Hier spricht der studierte Slavist:
Also mein Polnisch reicht aus um mich grob mit einem Tschechen zu verständigen.
Einem Muttersprachler fällt das sicher noch mal eine Nummer einfacher.
Aber das kann auch schonmal übel in die Hose gehen (pl. szukac - suchen, und auch tschechisch.... naja, eher so ficken wenn ich mich recht erinnere).
Also die Aussage stimmt schon, dass die Kenntnis über Sprache A nicht reicht um Sprache B zu verstehen. ABER vorallem unter den slavischen Sprachen gibt es soviele Gemeinsamkeiten in der Lexik, aber auch Grammatik, dass wenn man Sprache A beherrscht, sehr schnell auch Sprache B lernen kann - trotz einiger False Friends (Tautonyme).
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Kannst Du eine, kannst Du so grob den Sinn erahnen, warum es bei der anderen geht.
Kannst Du tschechisch wirst Du dich etwas mit einem Polen unterhalten können - auch wenn der wegen vieler Diminutiv-Formen sich anhören wird wie ein kleines Kind

Bist Du dann noch des Kyrillischen mächtig, verstehst Du vielleicht noch einige Worte ukrainisch oder kannst in einem russischen Text vielleicht Fragmente verstehen.
adj. Prof. Dr. phil.
Albert von Romanow-Bernstein, MdUP
Inhaber des Lehrstuhls für Staranische Studien an der Montary University
Unionsminister a.D.
RVP-Unionsvorsitzender a.D.
