Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Deutschlands größte Versicherer - die Ergo-Gruppe der Münchner Rück, die Allianz und die Axa - haben einen Reformplan für die Krankenversicherung in Deutschland vorgelegt. Dieser sieht vor, dass es für alle Deutschen eine einheitliche Grundabsicherung zu einer festen Prämie geben soll, und zwar angeboten sowohl von gesetzlichen wie privaten Krankenkassen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,558738,00.html
Für die drei Mega-Versicherungen ist das ein guter Plan, denn sie haben nur wenig privatversicherte, dafür aber viele privat zusatzversicherte Kunden und könnten auf diesem Weg im Kampf um letztere den Marktführern - DKV und Co - den Todesstoß versetzen.
Soweit, so gut. Richtig spektakulär ist allerdings, was Medien und Politik in diesen Vorgang hineininterpretieren. Unisono werden die Pläne als Schritt zur Bürgerversicherung der SPD interpretiert. Dabei enthält der Plan der Versicherer - bei genauem Hinsehen - Teile von allen momentan diskutierten Reformansätzen:
- ein Versicherungstarif für alle Deutschen (Bürgerversicherung, SPD/Grüne/Linke)
- ein einheitlicher Tarif (Kopfpauschale, CDU)
- eine frei wählbare Kasse (Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung, FDP)
Und diese Mischung ist interessant willkürlich - denn wenn alle Kassen das gleiche zum gleichen Preis anbieten, wozu dann noch mehr als eine Kasse?
Fazit: Unter allen Modellen hat die Versicherungswirtschaft jetzt das unbrauchbarste vorgelegt. Gehen wir mal davon aus, dass es deswegen Realität werden wird.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,558738,00.html
Für die drei Mega-Versicherungen ist das ein guter Plan, denn sie haben nur wenig privatversicherte, dafür aber viele privat zusatzversicherte Kunden und könnten auf diesem Weg im Kampf um letztere den Marktführern - DKV und Co - den Todesstoß versetzen.
Soweit, so gut. Richtig spektakulär ist allerdings, was Medien und Politik in diesen Vorgang hineininterpretieren. Unisono werden die Pläne als Schritt zur Bürgerversicherung der SPD interpretiert. Dabei enthält der Plan der Versicherer - bei genauem Hinsehen - Teile von allen momentan diskutierten Reformansätzen:
- ein Versicherungstarif für alle Deutschen (Bürgerversicherung, SPD/Grüne/Linke)
- ein einheitlicher Tarif (Kopfpauschale, CDU)
- eine frei wählbare Kasse (Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung, FDP)
Und diese Mischung ist interessant willkürlich - denn wenn alle Kassen das gleiche zum gleichen Preis anbieten, wozu dann noch mehr als eine Kasse?
Fazit: Unter allen Modellen hat die Versicherungswirtschaft jetzt das unbrauchbarste vorgelegt. Gehen wir mal davon aus, dass es deswegen Realität werden wird.
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Eine weitere notdürftige von wievielen? Ich meinte, dass die Vorschläge von Allianz und Axa nicht so schnell umgesetzt werden dürften.Original von Konrad Grimm
Der depperte Gesundheitsfonds ab nächstem Jahr ist doch schon beschlossene Sache.
Allerdings gibt es niemanden, der ein brauchbares Konzept für unser Gesundheitssystem hat. Und mit reiner Angebot-Nachfrage-Theorie kommt man hier wahrscheinlich auch nicht weiter...
Anton von Sorbarban zum Paradies
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Kaiser
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Machen wir doch ein System analog des britischen NHS. Das gilt immerhin als kostengünstigstes Gesundheitssystem aller Industrienationen. Die entscheidende Veränderung ist die Abkopplung vom Arbeitslohn und damit die Senkung der Lohnnebenkosten.
Der soziale Ausgleich gehört ins Steuersystem, nicht über Versicherungsbeiträge gelöst.
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Die Briten sind laut Umfragen hochzufrieden. Und warten muss ja auch nur der, der eine niedrige Priorität hat.Original von Hajo Poppinga
Ist aber ungeheuer schlecht. Lange auf den Azrt warten etc.
Der Staat kann nur eine Grundabsicherung bieten. Alles andere ist Privatsache.
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Also nach eigener Erfahrung (die allerdings 5 Jahre alt ist) war so gut wie niemand wirklich zufrieden. Und warten mußten auch die, mit akuten Leiden. Gerade auf solche Dinge wie Röntgentermine etc.Original von Konrad Grimm
Die Briten sind laut Umfragen hochzufrieden. Und warten muss ja auch nur der, der eine niedrige Priorität hat.
Prof. Hajo Poppinga, VK.
Unionspräsident a.D.
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