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Frage an die Juristen unter uns

Verfasst: So 13. Apr 2008, 20:46
von vSzP
Nabend,

mein alter Handyvertrag wurde am 15.10.2005 abgeschlossen, ging 24 Monate und konnte aufgrund von Sonderkonditionen nicht verlängert werden (Studenten-Tarif).

Am Ende der 2 Jahre gab es Unstimmigkeiten mit der Rechnung. Wer für diese Unstimmigkeiten verantwortlich ist, kann man nicht so genau sagen. Aufjedenfall habe ich 12.11.2007 eine Mail erhalten, inder ich aufgefordert wurde, gut 300 Euro zu überweisen. Das hab ich dann auch gemacht weil dieser Betrag korrekt war. Ich überwies also im Dezember die 300 Euro und damit war für mich die Sache dann vorbei. Der Vertrag war ja schließlich nicht mehr gültig.

So hab ich mich bei O2 auch nicht mehr eingeloggt und mir ist nicht aufgefallen, dass O2 für Nov., Dez. und Januar 2008 noch monatliche Beiträge haben wollte mit der Begründung, solang noch Restforderungen bestünden, sei der Vertrag nicht zuende. Wie gesagt, ich hab mich nicht eingeloggt und so wurde ein Inkasso-Unternehmen beauftragt und wollte von mir nochmal gute 200 Euro.

Die hab ich dann erstmal unter Vorbehalt überwiesen. Meine Frage jetzt: ist der Vertrag tatsächlich solang gültig bis die Forderungen alle erfüllt sind? Wenn ich ich Mitte Dez. überweise und die erst Anfang Januar buchen, ist das meine Schuld? Kann ich von O2 die drei Grundgebühren sowie die Kosten für das Inkassounternehmen zurückbekommen?

Verfasst: So 13. Apr 2008, 20:59
von Montgomery Scott
Ein Jurist bin ich nicht, meinen Senf trage ich trotzdem bei ;)

Die Frage ist zuerst mal, ob Du Bearbeitungsgebühren für das Inkasso-Verfahren zahlen musstest. Die wären in jedem Fall nichtig, weil O2 dir vorher eine ordentliche Rechnung schicken müsste.

Der Vertrag läuft so lange, bis er ordentlich gekündigt wird. Wenn Du ordentlich gekündigt aber erst später gezahlt hast, glaube ich nicht, dass für die dazwischen liegende Zeitspanne noch Forderungen von O2 legitim sind, es sei denn, es steht etwas entsprechendes ausdrücklich im Vertrag.

Verfasst: So 13. Apr 2008, 21:13
von vSzP
O2 hat mir erst zwei Rechnungen über insgesamt 3.000 Euro geschickt. Da musste ich erstmal nachhacken und man sitzt ja auch nicht den ganzen Tag zuhause und wartet darauf, von O2 Post zu bekommen. Ich musste immer nach Feierabend mich um die Sache kümmern. Dazu kam, dass O2 auch eine gewisse Zeit mit der Prüfung brauchte. Und letztendlich sind die ja zum Entschluss gekommen, dass eigentlich nur 300 Euro gerechtfertigt sind und nicht 3000.

O2 hat in dem Fall sehr kundenfreundlich gehandelt. Sie sind auf meine Argumente eingegangen und es kam kein blöder Standardbrief zurück. Auch sonst klappte die kommunikation sehr gut mit denen. Umso trauriger finde ich es, dass anschließend sowas kommt.

Verfasst: So 13. Apr 2008, 21:48
von Konrad Grimm
Das kann niemand beantworten, der nicht Vertrag und AGB gelesen hat.