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Das 21. Jahrhundert
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 16:02
von Nicolas Fournier
Die kommende Weltgesellschaft wird eine kommunistische sein oder eine autoritäre.
Entweder wir nutzen die Möglichkeiten des Internets und des technischen und wissenschaftlichen Fortschritts für die Menschheit und für eine humane, nicht auf Angst, sondern auf Hoffnung und gegenseitigem Vertrauen aufgebauten Weltgesellschaft. Oder wir werden benutzt von speziellen Interessen und einer globalen Elite, die Angst und Misstrauen ausnutzen und Überwachung und Kontrolle als oberstes Leitprinzip verankern wollen.
Jetzt sind wir gefragt. Was für eine Welt wollen wir und was für eine Welt stellen wir uns vor im 21. Jahrhundert?
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 16:57
von Heinrich Julius von Jagonburg
Oder wir werden benutzt von speziellen Interessen und einer globalen Elite, die Angst und Misstrauen ausnutzen und Überwachung und Kontrolle als oberstes Leitprinzip verankern wollen.
Die Welt hat immer schon so funktioniert.
RE: Das 21. Jahrhundert
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 18:24
von Richard Stresemann
Original von Nicolas Fournier
Die kommende Weltgesellschaft wird eine kommunistische sein oder eine autoritäre.
Sehr pessimistisch.
RE: Das 21. Jahrhundert
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 18:27
von Nicolas Fournier
Original von Richard Stresemann
Sehr pessimistisch.
Nun, eine funktionierende kommunistische, also aus Kommunen und ohne zentrale Herrschaft auskommende Gesellschaft, fände ich eine gute Gesellschaft.
Wie hätten Sie's gerne und wie sehen Sie das 21. Jahrhundert?
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 18:31
von Richard Stresemann
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 18:36
von Nicolas Fournier
Das stimmt schon. Ich glaube inzwischen auch eher an Chaostheorie und Zufall (innerhalb eines anthropologisch-biologischen und äußeren naturgegebenen Rahmens) als an einen Geschichtsdeterminismus eines frühen Marx oder anderer.
Aber vielleich exisitiert beides Gleichzeitig. Bliebe auch nur: The future's not ours to see. Aber: Spekulieren macht Spaß.
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 18:43
von Fiete Schulze
Ich nehme die kommunistische..

Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 18:57
von Johan Kalliklesson
Fichte, Nietzsche, Stirner. Wer die gelesen hat, weiß schon einiges.
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 19:44
von Richard Stresemann
Original von Johan Kalliklesson
Fichte, Nietzsche, Stirner. Wer die gelesen hat, weiß schon einiges.
Was denn?
Verfasst: Sa 20. Mär 2010, 19:58
von Johan Kalliklesson
J.G. Fichte:
„Das Ich setzt sich selbst, und es ist, vermöge dieses bloßen Setzens durch sich selbst; und umgekehrt: Das Ich ist, und es setzt sein Seyn, vermöge seines bloßen Seyns. – Es ist zugleich das Handelnde, und das Produkt der Handlung; das Thätige, und das, was durch die Thätigkeit hervorgebracht wird; Handlung, und That sind Eins und dasselbe; und daher ist das: Ich bin, Ausdruck einer Thathandlung“ (GA I, 2, 259).
F. Nietzsche und der Gedanke der Affirmation:
Die alles entscheidende Frage lautet nicht, ob ein Ereignis stattfindet, noch nicht einmal, wie es stattfindet, sondern einzig und allein, wie man es stattfinden lässt, wie man damit umgeht, was man daraus für sich macht, genauer, ob man daraus für sich etwas macht. Es waren die Kyniker und die Stoiker, die als erste den Versuch unternahmen, "sich dessen würdig zu erweisen, was uns zustößt", dem Ereignis positiv, affirmativ entgegenzutreten, statt an ihm zu verzweifeln.
Zu M. Stirner:
Dieses [Stirner'sche] Nicht-Handeln erinnert uns an die Aussage von Lao Tse, der durch Nicht-Tun das Selbst bzw. das Sein zu definieren pflegte. Nicht-Tun heißt nicht, nichts tun, sondern die Dinge (das Sein) so zu lassen, wie sie sind und handeln, ohne handeln zu müssen. Folgende zwei Weisheiten von Lao Tse geben uns das wieder, was Stirner weiter unten sagen wird: "Der Weg bleibt immer im Zustand des Nicht-Tuns, und doch gibt es nichts, das ungetan bliebe." Oder "Ist man beim Nicht-Tun angekommen, bleibt nichts ungetan."