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http://www.youtube.com/watch?v=GEtZlR3zp4c

Die Stelle ab 2:28 ist ganz besonders fein =)
 

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Kaiser
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Beitrag von Konrad Grimm »

Ist das jetzt schlimmer als "and a light will shine down on all of us and you will know you have to vote Obama" ?

Es ist eine miserable Auswahl, vor der Amerika steht. Ich bleibe aber dabei, dass McCain weniger gefährlich ist. Lieber McCain und einen demokratisch kontrollierten Kongress als einen religiösen Charismatiker mit Parlamentsmehrheit im Rücken; das wäre eine schlechte, aber harmlose Regierung. Wobei einem unwohl werden darf bei dem Gedanken, dass er den Abschußbefehl für zehntausend Nuklearraketen geben kann.
 

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Das sehe ich nicht so. Millionen Amerikanern wegen, die McCain verrecken lässt, weil er nicht bereit ist, für eine vernünftige Krankenversicherung zu sorgen. Minderheiten wegen, die McCain und Palin diskriminieren wollen. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Obama und McCain, auch wenn man uns und den Amerikanern wünschen würde, dass er größer wäre.

Aber im Kern hast Du natürlich recht, das Video demonstriert gleichzeitig die Erbärmlichkeit des Präsidentenwahlkampfes mit seinen Akteuren insgesamt.
 

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Jungspund
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Das sehe ich nicht so. Millionen Amerikanern wegen, die McCain verrecken lässt, weil er nicht bereit ist, für eine vernünftige Krankenversicherung zu sorgen.
Die staatliche Krankenversicherung in den USA funktioniert so hervorragend, dass man am Besten gleich alle darin aufnehmen sollte.
Minderheiten wegen, die McCain und Palin diskriminieren wollen.
Steht das so im Wahlprogramm? ;)
Aber im Kern hast Du natürlich recht, das Video demonstriert gleichzeitig die Erbärmlichkeit des Präsidentenwahlkampfes mit seinen Akteuren insgesamt.
Naja, der Wahlkampf hier wird mehr und mehr ähnlich. Eine Entkoppelung von Wahlkampfshow und realer Stimmung im "Volk". Dem vorangegangen ist allerdings schon eine politische/inhaltliche Entfremdung des derzeitigen Establishments (<- Ich benutze das Wort einfach gern) mit der Unzufriedenheit und der Angst, die immer breitere Schichten anspricht.
 

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Damian Fuller
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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Montgomery Scott
Das sehe ich nicht so. Millionen Amerikanern wegen, die McCain verrecken lässt, weil er nicht bereit ist, für eine vernünftige Krankenversicherung zu sorgen. Minderheiten wegen, die McCain und Palin diskriminieren wollen.
Die Tagespolitik beiseite - die Gefahr Obamas liegt nicht in seinem kurzfristigen Programm, sondern in seiner charismatischen Persönlichkeit gepaart mit seiner eigenen, wie es scheint sehr stark religiös geprägten Weltanschauung. Für seine Anhänger wirkt er messianisch, und macht den Eindruck, dass er sich selbst auch mehr als Heiland versteht denn als Bewerber um den Chefsessel der Administration. Er ist gefährlich, weil ihm die Menschen sehr viel bedingungsloser folgen als dem durchschnittlichen Politiker.
GWB war auch religiös, hatte aber das Charisma einer Pellkartoffel. Mit McCain bekäme Amerika einen Prediger an seine Spitze. Hochgefährlich.
 

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Millionen Amerikanern wegen, die McCain verrecken lässt, weil er nicht bereit ist, für eine vernünftige Krankenversicherung zu sorgen.
Bist du ernsthaft so naiv zu glauben, wenn Obama an die Macht käme würde am besten eine sog. "Bürgerversicherung" (und am besten noch mit progressivem Beitragssatz?) eingeführt?

Ist dir bekannt, welche Bilanz der letzte Demokrat und schwarze US-Präsident (Clinton - kraft eigener Ernennung zu selbigem) betreffend die Krankenversicherung hatte?
Es besteht ein großer Unterschied zwischen Obama und McCain, auch wenn man uns und den Amerikanern wünschen würde, dass er größer wäre.
In der Tat. Auch wenn McCain als politisch erfahrener, gemäßigter Konservativer keine schlechte Wahl ist - man würde sich dennoch wünschen, die Republikaner hätten diesem Fön Obama (pustet nur heiße Luft heraus) jemanden mit mehr wirtschaftlichem Sachverstand entgegengesetzt. Dann wäre der Obama-Spuk angesichts der Bankenkrise jetzt schon längst vorbei
 

