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Hallo. Es ist so langweilig hier, ich habe etwas geschrieben.
- Ansatz: Umdenken in Innen- und Außenpolitik I
Präambel
Die Demokratische Union blutet aus. Infolgedessen haben wir unmittelbar für die Verteidigung ihrer Ehre und ihrer gefährdeten Interessen Vorsorge zu treffen. Ich glaube und bin entschlossen, hierzu alle durch die uns aufgezwungene Situation gebotenen Maßnahmen zu ergreifen und den Bürgerinnen und Bürgern der Demokratischen Union zu unterbreiten.
Ich bin praktizierender Anhänger der christlichen Kirche, der seine politische Karriere für die Ehre und Sicherheit der Demokratischen Union einsetzt und nicht mir sondern Gott die Ehre gibt.
Ich ergreife im patriotischen Zorn die Initiative, um die seit einigen Monaten, ja Jahren, erduldete Zerstörung der Demokratischen Union rückgängig zu machen und die Unabhängigkeit und Einheit des Vaterlandes hoffentlich für alle Zeiten zu sichern.
Viele Aspekte haben dazu beigetragen, die bestehenden Missstände zu verschärfen. Ich versuche mit meinen Vorschlägen nicht, den inneren und äußeren Frieden zu gefährden oder den gesellschaftlich-politischen Fortschritt rückgängig zu machen, sondern die Union in Freiheit, Gerechtigkeit und Aktivität zu erneuern.
Punkt 1 – Außenpolitik
Von dem Willen beseelt, die Demokratische Union in ihrer nationalen und staatlichen Einheit zu wahren und als dominierendes Glied in einer freien Welt dem Frieden dieser zu dienen, schlage ich vor, sich bei der Gestaltung der Diplomatie wie in den frühen Jahren der ratelonischen Außenpolitik nur auf eine gewisse Anzahl treuer und befreundeter Staaten zu konzentrieren. Der Versuch, die Union als mächtigen Wortführer in einem intensiven Austausch mit anderen Völkern und Nationen zu etablieren, ist gescheitert. Die Union hat in ihrer Vergangenheit keine ständigen Staatsbesuche, Empfänge und den regen Austausch von gemeinsamen Presseerklärungen gebraucht. Sie war eigen- und selbstständig und die Außenpolitik lediglich eine Randerscheinung der aktiven Regierungsgeschehnisse. Die Regierungen der Vergangenheit haben sich zu sehr mit außenpolitischen Themen und Ereignissen gerühmt und darüber hinaus die innenpolitischen Aspekte in einer Weise vernachlässigt, die es uns noch Jahre spüren lassen wird. Wir haben Konflikten mehr Raum eingeräumt, als sie verdient haben und den Blick zu weit auf das Ausland schweifen lassen. Wir haben probiert, in einem größeren Sandkasten mitzuspielen und deswegen fast unseren eigenen aufgeben. Ich will die Union zu keinem ignoranten und für ihre Umwelt blinden Politikertreff machen, nur die Blicke wieder auf das Wesentliche lenken: Den innenpolitischen Diskurs und seine Gestaltung.
Die Aufgaben des Außenministers sollten sich in Zukunft nicht mehr darauf beschränken, möglichst viele Orte dieser Welt mit seinem Besuch beehrt zu haben, sondern sollte er vielmehr seinen Focus auf die Partner lenken, denen wir in der Vergangenheit Vertrauen schenken und auf die wir uns verlassen konnten.
