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Antrag 2009/02/02 Gesetz zur Änderung des Bildungsgesetzes für die Republik Imperia
Verfasst: Mo 16. Feb 2009, 14:29
von Michael Schneider
Wolfgang Müller hat folgenden Gesetzesantrag eingebracht. ich eröffne heirmit die Aussprache.
Gesetz zur Änderung des Bildungsgesetzes für die Republik Imperia
§1
(1) §4 (1) des Gesetzes wird in folgende Form abgeändert:
Die Aufgabe der Schulen ist es, jeden jungen Menschen unbeachtet seiner Herkunft, seiner ethnischen Zugehörigkeit, seines Geschlechts, seiner sexuellen Neigung, körperlichen Verfassung und seiner wirtschaftlichen Lage den Zugang zu Wissen und Fähigkeiten zu ermöglichen.
(2) §4 (2) des Gesetzes wird in folgende Form abgeändert:
Die Schulen haben in Erfüllung ihrer Pflichten auch den Auftrag, den Schülern, über die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten hinaus, ein tolerantes, weltoffenes, demokratisches, fried- und freiheitsliebendes Weltbild zu vermitteln.
§2
Der §5 wird gestrichen und wie folgt neugefasst:
(1) Das Schulwesen wird in verschieden Schularten gegliedert, um dem jeweiligen Bildungsziel gerecht zu werden.
(2) Schularten sind:
1. Die Grundschule,
2. Die Oberschule,
3. Die berufsbildenden Schulen (Fachschule, Berufsschule),
4. Die Sonderschule für körperlich oder geistig Beeinträchtige.
(3) Diese sind gegliedert in
1. die Primarstufe,
2. die Sekundarstufe I,
3. die Sekundarstufe II.
§3
der §6 wird gestrichen und wie folgt neugefasst:
(1) In der Grundschule werden in sechs Jahren die grundlegenden Kenntnisse für den Fortgang der Bildung in der Sekundarstufe gelegt.
(2) Die Integrierte Gesamtschule führt:
a) nach der neunten Klasse zur Berufsreife als einen Abschluss der Sekundarstufe I mit der Möglichkeit zur Berufsausbildung.
b) nach der zehnten Klasse zum qualifizierenden Abschluss der Sekundarstufe I mit einer erweiterten allgemeinen Bildung. Er berechtigt zum Besuch der Sekundarstufe II, neben der Möglichkeit der Berufsausbildung.
(5) Die berufsbildenden Schulen haben die Aufgabe, fachliche und theoretische Kenntnisse über den spezifischen Beruf aufzubauen und die allgemeine Bildung zu vertiefen.
(6) Die Sonderschule (umfasst alle Einrichtungen mit dieser Bezeichnung, egal für welche Schülergruppe sie ist) ermöglicht körperlich bzw. geistlich behinderten Menschen einen Schulabschluss im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die Sonderschule sind immer einer Schulstufe zugeordnet.
§4
der §14 wird gestrichen und wie folgt neugefasst:
(1) Ethik ist ein reguläres Schulfach.
(2) Schülerinnen und Schüler können auf eigenen Wunsch hin am Fach Religion teilnehmen.
(3) Schulen können katholischen, evangelischen, muslimischen und jüdischen Religionsunterricht anbieten.
(4) Finden sich weniger als 5 Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe, welche am jeweiligen Religionsunterricht teilnehmen wollen, muss am Ethikunterricht teilgenommen werden.
§5
Dieses Gesetz tritt mit Verkündung in Kraft.
Der Antrag wurde gestellt. Die Aussprache ist eröffnet.
Das Herrenhausmitglied Schneider hat den Antrag gestellt den Imperialkanzler als erstes dazu Stellung nehmen zu lassen.
Verfasst: Mo 16. Feb 2009, 18:47
von Wolfgang Müller
Nun, dass Gesetz ändert das bisherige Bildungsgesetz ab. Statt des bisherigen dreigliedrigen Schulsystems wird in ein durchgehend eingliedriges Schulsystem eingeführt. Die bisherigen drei weiterführenden Schulformen werden in eine zusammengefasst. Dadurch wird eine bessere Durchlässigkeit von unten nach oben gewährleistet. Es gilt als erwiesen, dass das bisherige System immer zu einer sozialen Auslese geführt hat. So haben es bisher Arbeiterkinder immer schwerer aufs Gymnasium zu kommen, als Akademikerkinder.
Eine weitere Neuerung ist die Verschlankung des Berufsschulwesens. Die bisherigen Fachoberschulen und Berufsfachschulen fallen weg, weil diese durch die Integrierten Gesamtschule überflüssig sind.
