Nachdem sich die große Halle gefüllt hat, betritt Helen Bont das Podium.
Liebe Parteifreunde,
liebe Gäste,
ich begrüße Euch recht herzlich zur zentralen Wahlkampfkundgebung der Konservativ-Demokratischen Union hier im Kongresszentrum von Manuri!
Die letzten vier Monate waren gute Monate für unser Land. Unserem Land wurde nicht nur innenpolitische Stabilität gegeben, sie bedeuteten auch die Befreiung von einer völlig abgehobenen Linksregerierung, die die Arroganz der Macht zu ihrem Markenzeichen erhoben hatte.
Ich bin dankbar dafür, in diesen vier Monaten unserem Land als Aussen- und Verteidigungsministerin dienen zu dürfen. Viel ist auf dem Weg gebracht worden, wie zum Beispiel die Grundlagenverträge mit Melanesi, Albernia oder Dreibürgen, die Umsetzung der Vertragsbestimmungen mit Astor in Form der ersten Regierungskonsultationen oder den Friedensgesprächen zwischen Grasonce und den aufständischen Marangi-Rebellen, um das Blutvergießen auf Saint Monica endlich zu beenden und die Region dauerhaft zu befrieden.
Liebe Freunde, viele reden von Frieden und Völkerverständigung - wir sichern und praktizieren, ohne viel Aufhebens davon zu machen!
Die Verhandlungen über die Etablierung einer RdN-Friedenstruppe gestaltet sich zäh und schwierig. Das ist gut so, zeigt es doch, dass unsere Partner und Freunde im Rat der Nationen nicht leichtfertig mit diesem Thema umgehen. Hier ist viel Überzeugungsarbeit zu leisten, damit in Zukunft der RdN im Falle von Völkermord oder Massenvertreibungen ein Instrument hat, solchen Greueln ein Ende zu bereiten und den Boden für eine friedliche Verständigung zu ebnen. Es geht aber auch darum, im Falle von Naturkatastrophen, humanitäre Missionen im Rahmen des RdN zu ermöglichen.
Damit das aber nicht auf halbem Wege im Sand verläuft, sind wir auf das Vertrauen und die Zustimmung der Menschen in unserem Land angewiesen. Nur mit uns, wird die Demokratische Union eine aktive Rolle in der Welt spielen, nur mit uns wird die Demokratische Union an aussenpolitischem Gewicht gewinnen und nur mit uns wird die Demokratische Union Friedensmacht sein.
Als ich vor etwa vier Monaten zunächst als Verteidigungsministerin, dann zusätzlich als Aussenministerin, Regierungsverantwortung übernahm, übernahm ich eine politische Ruine: die Gespräche in Irkanien über einen sogenannten Sicherheitsrat der westlichen Hemisphäre waren, unter Beteiligung des damaligen Verteidigungsministers Jerkov, im Sande verlaufen, es gab keine Anzeichen dafür, den Grundlagenvertrag mit Astor mit Leben zu erfüllen, einen Neuanfang in den Beziehungen mit Albernia oder Severanien zu wagen, im RdN schwieg die Stimme der Demkoratische Union, dank der Inaktivität des damaligen Vertreters Waylan-Majere, der heute wieder als stellvertretender RdN-Generalsekretär durch Abwesenheit und Inaktivität glänzt und seine Wahlversprechen vermutlich schon längst vergessen hat.
Die Vereinigte Linke war doch noch nicht einmal in der Lage ihre Koalition beisammen zu halten: statt flexibel auf die Kritik am Export von Atomtechnologie nach Assakhien zu reagieren - wobei man im eigenen Land den Atomausstieg betrieb - setzte man lieber Hals über Kopf einen Koalition vor die Türe.
Diese Unionsregierung, an der wir als KDU maßgeblich beteiligt sind, hat dies geändert: wir sind wieder eine geachtetes Land in der internationalen Völkerfamilie.
Wir haben den Willen, die Kraft und die richgtigen Konzepte, um unser Land durch die nächste Legislaturperiode zu führen und dabei über den Zeithorizont einer Legislaturperiode hinaus zu schauen und zu planen:
deswegen setzen wir in der Innen- und Rechtspolitik auch auf neue Wege, wenn die früher favorisierten Wege nicht begehbar sind. Im Klartext: es macht keinen Sinn, an Ideen festzuhalten, die nicht mehrheitsfähig sind und dafür das Land gegen die Wand zu fahren, wenn es sinnvolle Alternativen gibt; wenn die Zusammenlegung von UP und UR seit Jahrzehnten scheitert, dann müssen wir endlich den Mut aufbringen zu sagen, dass diese Idee tot ist und Alternativen anbieten, wie etwa die Unions-Länder-Arbeitsgruppe.
Wir Konservativen sind die einzigen, die eine ausgewogene Politik zwischen freier Wirtschaft und sozialer Solidarität betreiben. Wer sich die Kapitel Wirtschaft, Steuerpolitik sowie Arbeit und Soziales ansieht, der erkennt, dass freie und soziale Marktwirtschaft keine Widersprüche sind, sondern sich einander bedingen: soziale Errungenschaften müssen zuerst erarbeitet werden.
Unsere Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik orientiert sich an unserem humanistischem Menschenbild: die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, ihr Leben und ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, selber darüber entscheiden. Dass ist die Freiheit des Menschen, die unmittelbar mit seiner wirtschaftlichen Freiheit, dem freien Verfügen auch über Produktionsmittel, verbunden ist.
Es entspricht der Würde des Menschen, dass er von seiner Hände Arbeit leben, statt alimentiert zu werden; selber handelndes Subjekt statt fremdbestimmtes Objekt zu sein. Deswegen wollen wir in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, deshalb wollen wir die Flat-Tax und deshalb streben wir eine solidarische Vericherung, die alle gegen die Risiken der Altersarmut, Krankheit oder Pflege absichert.
Wir Konservative stehen für eine Umweltpolitik, die nicht auf Zeang setzt, sondern auf die Einsicht der Menschen in das Notwendige, um die Schöpfung zu bewahren und damit auch nachkommende Generationen in einer lebenswerten Welt wohnen können. Deswegen setzen wir auf Nachhaltigkeit und auf eine Zusammenarbeit von Union und Ländern auf diesem Gebiet.
Und, ja, liebe Freunde, wir stehen ohne wenn und aber zu einer effektiven Landesverteidigung, denn sie ist die Grundlage unserer Souveränität und unserer Freiheit. Bestünde die Welt nur aus Friedensengeln, könnten wir die Unionsstreitkräfte mit Freude abschaffen. Sie ist und bleibt in einer Welt, die von Unsicherheit und struktureller Anarchie nach wie geprägt ist, aber eine Notwendigkeit.
Liebe Freunde,
die Konservativ-Demokratische Union ist nicht nur thematisch, sondern auch personell sehr gut aufgestellt. Es erfüllt mich mit Freude, gemeinsam mit einem starkem Team antreten zu dürfen: gemeinsam mit Hajo Poppinga, einem kompetenten und profiliertem Politiker, Johannes Georg Graf von Falkenstein und Heinrich Julius von Jagonburg, die beide in Imperia zu den profiliertesten Politikern gehören oder Michal Heen, der unser Land als Botschafter in Albernia vertritt.
Gemeinsam mit den vielen anderen Mitstreitern, wie zum Beispiel Victoria Sewell, die ich für Ihre gute Arbeit im Unionsparlament meinen Dank aussprechen möchte, können wir diese Wahl für uns entscheiden, wenn wir einig und geschlossen sind.
Im Saal brandet Applaus auf als Helen Bont geendet hat.