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Der Holzmichel tritt ab

Verfasst: Sa 7. Feb 2009, 18:02
von Konrad Grimm
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat CSU-Chef Seehofer und Kanzlerin Merkel ersucht, ihn aus seinem Ministeramt zu entlassen. Damit verlässt der unpopulärste Minister der Merkel-Regierung noch vor Beginn des Bundestagswahlkampfs das Boot - mitten in der Wirtschaftskrise, wohlgemerkt.

http://www.faz.net/s/RubF3CE08B362D2448 ... ntent.html

Als Nachfolger wird über den Münchener Unternehmer Prof. Thomas Bauer spekuliert. Der weitgehend unbekannte Schatzmeister der CSU hat in der Lokalpresse entsprechende Andeutungen gemacht.[/quote]

(amüsant übrigens, wenn der weltberühmte "Donaukurier" das echt als erstes gemeldet haben sollte...)

RE: Der Holzmichel tritt ab

Verfasst: Sa 7. Feb 2009, 18:05
von Konrad Grimm
Fehlpost

Verfasst: Sa 7. Feb 2009, 18:15
von Damian Fuller
Wahrscheinlich hat er besseres zu tun. Ausgerechnet in diesen Zeiten, in denen es für eher ordoliberale und solide Fiskalpolitiker nichts zu gewinnnen gibt, als Wirtschaftsminister der Finanzkrise herhalten zu müssen hat nichts.

Verfasst: Sa 7. Feb 2009, 18:15
von pjotr
Frankenstein hört auf? Menno...

Verfasst: Sa 7. Feb 2009, 18:55
von Konrad Grimm
Und jetzt hat der Horst das abgelehnt. Ähm - ist der noch ganz dicht, eine solche lame duck im Amt zu lassen, oder braucht der nen Sündenbock, wenn die CSU bei der Bundestagswahl ne führende "3" beim Wahlergebnis hat...?

Verfasst: So 8. Feb 2009, 16:25
von Montgomery Scott
Original von Damian Fuller
Wahrscheinlich hat er besseres zu tun. Ausgerechnet in diesen Zeiten, in denen es für eher ordoliberale und solide Fiskalpolitiker nichts zu gewinnnen gibt, als Wirtschaftsminister der Finanzkrise herhalten zu müssen hat nichts.
Sehr fantasiereich, die rhetorische Paarung "Ordoliberalismus" und "Michael Glos", wirklich. Wenn Walter Eucken erleben könnte, wie sich Glos einer effektiven Zerschlagung des Oligopols auf dem deutschen Energiemarkt verweigert, würde er ihm kräftig gegens Schienbein treten.

Verfasst: So 8. Feb 2009, 17:09
von Montgomery Scott

Verfasst: So 8. Feb 2009, 17:22
von Isabelle Corinne de La Fayette
Original von Montgomery Scott
Sehr fantasiereich, die rhetorische Paarung "Ordoliberalismus" und "Michael Glos", wirklich. Wenn Walter Eucken erleben könnte, wie sich Glos einer effektiven Zerschlagung des Oligopols auf dem deutschen Energiemarkt verweigert, würde er ihm kräftig gegens Schienbein treten.
Worüber wunderst du dich? Seit sich bis in die letzte Betriebsgruppe der IG Waschen, Schneiden, Legen herumgesprochen hat, dass der Begriff des "Neoliberalismus" eben nicht mehr den sozial ausgewogenen dritten Weg zwischen Laissez-fair-Kapitalismus und Planwirtschaft bezeichnet, sondern zum bloßen Euphemismus für Erstgenannten verkommen ist braucht man eben eine neue Worthülse.

Was liegt da näher als einen gerade bei jüngeren Arbeitnehmern, die dank der gesellschaftlichen Reformen der sozialliberalen Koalition in hoher Zahl höhere Bildung genossen haben, aus dem Geschichts- und Sozialkundeunterricht bekannten und positiv besetzen Begriff zu entfremden?

"Ordoliberalismus" - das klingt nach Vollbeschäftigung, Mittelstandsgesellschaft und Mitbestimmung auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern. Jedenfalls bedeutete und brachte er mal genau das.

Aber Neoliberalismus bedeutete ja auch mal etwas anderes als Hire-and-fire zu Dumpinglöhnen und totaler Privatisierungswahn.

Verfasst: So 8. Feb 2009, 19:46
von Konrad Grimm
Sollte Glos durch Dagmar Wöhrl ersetzt werden - die FAZ glaubt das -, dann werde ich drei Tage abwesend sein. Die werde ich nämlich ausschließlich mit Kotzen verbringen.

Verfasst: So 8. Feb 2009, 21:26
von SRM
Glos ist ein widerlicher Waschlappen. Kaum bläst ihm aufgrund der Wirtschaftskrise ein bisschen der Wind ins Gesicht, schon verlassen die Ratten das Schiff.

Diese Lusche passt perfekt ins Gesamtbild der bundesdeutschen Politelite.