Weiterhin wird das Religionsunterricht nicht mehr zwingend verbindlich, an dieser Stelle tritt der Ethikunterricht, welcher neutral die Schülerinnen und Schüler an die Werte der einzelnen Religionen, die Werte der Aufklärung, der Demokratie und des Humanismus, sowie philosophische Themen herranführt.
Von meiner Seite fällt mir auf, dass es in §5 (2) "Integrierte Gesamtschule" statt Oberschule heißen muss. Weiterhin kommt bei §6 (2) noch "c) die Sekundarstufe II, bestehend aus den Klassen 11-12, führt zum Abitur, welches zum Studium berechtigt."
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 09:46
von Michael Schneider
Ich lehne dieses Gesetz rundweg ab. Die typische sozialistische Gleichmacherei in der Bildung ist ein Holzweg, denn die Menschen sind von natur aus nicht gleich in ihren Fähigkeiten.
Noch schlimmer ist es anzunehmen eine Gesamtschule könne eine Berufsschule ersetzen, da deren Auftrag nunmal gänzlich anders ist und ein solches Monstrum an Schulaufbau ich mir gar nicht vorstellen will.
Und dass Sie ein gottloser geselle sind haben sie ja schon bewiesen. Aber schon jetzt kann man freiwählen nicht am Religionsunterricht teilzunehmen sondern stattdessen Ethik. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich am liebsten verlangen würde alle Schüler alle großen Weltreligionen gleich unterrichten zu lassen, anstatt einen Unfug wie Ethik, der sowieso Teil andere Unterrichtsfächer wie Politik, Sprachen, Geschichte ist.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 10:34
von Wolfgang Müller
Sie sind auf dem Holzweg, die Integrierte Gesamtschule wird in ihrer Art dreizügig sein. Es wird in den Grundfächern Mathematik, Albernisch und Imperianisch A-, B- und C-Kurse. In den übrigen Fächern gäbe es Grund- und Leistungskurse, die Schülerinnen und Schüler könnten wählen, welche sie belegen wollen.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 10:36
von Wolfgang Müller
Hinzuzufügen sind die Wahlpflichtfächer, welche berufsbezogene Unterrichtsinhalte vermitteln, wie bisher die Berufsfachschulen, welche eigentlich Herumpfuscherei sind.
Die Berufsschule bleibt für das duale Berufsausbildungssystem erhalten, sowie für Fachschulausbildungen.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 12:58
von Michael Schneider
Dann brauchen wir ja auch keine teure Zusammenlegung und können das System erhalten.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 13:35
von Wolfgang Müller
Die Zusammenlegung ist nicht teuer. Am Ende haben wir ein System, welches effizienter arbeitet, wir bauen sogar Bürokratie ab und geben den Schülerinnen und Schülern durch die Möglichkeit Nebenfächer zu kombinieren und zwischen Leistungsstufen zu wählen sogar mehr Möglichkeiten zur individuellen, freien Entfaltung. Wir erleben zur Zeit einen Wandel, es werden Spezialistinnen und Spezialisten in der modernen Dienstleistungsgesellschaft gebraucht und für diese Gesellschaft ist das bisherige System altmodisch und ineffizient. Es trennt zu früh und auf der Hauptschule werden Begabungen so gut wie gar nicht, auf der Realschule nur eingeschränkt und auf dem Gymnasium erst in der Oberstufe gefördert.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 16:44
von Robert Cullen
(ich weiß nicht ob ich jetzt legal was hier sagen darf... aber ich glaube schon, wenn nicht ignorieren bitte

)
es gibt eine Sache die wurmt mich, der Passus mit der Ethik, lieber sollte man es so formulieren, dass die Wahl zwischen Ethik und Religion besteht.
An sich, dass alle zusammen sind, finde ich nicht schlecht, aber man sollte die Kurse nach Graden zusammenlegen. Es wird eh jeweils mehr als einen Kurs geben, also lieber so aufteilen, das begabte gefördert werden und äh... die die etwas auf dem Schlauch stehen, auch zusammen, ich denke, so kann man besser fördern und kommt dem jeweiligen Schüler nahe. Ich weiß selber noch aus meiner Schulzeit, wie nervtötend es ist, wenn man was weiß und einer stunden braucht es zu verstehen.
