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Schwierige Fragen der Philosophie
Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:09
von Damian Fuller
Heute: Kann man wirklich ohne Ideologie, ohne gedankliche Konstrukte, ohne objektive Werte leben, ohne durchzudrehen?
Eine Frage an Thorsten: Müsste man, wenn man Stirner gelesen und ihn eigentlich für plausibel hält, alle anderen Philosophen vergessen und die Philosophie allgemein und kann man ohne Normen bzw. Ideale und höheren Sinn leben?
Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:11
von Rainer Zufall
Heute: Kann man wirklich ohne Ideologie, ohne gedankliche Konstrukte, ohne objektive Werte leben, ohne durchzudrehen?
Nein. Deshalb gibt es genaugenommen keinen rationalen Grund, nicht an Gott zu glauben

Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:21
von SRM
Original von Rainer Zufall
Nein. Deshalb gibt es genaugenommen keinen rationalen Grund, nicht an Gott zu glauben
Das ist eine Fehlinterpretation.

Anstelle an Gott zu glauben, kann man genausogut an Zufälligkeit oder an die Evolution glauben.
Letzteres baut mich auf: Die Massen an Hartz 4-Empfängern, Rentnern und sonstigen Sozialschmarotzern dürften nach Darwins Lehre nicht überlebensfähig sein, entsprechend wird das System kippen und den geringeren und zahlenden Teil der Bevölkerung von dieser unerträglichen, finanziellen Belastung befreien.
Blöd wäre allerdings, wenn die H4-Gruppe die evolutionär besser angepasste Gruppe wäre

Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:24
von Rainer Zufall
Nur verleihen Zufälligkeit oder Evolution dem Leben nur äußerst eingeschränkt so etwas wie einen höheren Sinn

Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:28
von SRM
Original von Rainer Zufall
Nur verleihen Zufälligkeit oder Evolution dem Leben nur äußerst eingeschränkt so etwas wie einen höheren Sinn
Mir genügt der niedere Sozialdarwinismus als Antrieb

Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:30
von Rainer Zufall
Original von SRM
Mir genügt der niedere Sozialdarwinismus als Antrieb
Oh, na dann gratuliere ich dir zu deiner geradezu zombieesquen ethischen Genügsamkeit

Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 18:33
von SRM
Original von Rainer Zufall
Oh, na dann gratuliere ich dir zu deiner geradezu zombieesquen ethischen Genügsamkeit
Um aber die Eingangsfrage zu beantworten:
Nein, ohne gedanklichen Rahmen, innerhalb dessen sich der Geist entwickeln kann, fehlen die Grenzen, die einen in gewissen Bahnen halten.
Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 19:28
von Montgomery Scott
Original von Rainer Zufall
Nein. Deshalb gibt es genaugenommen keinen rationalen Grund, nicht an Gott zu glauben
Es gibt keinen rationalen Grund, überhaupt irgendetwas zu tun, ich verweise da wieder mal auf David Hume

Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 19:36
von Damian Fuller
Original von Rainer Zufall
Nein. Deshalb gibt es genaugenommen keinen rationalen Grund, nicht an Gott zu glauben
Aber es gibt viceversa auch keine vernunftbezogene Begründung an eine Art Gott zu glauben, außer - möglicherweise - als in der Ausprägung frei gestalteter Sinnstifter.
Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 19:59
von Rainer Zufall
Original von Damian Fuller
Aber es gibt viceversa auch keine vernunftbezogene Begründung an eine Art Gott zu glauben, außer - möglicherweise - als in der Ausprägung frei gestalteter Sinnstifter.
Also, die Menschen, die ich kenne und die an Gott glauben, die sind glücklich. Das meinte ich damit
