Grimm: Zur Lage
Verfasst: Mi 30. Apr 2008, 10:55
Ein sichtlich gut gelaunter, streitlustiger VU-Fraktionschef Grimm präsentierte sich am Morgen im Frühstücksfernsehen.
Frage: "Herr Grimm, die Verhandlungen von SPDU, Grünen und FDU über die Bildung einer Ampelkoalition sind abgebrochen worden. Wie soll es jetzt weitergehen?"
Grimm: "Also zunächst mal: Lieber wird dieses Land von niemandem regiert als von Heidenberg. Diese Frau als Kanzlerin wäre der finale Super-GAU für unsere Staat. Die besitzt nicht mal Eignung und Befähigung, um im Kanzleramt die Toiletten zu reinigen. Insofern war gestern ein guter Tag für unser Land, weil Heidenberg final verhindert ist."
Frage: "Nun gut... Ihre Meinung zu Frau Heidenberg in allen Ehren... aber ich glaube doch, dass die Menschen in der Union sich unabhängig davon eine funktionierende Regierung wünschen!"
Grimm: "Die Heidenberg ihnen sicher nicht bieten hätte können. Aber natürlich haben Sie recht, unser Land braucht eine starke Führung."
Frage: "Wo soll diese also herkommen?"
Grimm: "Das liegt bei der FDU. Ich bin bereit, unser Koalitionsangebot an die FDU zu unveränderten Bedingungen weiter gelten zu lassen..."
Frage: "... eine Nachverhandlung schließen Sie also aus?"
Grimm: "Kategorisch! Schauen Sie: Die FDU und Ihre Cheftaktikerin Ford haben verdammt hoch gepokert, weil sie die andere Koalitionsoption hatten. Damit ist jetzt Schluß. Die FDU hat sich schlicht und ergreifend überschätzt. Jetzt liegen die Trümpfe alle bei uns. Die FDU kann keine weiteren Zugeständnisse erwarten. Im Gegenteil, ich bleibe dabei, dass Frau Ford die Verantwortung für die Belastung des Verhältnisses der möglichen Koalitionäre übernimmt und als Zeichen der Entspannung als FDU-Vorsitzende zurücktritt."
Frage: "Glauben Sie, dass unter diesen Umständen die FDU..."
Grimm: "Wie gesagt: Wenn die Freien Demokraten es vor ihrem Gewissen, vor Gott, der Nation und den Wählern verantworten können, unserem Land seiner Regierung zu berauben - dann sollen sie doch! Wir werden uns unserer Verantwortung nicht entziehen. Ich werde für das Kanzleramt kandidieren, mit Koalition im Rücken oder ohne. Schuld an allem anderen tragen dann die, die mich nicht wählen."
Frage: "Was unser Land sicher in Neuwahlen führen wird."
Grimm: "Sicher? Naja. Das wird sich zeigen. Eine relative Mehrheit im dritten Wahlgang sehe ich im Bereich des Möglichen."
Frage: "Und wenn nicht?!"
Grimm: "Gibt es Neuwahlen. Vor denen habe ich keine Angst. Ich rechne mit massiven Verlusten für SPDU - und die FDU. Wir würden aus Neuwahlen gestärkt hervorgehen, weil den Menschen klar sein muss, dass es nur zwei Wege für unser Land geben wird: Eine bürgerliche Regierung der Reformen unter Führung von VU und FLA - oder einen grüngeführten Absturz. Tertium non datur!"
Frage: "Aber Neuwahlen bedeuten erneut mehrere Wochen Stillstand!"
Grimm: "Das erklären Sie bitte der FDU. Wir sind dafür nicht verantwortlich."
Frage: "Herr Grimm - vielen Dank für die klaren Worte."