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Kathedrale von Lüderitz

Verfasst: So 29. Mär 2009, 08:52
von Bernhard Leber
Die Kathedral von Lüderitz

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Verfasst: So 29. Mär 2009, 09:55
von Jennifer Volpart
Jenny geht in die Kirche...

Verfasst: So 29. Mär 2009, 09:58
von Bernhard Leber
Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Liebe Gemeinde,
wir lesen in der Heiligen Schrift:
"Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn. Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind."

Es singt der Kirchenchor.

Liebe Gemeinde,
"Wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat". Wer nicht glaubt, hat sich selbst bestraft; dafür bedarf es nicht des Zornes Gottes. Warum aber bestraft derjenige sich selbst? Weil er im Finstern sitzt. Weil er das Licht Gottes nicht hat und die Wärme Gottes nicht spürt.
Wie kommt es, dass viele Menschen nicht an Gott glauben? Warum sind so viele gleichgültig, warum bedeutet ihnen Gott nichts, warum fühlen sie sich nicht hingezogen zu dem, der unser Schöpfer und himmlischer Vater ist? Oder um es mit den Worten Jesu zu sagen: „Warum lieben sie die Finsternis mehr als das Licht?“
Wer kennt nicht die folgende Situation? Wir erwachen schweißgebadet aus einem Albtraum. Sofort tasten wir nach dem Lichtschalter; und wehe, wenn jetzt das Licht nicht angeht, dann geraten wir in Panik. Nicht anders verhält es sich mit dem Licht des Glaubens. Das Licht steht in der Bibel für die Liebe Gottes, ohne die kein Mensch und kein anderes Geschöpf bestehen könnte. Die endgültige Sonnenfinsternis würde uns allen den Tod bringen, ebenso wie die völlige Gottesfinsternis.
Auf der Erde ist die Gottesfinsternis zum Glück niemals absolut: auch Menschen, die davon überzeugt sind, auch ohne Gott gut leben zu können, leben in Wahrheit jeden Tag von seinen Gaben und von seiner Liebe. Denn alles was wir haben, sogar unsere Existenz, verdanken wir Gott. Die Gottlosen sind darum schon ein merkwürdiger Menschenschlag, von denen es bereits in Psalm 53 heißt: "Die Toren sprechen in ihren Herzen: Es gibt keinen Gott. Sie essen Gottes Brot, doch seinen Namen rufen sie nicht an."
Aber wie ist es mit uns, die wir glauben, denen Gott wichtig ist, die wir seinen Namen anrufen? Wenn man nur noch der einzige in der Familie ist, der glaubt, in die Kirche geht und seinen Glauben bekennt? Ist es da nicht einfacher, sich der Mehrheit zu beugen, sich vom Sog der anderen mitziehen zu lassen?
Glauben kostet Kraft. Er kostet umso mehr Kraft, je mehr sich die Gesellschaft säkularisiert und glaubt, damit "modern" zu sein. Glauben kostet aber auch Kraft, weil es oft nicht nur kein Kob einbringt, sondern häufig auch bissige und giftige Kommentare. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mir zu meiner Begrüßung von höchster staatlicher Stelle mitgeteilt wurde, die Kirche und der Glauben seien gesellschaftlich irrelevant.
Trotz der Ablehnung, die uns oft entgegenschlägt, sollten wir uns nicht irre machen lassen. Ein Christ der frühen Kirche, Theophil von Antiochien, bringt es auf den Punkt: „Wenn die Blinden nicht sehen, heißt das nicht, dass die Sonne nicht scheint!“Das Licht der Liebe Gottes scheint auf uns – ob es die Blinden sehen oder nicht.
Und Gottes Versprechen gilt: Wer an seinen einzigen Sohn glaubt, wird nicht zugrundegehen, sondern das ewige Leben haben.
Die vielen aber, die sich verstecken vor Gott und die Augen zupressen: Vielleicht erreicht sie doch noch einmal irgenwo ein starkes Licht – ein Flutlicht geradezu – dass sie aufwachen. Dass sie die Leere und Ödheit ihres gottvergessenen Lebens spüren, dass sie sich nicht länger betäuben mit der pausenlosen Betriebsamkeit, dass sie endlich merken, was Saint-Exupery – der Autor des „kleinen Prinzen“ so ausgedrückt hat: „Man kann nicht leben von Kühlschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln“.
Möge die Liebe Gottes durchdringen durch den Panzer um die Herzen. Mögen die Blinden und Tauben den Ruf hören: „Wach auf du Schläfer, steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein!“
Amen.

