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Fiete Schulze spricht...

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 13:45
von Fiete Schulze
..auf dem Kongress der KultuRa:

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Liebe Freunde,

Ratelon befindet sich seit langer Zeit in einem kulturellen Tiefschlaf. Viele Projekte die einst angestoßen worden, sind von desinteressierten Regierungen wieder eingestellt bzw. nicht fortgeführt worden.

Das aber kulturelle und künstlerische Events in der DU angenommen, ja sogar begeistert begrüßt werden, haben viele Ereignisse wie z.B. die Ausstellung zum Wahlkampf oder vEXPO beeindruckend bewiesen. Ja ich behaupte sogar die Bürgerinnen und Bürger haben eine Sehnsucht nach einem Leben fern ständiger politischer Streitereien, Verfassungsdiskussionen und Haushaltsdebatten. Der DU mangelt es in letzter Zeit an kulturellem Alltag und erfrischender Kunst. Ich habe schon in meiner Amtszeit als Unionskulturminister gesagt und es immer schon in das Wahlprogramm meiner damaligen Partei geschrieben: Ein Land ohne Kultur ist ein graues Land, ein kaltes Land.

Mir wurde immer vorgeworfen, dass Kultur reine Ländersache sein, heute kann ich sagen, dass ein Kulturministerium diesem Land nie geschadet hat, im Gegenteil, es gab immer ein fruchtbare Zusammenarbeit mit den Unionsländern und dieses Ministerium hat dieses Land immer zum positiven gestaltet.

Die DU ist für Neupolitiker ein schwieriges Pflaster geworden, eigene Ideen, Phantasie können neue Bürger die sich in der ratelonischen Politik versuchen wollen, meist nicht einbringen. Zu sehr ist die DU zu einem Debattenstaat verkommen, in dem selbst alte Hasen sich verlaufen und kleinste Fehler streng abgestraft werden. Im Klartext: Die DU ist ein „Neupolitikerunfreundliches Land“. Ich bewundere jeden, der in diesem Land noch Kanzler werden will und ohne Jurastudium hier seinen Weg geht. Für die DU als Staat der nur mit aktiven Bürgerinnen und Bürger überleben kann, ist diese Art und Weise vllt. irgendwann mal der Todesstoß.

Deshalb halte ich es umso wichtiger, dass der gesellschaftliche Alltag, also auch die Kultur eines Landes, endliche wieder einen höheren Stellenwert bekommt. Ich fordere die Regierung auf sich endlich dieser Aufgaben anzunehmen, nicht als lästiges Beiwerk sondern als eine Hauptaufgabe neben z.B. der Außen- oder Finanzpolitik. Es muss ein Fond geschaffen werden, aus dem Gelder an kulturelle Zwecke verteilt werden, es muss eine Förderung geben für Bürger die eine Zeitung veröffentlichen wollen, die einen TV-Sender zum laufen bringen wollen, die ganz einfach das gesellschaftliche Leben dieses Landes bunt und abwechslungsreich gestalten möchten.

Wir brauchen Ideen und Projekte wo sich gerade auch neue Bürger drin versuchen können, ohne gleich für einen kleinen Fehler nieder gemacht zu werden. Wir brauchen eine Ausstrahlung die uns für andere Länder interessant macht. Wir brauchen ein gesellschaftliches Leben, wo andere auf uns schauen und sagen, na hola in der DU passiert ja doch noch was anderes als endlose Politdebatten und Anfeindungen.

Liebe Freunde, dieses Land brauch Phantasie – dieses Land braucht Kultur und Farbe. Ich hoffe die nächste Regierung, wie auch immer diese aussehen mag, wird endlich den Schritt zurück in eine kulturelle Gesellschaft antreten und dieses Land wieder etwas lebendiger und attraktiver gestalten.