Punkt 2 – Innenpolitik
Der Freisteiner, Harbothenser, Imperianer, Katistaner, Roldemer, Salborianer oder Westinsulaner ist ratelonisch und er will es bleiben. Er will aber auch die über Jahre vorangetriebene relative Autonomie nicht aufgeben. Er will das Fortbestehen in und mit der Demokratischen Union. Ich glaube, dass es in der Demokratischen Union hohem Interesse liegt, die aus einer Losreißung eines Unionslandes hervorgehende Entstehung neuer selbstständiger Reiche an den Grenzen der Union zu hindern. Versuchen der Sezession muss in der Zukunft endgültig ein Ende bereitet werden. Die ständige Erhaltung des Friedens in der Demokratischen Union würde leichter sein ohne teilweise nach Unabhängigkeit strebende Länder wie Freistein oder Imperia, aber es ist niemand, und ich schreibe bewusst niemand, unter uns, der nicht den schwierigsten und mühseligsten Weg lieber gehen würde als den leichteren ohne diese beiden essentiellen Teile unseres Landes.
Das Ziel der jetzigen und kommenden Regierungen, egal welchen politischen Lagers, muss es sein, die ratelonische Nation zur wirklichen Einheit zu bringen und das Nationalgefühl zu kräftigen. Ich bin kein Rateloner, fühle mich nicht als solcher. Ich bin ein Roldemer astorianischen Stammes und habe mich trotz dessen dem Dienste meines Volkes ganz und für immer gewidmet. Die Grundlage einer jeden Innenpolitik der kommenden Wahlperioden muss der Grundsatz der vollständigen Gleichberechtigung aller unter unserem Unionswappen vereinigten Nationalitäten und Konfessionen und trotz alle dem, der Ausbau des zentralistischen Staates sein. Warum? Weil unser Staat in den zurückliegenden Monaten und Jahren personell ausgeblutet ist. Wir haben nicht die Kraft, Ämter die Imperialverweser, Bürgermeister Sankt Peters, dritter Stellvertreter des Sprechers des Roldemparlaments, in einer Weise zu besetzen, die diesen Ämtern und ihren Aufgaben gerecht wird. Wir müssen genau auswählen, dann reduzieren und stark einsparen um schlussendlich wieder durchstarten zu können. Ich fordere die Regierungen der Länder dazu auf, dieser Tatsache ins Auge zu sehen und die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Die Verwaltung der Länder muss so optimiert werden, dass es in der Zukunft zu keiner Unionsexekution mehr kommen muss, wie es in letzter Zeit zu häufig geschah.
Der gleiche Vorwurf ergeht an die Parteien. Hier muss ebenfalls Selektion stattfinden. Ein funktionierendes Parteiensystem ist ebenso essentiell wie aktive Politpersönlichkeiten. Die Forderung der Auslese ergeht an alle aktiven Mitglieder und insbesondere Wortführer einer politischen Partei: Die Zerspaltung politischer Lager ist tödlich und führt im derzeitigen Zustand der Demokratischen Union zu Verdrossenheit und Lähmung der Aktivität. Ich fordere Sie dazu auf, sich den Grundsatz ihres politischen Handels vor Augen zu führen und danach einer Partei anzuschließen, die ihrer Überzeugung am nächsten kommt und der bereits aktive Personen beiwohnen. Ein-Mann-Parteien nützen niemandem. Wir müssen Kräfte in allen Lagern bündeln, uns den Diskussionen aussetzen und Kompromisse finden.
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Schon. Ich finde nur, dass es stimmt. Sind im Grunde ja nur ein paar Aussagen. Personalsparung, wieder aktiveres Parteienleben, Sezessionsverhinderung und teilweise Aufgabe der überholten Außenpolitik. Alles enorm wichtig, oder nicht? Ich find es läuft einfach beschissen momentan. Das ist nicht mal Lagerkritik gegen die Regierung, sondern einfach nur pure Verdrossenheit, die dann in solchen komischen Texten Ausdruck findet.Original von SRM
Das ist doch alter Wein aus neuen Schläuchen...
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Ist da irgendwo ein kleines Männchen mit Speer zu sehen? Das ist kein Dokument meiner Partei, das habe ich formuliert. Und ja, ich gebe Verdrossenheit zu und ich weiß auch nicht, wieso das schlecht sein soll. Aus der Verdrossenheit wird nicht selten Motivation für einen Neuanfang geschöpft.