Es ertönt die Orgel.

Liebe Gemeinde, lasst uns jetzt gemeinsam unser Glaubensbekenntns sprechen:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Es singt der Kirchenchor.

Lasst uns beten:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Wendet sich der Gemeinde zu und breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Zieht unter den Klängen der Orgel aus der Kathedrale aus.

Verfasst: Di 31. Mär 2009, 21:53
von Kreittmayr
Hat dem Gottesdienst beigewohnt und die läuternde Predigt mit großem Interesse verfolgt.

Verfasst: Do 16. Apr 2009, 12:57
von joukersendler
*besucht die Kathedrale*, Schön hier, vielleicht sollte man in Pinzgau auch eine bauen ;)

Verfasst: Do 16. Apr 2009, 15:22
von Stanislav Goldmann
* Geht in den leeren Beichtstuhl um dort in Ruhe über seine Zwangsausbürgerung nachzudenken. *

Verfasst: Fr 17. Apr 2009, 16:55
von Kreittmayr
Dankt dem Herrn für ihre plötzliche Genesung.

Verfasst: Do 11. Jun 2009, 10:56
von Bernhard Leber
Zieht unter den Klängen der Orgel in die Kathedrale ein.

Liebe Gemeinde, in der Heiligen Schrift lesen wir Jesu Wort:
"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt. Da stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit."

Es singt der Kirchenchor.

Liebe Gemeinde,
das Wort Wort "Fronleichnam" bedeutet "Leib des Herrn". Heute feiern wir das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". An diesem Tag erinnern wir uns besonders auch an jene Worte, die Jesus an seine Jünger richtete. Er gibt ihnen das Brot und sagt: "Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird". Und er reicht ihnen den Wein und sagt: "Das ist ... mein Blut, das für Euch ... vergossen wird zur Vergebung der Sünden."
Erleuchtet vom österlichen Licht und erfüllt vom Heiligen Geist des Pfingstfestes, feiern wir heute das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, indem wir erkennen: die wahre Bedeutung dieses Brotes ist, das es für die Menschen Erlösung bedeutet und die Offenbarung des Dreifaltigen Gottes. Denn Jesus gibt uns kein gewöhnliches Brot. Er selbst ist dieses Brot, das "Brot vom Himmel", die "Seelenspeise", wobei es die Seele ist, die uns mit Gott verbindet. Und so soll uns dieses Brot in der Gottverbundenheit nähren und stärken.
Dieses Brot bezeichnet aber auch das Wesen der Heiligen Katholischen Kirche: Ein Brot ist es. Darum sind wir alle ein Leib, denn wir alle haben Teil an diesem einen Brot.
Christus, das Brot des Lebens, fällt nicht vom Himmel herab. Es lässt sich nur durch die Heilige Katholische Kirche vermitteln und verteilen. Beides gehört zusammen: Jesus Christus ist das Haupt des Leibes. Der Leib aber ist die Heilige Katholische Kirche. Die Kirche ist mit Jesus Christus eins.
Wer die Kirche nur als reine Institution betrachtet, kann diese Einheit nicht begreifen. Die sakramentale Einheit von Jesus Christus und Kirche ist aber nur erlebbar, wenn wir uns wirklich um den inneren Frieden in der Kirche bemühen und uns einander annehmen.
An diesem Hochfest des Leibes und Blutes Christi wird uns bewusst: Christus ist unsere Lebensachse und unsere tragende Mitte, um die wir immer wieder auf's Neue bemüht sein müssen.
Amen

Es singt der Kirchenchor und es spielt das Kirchenorchester.

