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Gespräch mit dem Unionsbankpräsidenten
Verfasst: So 12. Apr 2009, 17:59
von Palin Waylan-Majere
*PWM empfängt den Unionsbankpräsidenten Schenk-Pfeiffer, den er ins Kanzleramt geladen hat, es stehen Erdnüsse und ein großes Glas stilles Wasser auf dem Tisch bereit*
Schönen guten Abend Signore!
Ich will ohne große Umschweife gleich zum eigentlichen Problem kommen.
Es gibt da ein hässliches Gerücht über angeblich illegale Geschäfte, die über die DU abgewickelt worden sein sollen, das im Rahmen einer Geldmengenerhöhung der Federal Reserve Bank of Astor in der VETO
zur Sprache kam.
Wissen Sie zu diesen Vorgängen genaueres?
Verfasst: So 12. Apr 2009, 18:32
von Hans-Adam Schenk Pfeiffer zu Lissa
Schenk Pfeiffer nimmt ein Schluck Wasser und beginnt dann...
Im Mai des vergangenen Jahres wurde die Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten leergepumpt. Und zwar hat jemand unter verschiedenen falschen Namen so viele Kredite vergeben, dass keine Geldreserven mehr übrig waren. Das Geld ist dann über die Union nach Albernia und von dort höchstwahrscheinlich nach Aurora transferiert worden.
Ich habe überdies Herrn Dr. Montary als VETO-Vertreter der Unionsbank beauftragt, offiziellen Protest einzulegen.
Verfasst: Mo 13. Apr 2009, 04:22
von Palin Waylan-Majere
Soso... hmm. *trinkt einen Schluck Wasser und setzt zu einer Reihe von Fragen an, hält aber noch einmal kurz inne, nimmt eine Erdnuss und zerbeißt sie hörbar*
Die falschen Namen sowie die damit verbundene rechtswidrige Kreditvergabe liegt ja außerhalb unseres Kompetenzbereiches, richtig? Wurden die Strafverfolgungsbehörden informiert?
Ist auch Albernia von diesem Embargo betroffen und wann wurde es eingerichtet, nach dem der Vorfall sich ja schon im Mai letzten Jahres ereignet hatte? Gab es vor dem Embargo Kontakte zwischen Ihnen und den Kollegen aus Astor? Wie kommt ihre Vermutung zustande, das Geld sei nach Aurora abgeflossen?
Verfasst: Mo 13. Apr 2009, 10:10
von Hans-Adam Schenk Pfeiffer zu Lissa
Ich werde Ihre Fragen mal nacheinander abarbeiten.
Die Kreditvergabe liegt in den Händen der astorischen Federal Reserve. Ob und wie dort strafrechtlich weiterverfahren wurde, ist mir nicht bekannt. Dazu kamen noch zwei Dinge schwerwiegend hinzu: Fed-Chef Amerigo Hullander sollte im Juni 2008 als neuer Handels- und Finanzminister der Administration Leo McGarry vereidigt werden, trat nach seinem gesundheitsbedingten Zusammenbruch vor dem Senat dann aber von allen Ämtern zurück. Daneben wurde der Posten des Präsidenten der Unionsbank nach dem Ausscheiden von Herrn von Sorbarban zum Paradies im Mai 2008 nicht wiederbesetzt. Von einer Neubesetzung wurde bis zum August 2008 abgesehen, als ich das Amt übernahm. Ich erhielt dann nur spärlich Informationen zu dem Fall. Das lässt mich annehmen, dass der Kontakt zu der Sache ebenfalls eher schlecht als recht war und für mich sieht es derzeit aus, als wolle die astorische Regierung innenpolitischen mit ihrem ausbleibendem außenpolitischen Tun übertünchen, aber das zu bewerten liegt außerhalb meines Kompetenzbereichs. Hier wurden keine Strafverfolgungsbehörden informiert, weil dies schlichtweg von den Verantwortlichen in den Vereinigten Staaten nicht verlangt wurde. Es gab, so weit meine Informationen reichen auch keinen Kontakt zwischen der Administration und der Unionsregierung, sondern lediglich spärlichen informellen Kontakt zwischen den Notenbanken, der dann abgebrochen wurde, als der technische Administrator des Unionsbanksystems nicht erreichbar war.
Albernia ist den Angaben der Kollegen aus den USA nach nicht mit einem Embargo belegt. Unmittelbar vor dem Embargo wurde die Unionsbankführung nicht konsultiert. Der richtige Ansprechpartner wäre ohnehin das Wirtschaftsministerium gewesen; aber selbst wenn, dann hätte ich die Unionsregierung selbstredend unterrichtet.
Das Problem mit Aurora wurde so in der Presse kommuniziert, nie geleugnet, zumindest nicht von den offiziellen astorischen Stellen, von den aurorianischen selbstverständlich, aber auch nie bestätigt; da sind keine näheren Informationen durchgedrungen. Es gab auch die Problematik, dass billige aurorianische Waren auf dem astorischen Markt, insbesondere den Automobilmarkt dominiert hatten und keiner mehr die teuren astorischen Vehikel kaufen wollte. Das soll gar in Zusammenhang stehen.
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 14:17
von Palin Waylan-Majere
Besten Dank für die Ausführungen, Signore.
Welche Mittel stehen Unionsregierung und Unionsbank zur Verfügung, den oder die Kreditbetrüger aufzudecken bzw. den Transfer wieder rückgängig zu machen? Haben Sie Vorschläge, wie wir die Wirtschaft der DU vor solchen Machenschaften in Zukunft bewahren könnten?
Verfasst: Di 14. Apr 2009, 15:05
von Hans-Adam Schenk Pfeiffer zu Lissa
Sie können im Zuge der Amtshilfe, die völkerrechtlich allerdings nicht verankert ist, der US-Administration anbieten, bei der Strafverfolgung mitzuwirken, jedoch ist dieser Prozess nach meinem Kenntnisstand auch noch gar nicht in den USA angelaufen. Die Unionsbank hat keinen direkten technischen Zugriff auf die Konten, also kann ich da keine Anweisungen an meine Mitarbeiter geben, das Geld zurückzubuchen. Das Manko ist auch ein fehlendes entsprechendes Abkommen mit dem Zielland der Überweisungen: Albernia.
Bewahren kann man die Union selbst vor Kreditbetrug, indem man entweder das Programm umstellt, sodass die Unionsbank Kredite erst in einem weiteren Schritt bewilligen muss oder aber ein kompliziertes Antragsverfahren, welches über die Forensoftware abzuwickeln wäre. Die Union als unfrewilligen Mittler auszuschalten, da wären die Optionen Abschottung vom Ausland oder Kontrolle jeglicher Geldflüsse aus dem und ins Ausland, also quasi eine Verzollung der Geldströme, was ebenfalls eine Umprogrammierung der Software benötigen würde. Ich rate von beidem aus nationalökonomischen Gründen ab und empfehle stattdessen den Aufbau einer internationalen Organisation gegen Kreditbetrug mit dem Element der internationalen Amtshilfe. Länder, die diesem nicht beitreten oder dieses faktisch nicht umsetzen, könnte man mit einem internationalen Gesamtwirtschaftsembargo belegen.
Verfasst: Do 16. Apr 2009, 02:57
von Palin Waylan-Majere
Also werden derzeit gar keine Zölle eingezogen (gemäß
§ 6 UStG)? ?(