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Ach was - schon wieder?

Verfasst: So 31. Aug 2008, 15:23
von Konrad Grimm
Dèjá-vu: Es ist Hurricansaison, und New Orleans wird evakuiert.

Hatten wir schon mal? Richtig!

Wieviele Milliarden hat man damals hirnrissiger Weise in den Wiederaufbau dieser Stadt verpulvert? Und wieviel Kohle werden die Wahlkämpfer jetzt zusagen, wenn die Stadt mal wieder in Schutt und Asche, pardon, Wasser und Schlamm versinkt? Was machen die da eigentlich? Perpetuum-mobile zur Konjunkturbelebung, oder wie?

Ein weiteres hübsches Beispiel dafür, wie Staaten funktionieren: Mag es auch noch so bescheuert sein, eine Stadt im Herzen von Hurricanegebieten wieder aufzubauen - es wird gemacht, denn es müssen ja alle dafür zahlen.

Verfasst: So 31. Aug 2008, 15:27
von Paulina Ravenstein
Villeicht auch einfach nur,weil die Stadt kuluturelle bedeutung hat? Weil Menschen da leben?

Wollen Sie, dass sie "spontan" wegziehen, weil es zu teuer ist, dass sie dort wohnen? Immerhin, haben die es sich ja auch nicht ausgesucht, das der Klimawandel sie trifft.

Verfasst: So 31. Aug 2008, 15:32
von Konrad Grimm
Es war immer klar, dass New Orleans von derartigen Katastrophen bedroht wird. Wer sich dort ansiedeln will - bitte. Aber auf eigenes Risiko.

Es ist wie in der Fabel von Grille und Ameise. Wer im Sommer lieber Musizieren möchte, statt Vorräte für den Winter anzulegen - bitte. Aber dann darf er sich nicht beschweren, wenn er im Winter verhungert.

Verfasst: So 31. Aug 2008, 16:33
von Lady Enigma
Es ist bautechnisch kein Problem, sich da sicher zu etablieren. Aber diese US-Trottel bauen generell lieber zum zwanzigsten mal ihre Bretterbuden wieder auf, als es einmal richtig zu machen. Ist doch dort in allen gefährdeten Gebieten so.
Übrigens, was Grille und Ameisen angeht, ich kann mich entsinnen, mit meinem Sohn das hiesige Sandmännchen oder so gesehen zu haben.
Da wurde diese Fabel auch erzählt, Nur eben mit der Aussage, daß die bösen und gierig-geizigen Ameisen kaltherzig der armen Grille Hilfe verweigert haben....Alle anderen Tiere hben sich selbstveständlich solidarisch gezeigt :D

Verfasst: So 31. Aug 2008, 16:37
von Konrad Grimm

Verfasst: So 31. Aug 2008, 16:44
von Lady Enigma
:D
Problem nur, mach mal einem vier- oder fünfjährigen die Verlogenheit in diesem rührenden Filmchen klar. Mein Sternchen meinte damals, Goebbels hätte von diesem 68iger Gesindel eine Menge lernen können....

Verfasst: So 31. Aug 2008, 16:49
von Konrad Grimm
Hm, ich würde darauf hinweisen, wie hart die Ameise sich anstrengen musste, um zu bekommen, was sie hat. Vielleicht hilft sogar ein Besuch in der Natur - so einer Ameise zuzusehen, wie sie etwas herumschleppt, was doppelt so groß ist wie sie selbst, könnte die Botschaft unterstreichen.

Angeblich sind "Die Abenteuer des Jonathan Gullible" eine ganz wirksame Gegenpropaganda, ich finde sie aber sehr - wenig subtil in ihrer Aussage. Permanente reductio ad absurdum - Baumschubser, die gegen die Einführung von Äxten kämpfen etc.

Verfasst: So 31. Aug 2008, 16:52
von Lady Enigma
Wir haben es ja hingebekommen, ist ja auch schon über zwanzig Jahre her....

Verfasst: So 31. Aug 2008, 17:04
von Damian Fuller
Original von Paulina Ravenstein
Immerhin, haben die es sich ja auch nicht ausgesucht, das der Klimawandel sie trifft.
Bei freier Wohnortwahl hat man schon Alternativen. Aber wenn der Wiederaufbau vom Staat bezahlt wird, ist es weiter attraktiv, in solchen Risikogebieten zu siedeln.
Die Hurrikane, die regelmäßig über Nord- und Mittelamerika fegen sind bisher nicht mit irgendeiner Art Klimwandel in Verbindung zu bringen gewesen. Auch wenn Herr Trittin den Hurrikan "Katrina" als (gerechte) Folge für die "Klimasünden" der US-Amerikaner bezeichnete.

Verfasst: So 31. Aug 2008, 17:09
von Lady Enigma
Wenn man mal bedenkt, was von der dortigen Bausubstanz Katharina überstanden hat...
Und wie gesagt, es wäre kein Problem, sowas zukünftig auszuschließen. Aber wollen muß man. In einigen Gebieten Deutschlands sind die Bauvorschriften in Bezug auf Bebensicherheit auch wesentlich strenger als z.B. in San Francisco