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Tennessee Julianne Rockefeller
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Bist du ernsthaft so naiv zu glauben, wenn Obama an die Macht käme würde am besten eine sog. "Bürgerversicherung" (und am besten noch mit progressivem Beitragssatz?) eingeführt?
Nein aber das Thema ist in den USA mittlerweile zu groß als dass es sich jemand, der wiedergewählt werden möchte, im Wahlkampf dafür einsetzen und es danach fallen lassen könnte.
Ist dir bekannt, welche Bilanz der letzte Demokrat und schwarze US-Präsident (Clinton - kraft eigener Ernennung zu selbigem) betreffend die Krankenversicherung hatte?
Ja.
In der Tat. Auch wenn McCain als politisch erfahrener, gemäßigter Konservativer keine schlechte Wahl ist - man würde sich dennoch wünschen, die Republikaner hätten diesem Fön Obama (pustet nur heiße Luft heraus) jemanden mit mehr wirtschaftlichem Sachverstand entgegengesetzt. Dann wäre der Obama-Spuk angesichts der Bankenkrise jetzt schon längst vorbei
Zieh Dir mal ein paar Minuten von dem rein, was Du auf youtube unter den Suchwörtern "McCain" und "Palin" findest. Auch wenn das nur die "worst of"-Zusammenstellung ist, merkst Du schnell, dass die "Erfahrung" des alten Herren und die "Authentizität" der jungen Dame keinen Heller wert sind. Bush war schon peinlich. Wenn McCain Präsident wird, müsste man als Amerikaner vor Scham im Erdboden versinken.
 

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Kaiser
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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Tennessee Rockefeller
In der Tat. Auch wenn McCain als politisch erfahrener, gemäßigter Konservativer keine schlechte Wahl ist -
Er ist keine gute Wahl. Ich sehe eigentlich überhaupt keine Qualifikationen bei ihm. Schön, er ist Veteran. Okay, fein, gebt ihm einen Orden. Gebt ihm von mir aus einen Ehrensold und haltet eine Parade für ihn ab. Aber sich abschießen zu lassen und dann in Kriegsgefangenschaft zu sitzen ist, ohne zu bezweifeln, dass das schrecklich war, ist keine Qualifikation. Allenfalls kann man hieraus eine besondere Lebenserfahrung ableiten, die ich aber eher ambivalent sehen würde - man darf nicht übersehen, dass es ihn mit Sicherheit auch traumatisiert hat.

Nicht mal seine militärische Erfahrung halte ich für heraushebenswert. Wäre er General oder - er war ja bei der Marine - Admiral gewesen und mit einem Oberkommando betraut gewesen - okay, akzeptiert. Er hat aber nur einen mittleren Offiziersrang erreicht. Mit der Leitung einer Administration hat er keine Erfahrung.
Danach saß er jetzt mehr als ein Viertel Jahrhundert im Senat herum. Hat er insofern nicht dieses Amerika, wie es heute ist, massiv mitzuverantworten?
Er hat nicht den geringsten Plan, was die dringenden ökonomischen Fragen angeht.

Und: Seine Lebenserwartung ist überschritten. Die Wahrscheinlichkeit wäre hoch, dass diese Frau Palin ihm nachfolgen würde. Wer in aller Welt will das?

Mitt Romney wäre eine gute Wahl gewesen, glaube ich (wobei ich zugeben muss, dass ich meine Infos über ihn vor allem seinem Wahlkampf entnommen habe). Und stellen wir das nur mal nebeneinander: Ambivalent sehe ich seine 30 monatige Zeit als Missionar; einerseits sind Menschen mit religiöser Überzeugung immer gefährlich, andererseits zeigt es, dass er ein ethisches Fundament besitzt. Auch ambivalent: Kein Militärdienst. Militärzeit ist nicht schlecht für einen Staatsführer, aber er hat sie ja nicht verweigert, sondern ist schlicht nicht eingezogen worden.
Aber dann: Mit 28 Abschluss cum laude als juris doctor an der Harvard Law School und zugleich unter den besten fünf Prozent beim Abschluss eines MBA an der Harvard Business School. Drei Jahre Tätigkeit für Boston Consulting. Mit 37 Gründung einer eigenen Investmentgesellschaft, mit der er ein Privatvermögen von etwa einer halben Milliarde Dollar aufgebaut hat. Organisator der Olympischen Spiele 2002. Anschließend Wahl zum Gouverneur von Massachusetts. In seiner Amtszeit wurde aus einem Haushaltsdefizit von 3 Milliarden ein Haushaltsüberschuss von 700 Millionen. Romney hat eine staatliche Krankenversicherung eingeführt - Obama redet nur drüber.

Letzteres ist für mich eine gute Wahl. McCain ist - höchstens das kleinere Übel. Wenn ich vor dem Charisma Obamas nicht große Sorgen hätte, ich würde inzwischen sogar Obama als das kleine Übel ansehen.
 