Klar kann man auch aufsteigen, wenn man sich mausert. Oder wenn man merkt, man hat jemanden übersehen. Ich finde das fehlt einfach noch. Man könnte auch eine Sommerschule für die einführen, die gerne nach "oben" wollen aber denen noch ein wenig fehlt. Das man durch die Schule, wie Realschule oder so abgestempelt wird, ist und bleibt ein Problem, dass man aber durch die Gesamtschule lösen kann, wenn genug Lehrkräfte und Räume zur Verfügung stehen. Nicht so wie in diesem einen Land, mit ihren "Regionalschulen", das ist Sparmaßnahme, aber keine Verbesserung.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 18:51
von Wolfgang Müller
Original von Robert Cullen
(ich weiß nicht ob ich jetzt legal was hier sagen darf... aber ich glaube schon, wenn nicht ignorieren bitte

)
Sie sind doch Mitglied des Herrenhauses, also haben Sie auch Rederecht.
es gibt eine Sache die wurmt mich, der Passus mit der Ethik, lieber sollte man es so formulieren, dass die Wahl zwischen Ethik und Religion besteht.
Die besteht ja.
An sich, dass alle zusammen sind, finde ich nicht schlecht, aber man sollte die Kurse nach Graden zusammenlegen. Es wird eh jeweils mehr als einen Kurs geben, also lieber so aufteilen, das begabte gefördert werden und äh... die die etwas auf dem Schlauch stehen, auch zusammen, ich denke, so kann man besser fördern und kommt dem jeweiligen Schüler nahe. Ich weiß selber noch aus meiner Schulzeit, wie nervtötend es ist, wenn man was weiß und einer stunden braucht es zu verstehen.
Dafür soll es doch A-, B- und C-Kurse, sowie Grund- und Leistungskurse geben.
Klar kann man auch aufsteigen, wenn man sich mausert. Oder wenn man merkt, man hat jemanden übersehen. Ich finde das fehlt einfach noch. Man könnte auch eine Sommerschule für die einführen, die gerne nach "oben" wollen aber denen noch ein wenig fehlt. Das man durch die Schule, wie Realschule oder so abgestempelt wird, ist und bleibt ein Problem, dass man aber durch die Gesamtschule lösen kann, wenn genug Lehrkräfte und Räume zur Verfügung stehen. Nicht so wie in diesem einen Land, mit ihren "Regionalschulen", das ist Sparmaßnahme, aber keine Verbesserung.
Es werden alle Gymnasien, Haupt- und Realschulen in IGSen überführt. Eine Sommerschule, davon halte ich nichts. Es sollte eher Ganztagesunterricht geben, wobei nachmittags Hausaufgabenbetreuung und Förderprogramme sowohl für Schülerinnen und Schüler die hinterherhinken, als auch für Begabte geben.
Verfasst: Di 17. Feb 2009, 19:00
von Robert Cullen
Es geht mir ja um die Fomulierung:
§4
der §14 wird gestrichen und wie folgt neugefasst:
(1) Ethik ist ein reguläres Schulfach.
(2) Schülerinnen und Schüler können auf eigenen Wunsch hin am Fach Religion teilnehmen.
(3) Schulen können katholischen, evangelischen, muslimischen und jüdischen Religionsunterricht anbieten.
(4) Finden sich weniger als 5 Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe, welche am jeweiligen Religionsunterricht teilnehmen wollen, muss am Ethikunterricht teilgenommen werden.
Mein Vorschlag:
§4
der §14 wird gestrichen und wie folgt neugefasst:
(1) Ethik ist ein reguläres Schulfach.
(2) Schülerinnen und Schüler können zwischen den Fächern Religon und Ethik wählen.
(3) Der Religionsunterricht soll Religionen erklären und näher bringen, sich aber nicht auf eine Religion statisch festlegen.
(4) Finden sich weniger als 5 Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe für das jeweilige Fach zusammen, muss am anderen Fach teilgenommen werden.
So ist es schöner.
Grund und Leistungskurse können Sie vergessen, gibt es A B und C ist damit genüge getan. Es ist ja wohl klar, dass nicht jeder zu 100% A Kurse belegen kann. Da sieht man ja schon wo Stärken und Schwächen sind und dass A und B intensiver sind als C und A als B, versteht sich sowieso.
Ich würde lieber bis 16 Uhr, mit normaler Essenpause Unterricht vorgeben, vielleicht in der letzten Stunde dann Sport. An einem Tag könnte man AGs anbieten, das wäre auch interessant. Von Hausaufgaben"hilfe" halte ich nichts. Da die Kurse kleiner sind, sollte genügend Zeit sein, die Kinder an den Stoff heran zu bringen. Für jüngere Kinder könnte man tatsächlich die letzten Stunden "leichter" machen , mit Sport und vielleicht einem "Förderkurs", aber die älteren sollten in der Lage sein, sich Dine zu erarbeiten, darum geht es ja schlussendlich in der Oberstufe.