Seite 1 von 3

Morgen...

Verfasst: Fr 7. Mai 2010, 20:34
von Palin Waylan-Majere

Verfasst: Fr 7. Mai 2010, 22:41
von Richard Stresemann
Gibt es eigentlich noch irgendwo auf der Welt ein anderes Land, das sich über die eigene Kriegsniederlage freut ... ?

Verfasst: Fr 7. Mai 2010, 22:47
von Johannes Georg Graf von Falkenstein

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 02:40
von Gunnar Svensson
Da hör ich lieber Power Metal oder Progressive Metal. :D

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 06:11
von Cameron Philips
Original von Richard Stresemann
Gibt es eigentlich noch irgendwo auf der Welt ein anderes Land, das sich über die eigene Kriegsniederlage freut ... ?
Nenn mir eines, dass einen besseren Grund dafür hätte ... Ich wäre im KL gelandet wegen meiner Herkunft. :)

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 07:51
von Tony Gold
Original von Cameron Philips

Nenn mir eines, dass einen besseren Grund dafür hätte ... Ich wäre im KL gelandet wegen meiner Herkunft. :)
Das Volk Deutschlands hat mE sogar die Pflicht sich darüber zu freuen dass man den Krieg verloren hat. Schließlich haben doch eigentlich nicht die Deutschen, sondern die Nationalsozialisten verloren, und die Deutschen wurden lediglich befreit, durch das Einschreiten der USA, der UdSSR, des UK und von Frankreich. Das groß zu feiern halte ich indes auch für überflüssig, aber man sollte nicht auf die Idee kommen die Kriegsniederlage zu bedauern.

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 10:11
von Ot Helfsen
Pauschale Bewertungen helfen selten weiter. Für Befreite war es ein unvergleichlicher Feiertag, für die (auch) danach Leiden ausgesetzten war es subjektiv ganz anders. Alles in allem war es das Ende eines schrecklichen Krieges. Das kann man positiv sehen. Zeitzeugen mögen feiern, die Nachwelt soll erinnern.

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 10:20
von Lord Macshire
Original von Tony Gold
Das Volk Deutschlands hat mE sogar die Pflicht sich darüber zu freuen dass man den Krieg verloren hat. Schließlich haben doch eigentlich nicht die Deutschen, sondern die Nationalsozialisten verloren, und die Deutschen wurden lediglich befreit, durch das Einschreiten der USA, der UdSSR, des UK und von Frankreich. Das groß zu feiern halte ich indes auch für überflüssig, aber man sollte nicht auf die Idee kommen die Kriegsniederlage zu bedauern.
Das Paradoxe ist doch - aus der heutigen Perspektive und auch durch den Einfluss der Alliierten ist der 8. Mai ein Tag der Befreiung - aber wie wäre es, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte. Das klingt absurd - Weltherrschaft ? Nein, sicher nicht. Die Kriegsführung hätte sich natürlich komplett unterscheiden müssen. Hitler wr ja auch kein Feldherr, sondern schlicht ein Wahnsinniger, der das Deutsche Volk in den Abgrund gestürzt hat.

Im SPIEGEL dieser Woche war ein Artikel über das Verhältnis der Russen heutzutage zu Stalin. Ich bin kein Historiker, aber ich würde mutmaßen, daß das Verhältnis der Deutschen zu Hitler heutzutage ähnlich wie das der Russen zu Stalin wäre.

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 10:28
von Cameron Philips
Der erste gute Anfang der Russen war der Mord an der polnischen Elite quasi zuzugeben.

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 12:30
von Melissa Adelaide
Tja, der 8. Mai - ein für uns Deutsche wie ich denke nicht ganz ambivalenzfreier Tag. Für die deutsche Bevölkerung und die deutschen Soldaten - vom einfachen Schützen bis zum nationalsozialistisch unbelasteten, eher "preußischen" Offizier - natürlich zuallererst das ersehnte Ende eines ebenso sinnlosen wie mörderischen Krieges. Den, so ehrlich muss man auch als glühender "Antifaschist" sein, auch Millionen fähnchenschwenkender Mitläufer nicht wirklich gewollt haben. Weil dessen Ziele nicht ihre Ziele waren.

Natürlich auch die Befreiung von einem totalitären und verbrecherischen Regime. Die Befreiung von Rassegesetzen, Volksgerichtshof und Gestapo. Das Ende der Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung geschätzter und liebgewonnener jüdischer Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde.

Für jene die sich in der "Stunde 0" westlich der Elbe aufhielten sicherlich der Tag, ab dem es zunächst noch langsam, innert kürzester Zeit aber in zunehmendem Tempo endlich wieder bergauf gehen sollte. Aber für jene Unglücklichen östlich der Elbe? Der Auftakt zu Flucht, Vertreibung, Enteigung, Vergewaltigung, Verschleppung, Folter, Mord und Terror. Sie gerieten buchstäblich vom Regen in die Traufe. Den Klauen der einen Bestie (Nationalsozialismus) wurden sie von den Klauen der anderen Bestie (Stalinismus, ich bitte zu beachten, dass ich bewusst nicht pauschal "Kommunismus" schreibe!) entrissen. Zu einer dauerhaften und insgesamt stabilen Friedensordnung in Europa, zur bislang historisch größten Freiheit für jedermann war es noch ein langer und für viele schrecklicher Weg. Für manchen, der auf dem Land von übermäßigem nationalsozialistischem Terror ebenso verschont geblieben war wie von den Schrecken des Krieges, begann nun erst sein eigentlicher Leidensweg. Auch das dürfen wir nicht vergessen.

Der 8. Mai, Tag der Befreiung? Für viele Deutsche ja. Für Millionen andere Deutsche und Europäer aber längst noch nicht. Der 8. Mai ist ein Tag zum Nachdenken über Krieg und Frieden, Menschlichkeit und Gerechtigkeit, die Welt wie wir sie haben und jene Ideologien denen manche von uns nachhecheln im Glauben, sie könnten sie noch besser machen.