Liebe Gemeinde, wir sprechen un das Glaubensbekenntnis:

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Messdiener bringen den Kelch mit Korporale und Kelchtüchlein und das Meßbuch zum Altar. Der Erzbischof nimmt die Schale mit dem Brot, hält sie über den Altar und spricht leise. Dann stellt er die Schale auf das Korporale. Als nächstes gießt er Wein und ein wenig Wasser in den Kelch und spricht wieder leise. Der Kelch wird anschliessend über den Altar gehalten. Auch der Kelch wird auf das Korporale gestellt. Nun verneigt sich der Erzbischof davor. Dann wäscht er sich die Hände.

Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, daß er die Gaben der Kirche annehme zu seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt.

Herr, unser Gott, wir bringen das Brot dar, das aus vielen Körnern bereitet, und den Wein, der aus vielen Trauben gewonnen ist. Schenke deiner Kirche, was die Gaben geheimnisvoll bezeichnen: die Einheit und den Frieden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, Heiliger Vater, immer und überall zu danken durch Deinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er ist Dein Wort, durch ihn hast Du alles erschaffen. Ihn hast Du gesandt als unseren Erlöser und Heiland: Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Um Deinen Ratschluß zu erfüllen und Dir ein heiliges Volk zu erwerben, hat er sterbend die Arme ausgebreitet am Holze des Kreuzes. Er hat die Macht des Todes gebrochen und die Auferstehung kundgetan. Darum preisen wir Dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob Deiner Herrlichkeit. Amen.

Hosanna in excelsis deo! Ja, Du bist heilig, großer Gott, Du bist der Quell aller Heiligkeit

Sende Deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib ...

Der Erzbischof macht ein Kreuzzeichen über Schale und Kelch.

... und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.
Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und esset alle davon: das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.

Der Erzbischof zeigt der Gemeinde nun die konsekrierte Hostie, dann legt er sie auf die Hostienschale und macht eine Kniebeuge.

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach:

Nehmet und trinket alle daraus: das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Der Erzbischof zeigt der Gemeinde den Kelch, dann stellt er ihn auf das Korporale und macht eine Kniebeuge.

Geheimnis des Glaubens: Deinen Tod, o Herr verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit. Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Deines Sohnes und bringen Dir so das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles dar. Wir danken Dir, daß Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen. Wir bitten Dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut, und laß uns eins werden durch den Heiligen Geist. Gedenke Deiner Kirche auf der ganzen Erde, und vollende Dein Volk in der Liebe, vereint mit unserem Papst Innozenz V. und allen Bischöfen und Erzbischöfen, unseren Priestern und Diakonen und mit allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.

Der Erzbischof erhebt Hostienschale und Kelch und spricht:

Durch Ihn und mit Ihm und in Ihm
ist Dir, Gott, allmächtiger Vater,
in der Einheit des Heiligen Geistes
alle Herrlichkeit und Ehre
jetzt und in Ewigkeit!
Amen.

Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht. Darum wagen wir zu sprechen:

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir:
Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden.

Gebt nun einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung!

Der Erzbischof bricht die Hostie über die Schale in mehrere Teile zum Zeichen, daß alle von demselben Brot essen und an dem einen Leib Christi teilhaben. Ein kleines Fragment der Hostie senkt er in den Kelch. Der Kirchenchor singt inzwischen:

"Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
erbarme dich unser.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
gib uns deinen Frieden.
Amen."

Der Erzbischof macht eine Kniebeuge, nimmt ein Stück der Hostie, hält es über der Schale und spricht, zur Gemeinde gewendet, laut:

Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.

Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.

Die Gläubigen, die am Abendmahl teilnehmen, kommen nach vorne, während die Orgel ertönt.

Zu jedem Abendmahlteilnehmer:

Der Leib Christi!

Nachdem alle am Abendmahl teilgenommen und wieder ihre Plätze eingenommen, singt der Kirchenchor.

Breitet die Arme aus:

Der Herr beschütze dich und behüte dich,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Antlitz auf dich und
schenke dir seine Liebe und seinen Frieden.

Beschreibt mit der rechten Hand ein Kreuz:

Amen.

Es ertönt die Orgel.

Zieht unter den Klängen der Orgel aus der Kathedrale aus.

Verfasst: Do 11. Jun 2009, 11:19
von Gustav von Struve
*wirft seine Spende in die Spendenbox und geht*

Verfasst: So 14. Jun 2009, 16:50
von Peter Vain
*Schaut sich die Kathedrale an und zuendet eine Kerze an.*