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Kaiser
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Beitrag von Konrad Grimm »

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Obamas Charisma wird in den ersten zwölf Monaten verpuffen. Größer ist sein Zeitfenster nämlich nicht. Das nette an seiner kurzen Zeit im Senat: Er hat auf Capitol Hill kaum mächtige Verbündete (und Joe Biden ist dort nicht zwangsläufig eine Hilfe). Die Demokraten scheren sich bis 2011 nicht um Obama - sondern ab 2009 um ihre eigenen Kongresssitze. Da habe ich wenig Sorgen; das amerikanische System erlaubt einem Präsidenten keine großen Extravaganzen.
Original von Tennessee Rockefeller
Ist dir bekannt, welche Bilanz der letzte Demokrat und schwarze US-Präsident (Clinton - kraft eigener Ernennung zu selbigem) betreffend die Krankenversicherung hatte?
Kraft eigener Ernennung? Das erste Mal wurde dieser Begriff weder von Clinton, W.J. noch von Clinton, H.R. gebraucht - sondern von Toni Morisson im New Yorker. Gerade von einem Clinton, H.R.-Fan wird man doch in solchen Dingen ein Mindestmaß an Präzision verlangen dürfen, oder? ;)
Auch wenn McCain als politisch erfahrener, gemäßigter Konservativer keine schlechte Wahl ist - man würde sich dennoch wünschen, die Republikaner hätten diesem Fön Obama (pustet nur heiße Luft heraus) jemanden mit mehr wirtschaftlichem Sachverstand entgegengesetzt. Dann wäre der Obama-Spuk angesichts der Bankenkrise jetzt schon längst vorbei
Vier Dinge dazu:

1. Mitt Romney wäre schon im August gekillt gewesen. Er hätte es noch weniger als McCain vermocht, den Kern der Reagan coalition hinter sich zu vereinigen. Dass man jemanden nicht wählt, weil er schwarz ist - das ist politisch nicht korrekt und wird demzufolge nur selten als Grund angegeben. Jemanden wegen seiner Religion nicht zu wählen - das ist ein gesellschafts- und konversationsfähiger Grund. Die Argumentation liefe wie folgt: "It's America, he can do whatever he likes to do in his church, but don't you even think about asking for my vote for this guy." With all due respect vor Mormomen, versteht sich. Ansonsten gab es keinen konkurrenzfähigen Wirtschaftspolitiker auf republikanischer Seite (und ist es in einem Umfeld, das in Amerika von links nach rechts mit der Depression verglichen wird, wirklich von Vorteil, einstmals Jobs nach Indien outgesourct zu haben? Das dürfte nicht einmal Romney selbst denken.)

2. Der Obama-Spuk ist kein Obama-Spuk, sondern eine fundamentale Überlegenheit der Demokraten. Barack Obama ist sogar schwächer als ein "generischer Demokrat" im Rennen gegen einen "generischen Republikaner". George W. Bush hat die republikansiche Marke verbrannt; das sieht man, wenn man nicht nur auf den Präsidentschaftswahlkampf schaut, sondern vor allem mit Blick auf die Rennen um die Kongressmandate und die neuen battleground states. Indiana, Colorado, Florida sind umkämpft - hallo? Die Demokraten haben allen Ernstes die Chance auf 60 Sitze im Senat, eine filibuster-proof majority. Und das in einem Land, in dem bis vor drei Jahren durchaus vorherrschende Gelehrtenmeinung war, dass Bush der Begründer einer permanenten republikanischen Mehrheit sein würde (das hat nicht nur Karl Rove gesagt). Noch einmal: Um für einen Demokraten zu stimmen, reicht es in vielen Counties, dass ein Republikaner gegen ihn antritt.

3. Wenn McCain jede Krise so behandelt wie die Bankenkrise, dann mache ich mir Sorgen. Inhaltlich muss man sich nicht einmal mit seinen Vorschlägen auseinandersetzen - er würde nicht einmal so weit kommen, sie umzusetzen, weil er damit beschäftigt wäre, sein Team das dritte Mal in zwölf Monaten umzubauen und das Regieren auszusetzen, um die Verhandlungen im Kongress zu erschweren. McCain ist ein amerikanischer Held, zeitweise war er auch ein erstaunlich ehrlicher und reflektierter Politiker - aber er ist ein miserabler Krisenmanager (jedenfalls wird er zurecht so wahrgenommen).

4. Sarah Palin? Hallo? Diese Frau ist nach allen Maßstäben überfordert. Wer nicht einmal weiß, welche Aufgaben ein Vizepräsident hat ("The Vice President is in charge of the Senate"), der sollte sich um ein solches Amt nicht bewerben. Ich mag sie, ich mag ihre natürliche Art - aber kompetent? Not so much. Die Entscheidung für einen Vizepräsidentschaftskandidaten war die bisher wichtigste in der politischen Karriere von John Sidney McCain - und er hat auf ganzer Linie versagt.

Schade eigentlich, er war mal ein Netter.
 

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JONATHAN METTERNICH HUGHES
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