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 13:52
von Gustav von Struve
Die DU ist für Neupolitiker ein schwieriges Pflaster geworden, eigene Ideen, Phantasie können neue Bürger die sich in der ratelonischen Politik versuchen wollen, meist nicht einbringen. Zu sehr ist die DU zu einem Debattenstaat verkommen, in dem selbst alte Hasen sich verlaufen und kleinste Fehler streng abgestraft werden. Im Klartext: Die DU ist ein „Neupolitikerunfreundliches Land“. Ich bewundere jeden, der in diesem Land noch Kanzler werden will und ohne Jurastudium hier seinen Weg geht. Für die DU als Staat der nur mit aktiven Bürgerinnen und Bürger überleben kann, ist diese Art und Weise vllt. irgendwann mal der Todesstoß.
:klatsch:

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:00
von pjotr
Bravo Fiete! :klatsch:

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:03
von Michael Schneider
@Fiete

Bitte nicht zentriert formatieren.^^

Edit: :klatsch:

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:03
von Shilling Liebeskind
Well, Mr. Schulze, Sie sprechen wichtige Sachen an, jedoch mein Appell an jene, die in die Politik einsteigen möchte geht anders: Engagieren Sie sich in der Kommunalpolitik. Diese kleinsten Zellen unseres Staatsaufbaus müssen personell und ideell gestärkt werden. Was bringt uns denn die große Politik, wenn im kleinen keiner mehr etwas gestalten möchte? Auf einer Ebene, die den Bürgern am nächsten ist und eine Ebene, auf der man anpacken kann und muss. Ich sehe auf der Unionsebene viele Schwafler und Ideologen, die, wenn sie denn mal an der Macht sind, die verteufelte Regierungsarbeit der vorherigen Kabinette fortführen, was heißen soll: nichts machen oder eben nur sehr wenige Impulse geben. Gestalten und machen und nicht nur labern, das kann man vor allem kommunaler Ebene erreichen!

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:04
von Rex Marker
:klatsch:

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:09
von Rincewind
:klatsch:

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:14
von Hajo Poppinga
Nun, mein lieber Fiete hat nicht ganz Unrecht. Aber es ist eben nur die halbe Wahrheit. Wahr ist natürlich, das wir auch Kultur benötigen. Andererseits ist es in der vergangenen Legislaturperiode gelungen, das Land aus seiner Lethargie zu befreien. Vor einigen Monaten haben wir uns noch alle darüber beklagt, wie wenig Wahlkampf und Politik hier noch gemacht wird. Mittlerweile klappt das ganz gut. Dazu haben mit Sicherheit auch der eine oder andere kontroverse Gesetzesantrag beigetragen. Ich wünsche mit den Erhalt dieser politischen Streitkultur und und wünsche mit den Ausbau der klassischen Kultur.

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:16
von pjotr
Original von Hajo Poppinga
Nun, mein lieber Fiete hat nicht ganz Unrecht. Aber es ist eben nur die halbe Wahrheit. Wahr ist natürlich, das wir auch Kultur benötigen. Andererseits ist es in der vergangenen Legislaturperiode gelungen, das Land aus seiner Lethargie zu befreien. Vor einigen Monaten haben wir uns noch alle darüber beklagt, wie wenig Wahlkampf und Politik hier noch gemacht wird. Mittlerweile klappt das ganz gut. Dazu haben mit Sicherheit auch der eine oder andere kontroverse Gesetzesantrag beigetragen. Ich wünsche mit den Erhalt dieser politischen Streitkultur und und wünsche mit den Ausbau der klassischen Kultur.
Die einzigen mit einem inhaltlichen Wahlkampf sind bislang ja die VU und die Linke Liste..

Verfasst: Mo 15. Dez 2008, 14:28
von Gustav von Struve
Wie Herr Liebeskind erwähnte, beginnt die politische Laufbahn normalerweise auf Landesebene. Nun sind dort die Möglichkeiten ziemlich eingeschränkt für Neubürger. Mann kann sich in den entsprechenden Landesparlamenten sicherlich profilieren, aber der "Job" eines Bürgermeisters oder eines einfachen Mitgliedes des Landtages kann einen echten Politiker nicht befriedigen. Um etwas zu bewegen muss der Jungpolitiker schon in die Unionspolitik. Man springt also in das Caipirinha... äh Piranha-Becken und versucht durch den Dschungel der Algen (Parteien) seinen eigenen Weg zu finden. So bleibt die Gestaltung auf Landesebene eben am Boden liegen.