Meine Urlaubsplanung.
Verfasst: Do 28. Mai 2009, 18:22
Liebe Freunde des kühn geschwungenen Wortes, verfechter des geschriebenen Rechts, ich brauche Eure Hilfe.
Es geht um meine Urlaubsplanung. Denn da gibt es ein kleines Problem.
Ich habe eine Art Abenteuer-Urlaub geplant, irgendwas mit Klettern und auch mal Schießen. Aber kein Jagd-Urlaub, ich schieße nicht gerne auf Tiere.
Onkel Helmut meinte, ich solle doch zur Deutschen Arier-Bruderschaft gehen, die bieten sowas an und Lagerfeuer und deutsches Liedgut ist auch dabei.
Die haben aber alles so kurze Haare und besaufen sich dauernd, also habe ich nach einer Alternative Ausschau gehalten.
Eine Organisation "Dschihad Forever" hat mir daraufhin einen Abenteuer-Urlaub in Afghanistan angeboten. Das Ganze soll einen gewissen ausbilderischen Hintergrund haben, ist aber leider kein offiziell anerkannter Bildungsurlaub. Macht aber nix, ist eigentlich kostenfrei, man muss sich nur Haare und Bart wachsen lassen und so ein Buch mit netten Sprüchen auf arabisch auswendig lernen und alles ist okay.
Also, Ticket schon gebucht, da steht auf einmal heute so ein Mensch mit ganz furchtbar geschnittenen Anzug vor meiner Türe. Er wäre vom Verfassungsschutz und müsste mir einige Fragen zu meinem Urlaub stellen.
Natürlich war ich erst einmal etwas Ratlos. Besonders als es zu Fragen der "Vorfeldstrafbarkeit" kam. Ich wolle auf dem Flughafenvorfeld überhaupt nicht strafbar werden, meinte ich, aber der Herr war nicht wirklich zufrieden.
Er fragte mich, ob ich mir in meinem Urlaub eine Ausbildung angedeihen lassen möchte, die ich für zukünftige Straftaten nutzen möchte.
Mir fiel dazu eigentlich nichts ein. Ein bißchen Rumballern, ich meine ich hab ja damals verweigert weil ich keinen Bock auf Schlammrobben hatte, aber so mal in der Ödnis auf Konservendosen schießen wollte ich immer schon mal. Und mit Fernbedienungen hantieren und Elektroschrott zusammenbasteln, irgendwie schon interessant, wo ich doch sonst einen Bürojob habe, der ziemlich langweilig ist.
Nein, meinte ich, ich möchte die Ausbildung in der Camping-Anlage der Dschihad Forever doch eher als Freizeitaktivität sehen.
Der Mann meinte noch "Wir behalten Sie im Auge" und ging dann.
Alles sehr seltsam. Oder habt ihr heute schon etwas getan, was als Ausbildung für spätere Straftaten nützlich sein könnte? Eine Folge CSI gesehen? Einen Krimi gelesen? Einen Kurzzeitwecker auseinander geschraubt?
Manchmal ist das Leben schon seltsam.
Ich fahr jetzt jedenfalls erst einmal in einen Kurzurlaub. Schwäbische Alb. Kühen beim Grasen zugucken.
Hoffentlich ist das nicht irgendwie verdächtig.
Es geht um meine Urlaubsplanung. Denn da gibt es ein kleines Problem.
Ich habe eine Art Abenteuer-Urlaub geplant, irgendwas mit Klettern und auch mal Schießen. Aber kein Jagd-Urlaub, ich schieße nicht gerne auf Tiere.
Onkel Helmut meinte, ich solle doch zur Deutschen Arier-Bruderschaft gehen, die bieten sowas an und Lagerfeuer und deutsches Liedgut ist auch dabei.
Die haben aber alles so kurze Haare und besaufen sich dauernd, also habe ich nach einer Alternative Ausschau gehalten.
Eine Organisation "Dschihad Forever" hat mir daraufhin einen Abenteuer-Urlaub in Afghanistan angeboten. Das Ganze soll einen gewissen ausbilderischen Hintergrund haben, ist aber leider kein offiziell anerkannter Bildungsurlaub. Macht aber nix, ist eigentlich kostenfrei, man muss sich nur Haare und Bart wachsen lassen und so ein Buch mit netten Sprüchen auf arabisch auswendig lernen und alles ist okay.
Also, Ticket schon gebucht, da steht auf einmal heute so ein Mensch mit ganz furchtbar geschnittenen Anzug vor meiner Türe. Er wäre vom Verfassungsschutz und müsste mir einige Fragen zu meinem Urlaub stellen.
Natürlich war ich erst einmal etwas Ratlos. Besonders als es zu Fragen der "Vorfeldstrafbarkeit" kam. Ich wolle auf dem Flughafenvorfeld überhaupt nicht strafbar werden, meinte ich, aber der Herr war nicht wirklich zufrieden.
Er fragte mich, ob ich mir in meinem Urlaub eine Ausbildung angedeihen lassen möchte, die ich für zukünftige Straftaten nutzen möchte.
Mir fiel dazu eigentlich nichts ein. Ein bißchen Rumballern, ich meine ich hab ja damals verweigert weil ich keinen Bock auf Schlammrobben hatte, aber so mal in der Ödnis auf Konservendosen schießen wollte ich immer schon mal. Und mit Fernbedienungen hantieren und Elektroschrott zusammenbasteln, irgendwie schon interessant, wo ich doch sonst einen Bürojob habe, der ziemlich langweilig ist.
Nein, meinte ich, ich möchte die Ausbildung in der Camping-Anlage der Dschihad Forever doch eher als Freizeitaktivität sehen.
Der Mann meinte noch "Wir behalten Sie im Auge" und ging dann.
Alles sehr seltsam. Oder habt ihr heute schon etwas getan, was als Ausbildung für spätere Straftaten nützlich sein könnte? Eine Folge CSI gesehen? Einen Krimi gelesen? Einen Kurzzeitwecker auseinander geschraubt?
Manchmal ist das Leben schon seltsam.
Ich fahr jetzt jedenfalls erst einmal in einen Kurzurlaub. Schwäbische Alb. Kühen beim Grasen zugucken.
Hoffentlich ist das nicht irgendwie verdächtig.