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Zukunft der SPD

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:35
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Nach dem Wahldesaster am Sonntag dreht sich nun in der alten SPD das Personalkarussel.

Steinmeier soll Fraktionsvorsitzer werden, als Parteichef wird der dick Siggi aus Braunschweig gehandelt. Hubertus Heil tritt als General ab, Nahles kommt.

Ich komme mir gerade als niedersächsisches Parteimitglied ziemlich veralbert vor. Der Agenda-Macher Steinmeier, der uns in das Desaster gestürzt hat, soll der kämpfende Oppositionsritter werden und uns wieder auf Fahrt bringen. Und jemand der in Niedersachsen rigoros abgewählt wurde und beispielsweise in Sachen Schulpolitik fast so schlimm wie Wulff war soll Vorsitzender der SPD werden.

So geht es noch weiter bergab...

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:37
von SRM
PLATZECK, PLATZECK! ;)

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:38
von Montgomery Scott
Original von SRM
PLATZECK, PLATZECK! ;)
Wenn Matze dann noch mit der Linken koaliert, fügen sich die Dinge langsam ;)

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:39
von Kathryn Janeway
Ich vermute mal, den Münte werden sie jetzt entgültig ad acta legen, ebenso wie Steinmeier. Hubertus Heil ist zurückgetreten. Ich nehme mal an, die SPD wird wieder mehr nach Links rutschen.

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:41
von SRM
Original von Montgomery Scott

Wenn Matze dann noch mit der Linken koaliert, fügen sich die Dinge langsam ;)
Davon gehe ich aus. Ein wichtiges Signal an die schwarz-gelben Ringelsocken.

RE: Zukunft der SPD

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:47
von Christopher Adomeit
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Nach dem Wahldesaster am Sonntag dreht sich nun in der alten SPD das Personalkarussel.

Steinmeier soll Fraktionsvorsitzer werden, als Parteichef wird der dick Siggi aus Braunschweig gehandelt. Hubertus Heil tritt als General ab, Nahles kommt.

Ich komme mir gerade als niedersächsisches Parteimitglied ziemlich veralbert vor. Der Agenda-Macher Steinmeier, der uns in das Desaster gestürzt hat, soll der kämpfende Oppositionsritter werden und uns wieder auf Fahrt bringen. Und jemand der in Niedersachsen rigoros abgewählt wurde und beispielsweise in Sachen Schulpolitik fast so schlimm wie Wulff war soll Vorsitzender der SPD werden.

So geht es noch weiter bergab...
:rolleyes:

Wer soll's denn deiner Meinung nach machen? Nahles, Ypsilanti und dazu gleich noch die Drohsel und am besten noch Lenin?

Die SPD gerät doch erst dadurch in Schwierigkeiten, dass immer mehr davon abgerückt wird, zu einer Regierungspolitik zu stehen, die vor einigen Jahren betrieben wurde. Nach wie vor waren einige Dinge aus der Zeit Schröder notwendig.

Wenn sich jetzt natürlich einige Verirrte in der SPD mit ultralinken Forderungen zu Worte melden, wirkt das in der Tat unglaubwürdig. Es geht gar nicht darum, dass die SPD nicht wieder ein Stück nach links rutschen soll - das soll sie, das denke ich auch - aber der Wandel, der derzeit versucht wird, ist doch absolut lächerlich.

Da bietet sich "der dicke Sigmar", der im übrigen Goslarer, nicht Braunschweiger (aber ich hörte, Hannoveraner kennen sich über ihre Stadtgrenzen hinweg sowieso nicht aus :P), ist, an.

Daher: Go, Siggi, go. :)

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 16:56
von Patrick van Bloemberg-Behrens
@Adomeit:
Mein Favorit als Vorsitzender wäre Wowereit, als Fraktionsvorsitzende könnte ich mir in der Tat Andrea Nahles gut vorstellen.
Sicherlich sind einige Dinge aus der Ära Schröder gut und richtig gewesen, viele aber auch nicht - und gerade diese hängen bei den Wählern im Kopf fest. Meiner Meinung nach müssen daher komplett neue Leute her und die Partei in den nächsten 4 Jahren wieder hochziehen.

Wie man ernsthaft Sigmar Gabriel ins Gespräch bringen kann, ist mir unklar. Der hat sich als Umweltminister zum Schluss ganz gut gemacht, aber bei dem hängen trotzdessen noch ganz viele negative Sachen nach.

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 17:13
von Christopher Adomeit
Ich sehe nicht, was Sigmar damit zu tun hat.

Im übrigen muss man doch auch einfach zu den Dingen stehen, die man gemacht hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Leute mir nicht glauben, wenn ich 7 Jahre lang mit Nachdruck x betreibe, dass einige Jahre später leugne und y verspreche. Das mit den Versprechen ist in Ordnung, ein Linksrutsch kann und soll passieren - aber an der Glaubwürdigkeit ändert sich gar nichts, wenn wir nicht zu dem stehen, was sehr viele Genossinnen und Genossen vor einigen Jahren noch bejubelt haben - und auch viele von denen, die plötzlich ganz stark dagegen sind.

Ich habe den Eindruck, dass der Name Sigmar Gabriel auf bundespolitischer Ebene kaum verbraucht ist und eher positiv als negativ aufgenommen werden könnte, daher sehe ich darin eine gute Lösung.

Und bei dem, was in Berlin so los ist, weiß ich nicht so recht, ob Genosse Wowereit in den Bund wechseln sollte.

RE: Zukunft der SPD

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 17:22
von Rafael van der Linden
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Und jemand der in Niedersachsen rigoros abgewählt wurde und beispielsweise in Sachen Schulpolitik fast so schlimm wie Wulff war soll Vorsitzender der SPD werden.

So geht es noch weiter bergab...
Gabriel hat sich im Wahlkampf immerhin als mit Abstand flexibelster Populist und markiger Rhetoriker erwiesen. Er könnte einen klaren Oppositionskurs in Wort und Person fassen.

Die Frage, die die SPD aber klären muss ist: Wohin inhaltlich. Die CDU hat ihr in vielen Politikfeldern Mitte-Links durch Kopieren und Adaptieren das Wasser abgegraben. Noch weiter links kommt die Linkspartei. Dieser inhaltlich uninspiriert hinterherzurennen hat schon im Wahlkampf nicht mehr so gezogen. Hinzu kommt die große Glaubwürdigkeitslücke, die die SPD auf dem linken Flügel hat.
Man darf gespannt sein, ob es der SPD gelingt, die Linkspartei als dominierende Setzerin von Themen abzulösen.

Verfasst: Di 29. Sep 2009, 17:26
von Heinrich Julius von Jagonburg
Ehe Andrea Nahles auch nur in irgendeiner Art und Weise noch weiter in die inneren Zirkel der Macht rückt, mache ich von meinem Widerstandsrecht Gebrauch. Diese Frau ist eine Schlange, jedes Mal wenn ich die gesehen habe, läuft es mir eiskalt den Rücken runter.