.Reform des Wahlgesetzes: Zahl der Abgeordneten

Der § 17 des Wahlgesetzes muss in Einklang mit der Unionsverfassung sein. Die Zahl der Abgeordneten muss verringert werden. Das wird im nächsten Unionsparlament der Fall sein. Eine Verfassungsänderung schreibt eine Anzahl von sieben bis siebzehn Mandate vor.

II.Die Trennung von Amt und Mandat

Das die Mitglieder der Regierung sich in Doppelfunktion im Unionsparlament auch gleichzeitig überwachen sollen widerspricht zwar nicht der Verfassung, aber steht einem tieferen Verständnis der Demokratie doch zu wider. Die Mitglieder der Unionsregierung sollten, probeweise, für eine Wahlperiode – für die nächste – auf ein Mandat im Unionsparlament verzichten, sofern jedenfalls ein anderer Nachrücker aus der eigenen Liste benannt werden kann.

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Verfasst: So 6. Jun 2010, 19:53
von SRM
Spätestens II2 gibt die Personaldecke nicht mehr her. Worauf will die SPDU denn überhaupt hinaus?

Verfasst: So 6. Jun 2010, 19:58
von Ot Helfsen
Original von SRM
Spätestens II2 gibt die Personaldecke nicht mehr her. Worauf will die SPDU denn überhaupt hinaus?
Darauf, dass wir nach der nächsten Wahl den Kanzler stellen, mit oder ohne parlamentarische Mehrheit. ;)

Verfasst: So 6. Jun 2010, 20:34
von Antje Schröder
*schaut zum Chef*

Verfasst: So 6. Jun 2010, 20:35
von Sean William Connor
Original von SRM
Spätestens II2 gibt die Personaldecke nicht mehr her. Worauf will die SPDU denn überhaupt hinaus?
Ich gehe davon aus, dass Sie den Punkt unter römisch zwei Ansprechen, also den letzten Absatz, deshalb die Formulierung nochmal:

Das die Mitglieder der Regierung sich in Doppelfunktion im Unionsparlament auch gleichzeitig überwachen sollen widerspricht zwar nicht der Verfassung, aber steht einem tieferen Verständnis der Demokratie doch zu wider. Die Mitglieder der Unionsregierung sollten, probeweise, für eine Wahlperiode – für die nächste – auf ein Mandat im Unionsparlament verzichten, sofern jedenfalls ein anderer Nachrücker aus der eigenen Liste benannt werden kann.

Meine Überzeugung ist: Wenn bei den nächsten Wahlen ein Unionsparlament gewählt wird, das der SPDU eine relative Mehrheit bringt verzichten wir bewusst auf eine Koalitionsregierung. Ich wäre auch bereit darauf hinzuwirken, dass die Minister eines SPDU geführten Kabinetts nach Kompetenzen und nicht nach Parteibuch ausgewählt werden. Diese Minister hätten die Bedingung eben nicht zusätzlich Mitglieder des Unionsparlaments zu sein.

Verfasst: So 6. Jun 2010, 23:32
von Bernardo Macaluso
Mir ist nicht ganz klar, warum es keine Koalitionsregierung geben sollte. Schließlich muss ein SPDU-Kanzler auch von einer Parlamentsmehrheit gewählt werden. Und dieser "Plan" läuft auf genau eins hinaus: Die Vereinigte Linke soll den SPDU-Kandidaten wählen, ohne selbst an der Macht beteiligt zu werden. Aber ich bin skeptisch, ob es in meiner Partei Fürsprecher dafür gibt

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 09:34
von Laird Glencairn
Wir haben doch jetzt schon erhebliche Schwierigkeiten, für die Länder ausreichend politisches Führungspersonal zu rekrutieren. Woher sollen dann bitte noch die Menschen kommen, die zwar Regierungsarbeit leisten, aber selbst nicht Mitglieder des Unionsparlamentes sind? Da geht der Versuch, das UP zu verkleinern ja völlig in die Hose.

Dass es seit einigen Wahlperioden keine funktionierende Opposition im UP gibt, kann zumindest nicht den Regierungsparteien angelastet werden.

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 09:41
von Joeli Veitayaki
Da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen ;)

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 13:05
von Johannes Georg Graf von Falkenstein
So ein Blödsinn. Sie schaffen nur innenpolitische Destabilität.

Verfasst: Mo 7. Jun 2010, 18:28
von Pandora Friedmann
Original von Laird Glencairn
[...]
Original von Joeli Veitayaki
Da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen ;)
Simoff: Wer war das nochmal, der sich des Missbrauchs von Neben-IDs für politische Zwecke beschwert hat? :rolleyes: