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Norbert Blüm hat recht!

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 16:44
von Konrad Grimm
Nobbi in der ZEIT

Ich bin ja fasziniert, wem ich neuerdings so alles zustimme... :D, aber nichts desto trotz hat Bundessozialminister a.D. Blüm völlig recht, wenn er diesen Unsinn von wegen "Bedingungsloses Grundeinkommen", wie es grade die Althaus-Kommission der CDU vorgeschlagen hat, und das in unschöner Einigkeit mit den Grünen und FDP, ablehnt. Menschen bedingungslos mit Staatsmitteln zu füttern hebelt das Kernprinzip der christlichen Soziallehre - das Subsidiaritätsprinzip - aus. Es kann nicht sein, dass man ohne Unterscheidung nach Bedürftigkeit jeden mit dem gleichen Geldbetrag bewirft.

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 18:33
von Gunnar Svensson
Recht hat er aber nicht mit der These, dass das Grundeinkommen von Neoliberalen und Marxisten geschlossen befürwortet wird, die Befürworter sind in beiden Lagern in der Minderheit.

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 18:39
von Stanislav Goldmann
"Die Rente ist sicher!" :D

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:00
von Rainer Zufall
Naja, ist sie ja auch, die Frage ist nur, in welcher Höhe ;)

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:06
von vSzP
Ja, diese idee fördert faulheit.. bringt aber auch sicherheit und rückt einiges wieder zurecht, was in den letzten jahren schief gelaufen ist.

unser ganzes leben kann sich doch nicht auf die arbeit konzentrieren. es gibt doch bessere argumente für unsere existenz als nur unseren job. aber mir gehts mächtig auf den geist, dass menschen immer nur aufgrund ihres jobs def. werden.

ein grundeinkommen für alle garantiert menschenwürde und beugt vor, dass man sich selbst verkaufen muss.

nichts gegen arbeit und wohlstand und dessen mehrung. aber arbeit um jeden preis? nein!

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:11
von Rainer Zufall
Ja, so seh ich das auch. Faulheit ist übrigens okay, nur kein falscher Neid, muß ja nich jeder ein Workaholic sein ;)

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:17
von Konrad Grimm
Original von vSzP
nichts gegen arbeit und wohlstand und dessen mehrung. aber arbeit um jeden preis? nein!
Du übersiehst, dass Arbeit die Nahrungsbeschaffung des zivilisierten homo sapiens ist. Es gibt in der Natur kein Leben, das einfach so durchgefüttert wird. Das widerspricht Darwins "struggle for life".

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:24
von Michael Schneider
Man muss sich sein Geld verdienen. Ein Staat in dem jeder Geld kriegt egal was er leistet mag ja super sozial sein, aber wir können damit auf dauer nicht leben, weil das Dummheit, Faulheit und Schmarotzertum fördert.

Edit:
Original von Konrad Grimm

Du übersiehst, dass Arbeit die Nahrungsbeschaffung des zivilisierten homo sapiens ist. Es gibt in der Natur kein Leben, das einfach so durchgefüttert wird. Das widerspricht Darwins "struggle for life".
Genau so ist es. Über kurz oder lang können wir es uns nicht leisten, wenn wir schlicht überleben wollen, weil dadurch unser Lebensstandard nciht auf ein Gleichmaß wächst, sondern bei allen gleich schlecht sein wird.

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:29
von vSzP
Original von Konrad Grimm

Du übersiehst, dass Arbeit die Nahrungsbeschaffung des zivilisierten homo sapiens ist. Es gibt in der Natur kein Leben, das einfach so durchgefüttert wird. Das widerspricht Darwins "struggle for life".
Nein, das übersehe ich nicht. Ich akzeptiere es auch - im gewissen Sinne.

Doch, wie lang soll es so weitergehen? Müssen wir jährlich 1 Stunde mehrarbeiten um unseren Standard halten zu können? Der Tag hat nun einmal 24 Stunden und ist nicht verlängerbar. Man will ja auch noch was vom Leben haben und nicht nur ackern.

Wir haben den technischen Fortschritt, die Logistik und Disposition. Warum müssen wir weiterhin soviel arbeiten? Ich verstehe es nicht und finde die Argumentation dahinter irreführend, wenn nicht sogar gelogen.

Im Mittelalter haben die Menschen 2 Stunden am Tag gearbeitet und sich dann um Familie, Haus etc. gekümmert. Und heute sind es 8,5 Stunden. Wo ist denn da der Fortschritt geblieben?

Verfasst: Sa 26. Apr 2008, 20:35
von Michael Schneider
Original von vSzP

Nein, das übersehe ich nicht. Ich akzeptiere es auch - im gewissen Sinne.

Doch, wie lang soll es so weitergehen? Müssen wir jährlich 1 Stunde mehrarbeiten um unseren Standard halten zu können? Der Tag hat nun einmal 24 Stunden und ist nicht verlängerbar. Man will ja auch noch was vom Leben haben und nicht nur ackern.

Wir haben den technischen Fortschritt, die Logistik und Disposition. Warum müssen wir weiterhin soviel arbeiten? Ich verstehe es nicht und finde die Argumentation dahinter irreführend, wenn nicht sogar gelogen.

Im Mittelalter haben die Menschen 2 Stunden am Tag gearbeitet und sich dann um Familie, Haus etc. gekümmert. Und heute sind es 8,5 Stunden. Wo ist denn da der Fortschritt geblieben?
Unser Durchschnittsalter ist erheblich gestiegen. Und damals war der Lebensstandard der absoluten Mehrheit ein WENIG niedriger. Und erzähl dem Bauer nicht er hätte nur 2 Stunden gearbeitet. Der Haushalt war Hauptarbeit. Ebenso bei Handwerkern, die richtig schuften durften und ihre gesundheit ruinierten. Und so durften Kinder auch ihre Eltern im Alter richtig durchfüttern. Im Siechen- oder Altenhaus wäre ich nicht gerne gelandet...