Tagesmagazin; Sendung vom 14.04.2009
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 13:24
Guten Tag meine Damen und Herren und willkommen zum Tagesmagazin; wir bringen die Nachrichten.Katholische Kirche wirbt für heterosexuelle Ehe und Monogamie

Erzbischof von Sanct Luca und Metropolit der Demokratischen Union Bernhard LeberDie Katholische Kirche in der Demokratischen Union hat in einem von Metropolit Bernhard Leber verfassten Hirtenbrief zum Karfreitag für die homosexuelle Ehe und die Monogamie geworben. In dem Hirtenbrief, der viel Kritik hervorrief, wird die Ehe als eine von Gott legitimierte Gemeinschaft von Mann und Frau und Ausdruck der Menschenwürde beschrieben, und in der sich die Liebe der Ehepartner in den Kindern fortschenke. Kinder seien Bestandteil der Ehe und des göttlichen Schöpfungswerks. Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Personen seien dagegen nicht nur ein Angriff die göttliche Weltordnung, sondern auch auf die Menschenwürde.
Gleichzeitig geißelt die katholische Kirche die homosexuelle Ehe als Ausdruck der Aufweichung von Wertevorstellungen, die die Wurzel der derzeitigen Krise von Staat und Gesellschaft darstelle.
In dem Hirtenbrief wirbt die Katholische Kirche ebenfalls für die monogame Ehe: Liebe und Ehrfurcht voreinander könnten sich nur in der monogamen Ehe voll entfalten, wo beide, Mann und Frau, in einem solidarischen, in Liebe und Zuneigung zueinander geprägten Bund lebten.
Vereinigte Staaten behalten Todesstrafe bei

In den Vereinigten Staaten von Astor haben sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat die Abschaffung der Todesstrafe abgelehnt. Eine entsprechende Gesetzesinitiative, wonach die Todesstrafe durch eine Freihheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung ersetzt werden sollte, fand in beiden Parlamentskammern keine Mehrheit.
Albernische Regierung lehnt Abrüstung seiner Atomwaffen ab
Während einer Debatte der Generalversammlung des Rats der Nationen hat der albernische Premierminister Bemühungen um eine Abrüstung seines Nukleararsenals eine Absage erteilt. Die meldete die albernische Nachrichtenagentur RBS. Auf eine Frage des auroranischen Prinzipaten, Sam Third, ob Albernia bereit sei, sein Atomwaffenarsenal abzubauen, erklärte der albernische Premierminister, dass in einer Welt, in der sich man sich nicht einmal auf eine nicht-bindende Grundrechtserklärung einige könne, eine weitere Abrüstung des albernischen Verteidigungspotenzials nicht zur Debatte stünde.
Politische Beobachter werten die Einlassungen des Premierministers als äußerst überraschend, da Fragen nach dem albernischen Atomwaffenarsenal bislang weder von den albernischen Regierungen noch dem Militär beantwortet oder kommentiert wurden.
Kanzler-Rücktritt in Freiland
Freilands Parlamentspräsident und kommissarischer Kanzler Jan StoertebeckerIn Freiland ist Kanzler Jan Stoertebecker nach seiner Wahl zum Parlamentspräsidenten vom Amt des freiländischen Kanzlers zurückgetreten, wird aber dieses Amt weiterhin kommissarisch ausüben, damit Freiland nicht regierungslos wird. Stoertebecker kündigt an, so schnell wie möglich eine Neuwahl des Kanzers herbeiführen zu wollen.
Kaiserliche Hochzeit in Chinopien

Im Besein hoher Amts- und Würdenträger aus aller Welt haben die chinopische Kaiserin, Amai Li und der chinopische Fürst Tang Yun den Bund fürs Leben geschlossen. Die Hochzeitszeremonie folgte dem alten chinopischen Ritual, dem sich ein Bankett zu Ehren des Brautpaares anschloss.
Präsident im Amt bestätigt
Staatspräsident von Grasonce Jean-Jacques GrenouilleBei einer Wahlbeteiligung von 85% ist in der Volksrepublik Grasonce Staatspräsident Jean-Jacques Grenouille von der Kommunistischen Partei mit 98% der gültigen Stimmen im Amt bestätigt worden. Lediglich 2% sollen gegen gestimmt haben. Gegenkandidaten gab es keine.
Heiliger Stuhl billigt Todesstrafe

In einer Ezyklika "Condignus poena", hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Innozenz V. die Verhängung von Todesstrafen gegen Verbrecher gebilligt. Die Todesstrafe sei schon immer ein Instrument des Rechtsstaates zur Abschreckung gewesen, die gegen die jenigen verhägt werde, die ein schlimmes Verbrechen begangen hätten. Der Papst befürwortet die Todesstrafe als gesellschaftliches Schutzinstrument: die Todesstrafe solle die Gesellschaft vor solchen Menschen schützen, die sich eines schweren Verbrechens schüldig gemacht hätten. Wörtlich heißt es in der Enzyklika: "Die braven Menschen müssen geschützt werden – diejenigen die sich gegen sie und die Regeln vergehen, müssen daher fortgeschafft werden. Ins Gefängnis, so ihr Vergehen ein geringes war, in den Tod, so es ein grausames Verbrechen war."
Der Schutz des Gemeinwohls der Gesellschaft erfordere es, dass der Angreifer außerstande gesetzt werde Schaden anzurichten. Aus diesem Grund habe die überlieferte Lehre der Kirche die Rechtmäßigkeit des Rechtes und der Pflicht der gesetzmäßigen öffentlichen Gewalt anerkannt, der Schwere des Verbrechens angemessene Strafen zu verhängen, ohne in schwerwiegendsten Fällen die Todesstrafe auszuschließen. Aus analogen Gründen hätten die Verantwortungsträger das Recht, diejenigen, die das Gemeinwesen, für das sie verantwortlich seien, angreifen, mit Waffengewalt abzuwehren.
Die Strafe solle in erster Linie die durch das Vergehen herbeigeführte Unordnung wiedergutmachen. Werde sie vom Schuldigen willig angenommen, gelte sie als Sühne. Zudem habe die Strafe die Wirkung, die öffentliche Ordnung und die Sicherheit der Personen zu schützen. Schließlich habe die Strafe auch eine heilende Wirkung: sie solle möglichst dazu beitragen, dass sich der Schuldige bessere, daher dürfe auch die Todesstrafe als Mittel zum Schutze des Gemeinwohls nicht grundlegend außer Acht gelassen werden.