[Auswertung] Meinungsumfrage zur Stimmung in der Demokratischen Union 03/2008 II
Verfasst: Di 25. Mär 2008, 18:53

- Montarian School of Governance
Institute for Social Research / Professorship for Methods of Research in Social Science
Das Institute for Social Research möchte sich wegen den zahlreichen Einsendungen zur 2. Meinungsumfrage zur Stimmung in der Demokratischen Union 03/2008 bedanken. Besondere Freude möchte ich ausdrücken, dass dieses mal 30% Fragebögen mehr zurückgesandt wurden. Sogleich möchten wir der interessierten Öffentlichkeit das Ergebnis und die Auswertung präsentieren (Stichzeit: 25. März 2008, 17:40 Uhr).
Probanden: 43 (repräsentativ)
1. Wenn heute Wahlen zum Unionsparlament wäre, welche Partei würden Sie wählen?
SPDU 20,9% (-3,3% im Vergleich zur letzten Umfrage; -6,9% im Vergleich zur vergangenen Unionsparlamentswahl)
VU 18,6% (-8,7%; -0,8% (Vaterländische Liste))
FLA 18,6% (n.a.; n.a.)
UFD 9,3% (-2,8%; -13,4%)
FDU 9,3% (-2,8% -4,5%)
KPDU/PEP 6,9% 12,1% (-5,2% -4,7% (Linke Liste); Einzelergebnis PEP: 2,3%)
FVP 2,3% (-3,8%; n.a.)
sonstige 14,0% (+7,9%)
Im Vergleich zur letzten Umfrage verloren sämtliche Parteien empfindlich an Stimmen. Die höchsten Stimmverluste musste dabei die das letzte mal erstarkte Vaterländische Union einfahren. Sie verlor sogar Anteile zum Wahlergebnis zum Unionsparlament. An erster Stelle sind nun die Sozialdemokraten, was dennoch nicht über den niedrigen Stimmanteil hinwegtäuschen darf. Auf Anhieb schafft es die neue selbsternannte liberale Alternative FLA neben der VU auf Platz zwei. UFD und FDU bleiben weiter auf zueinander gleichem Niveau. Die Linke Liste verliert an Rückhalt, was wohl auch an der nicht erfolgten Arbeit des ehemaligen Ministerpräsidenten von Freistein Abel liegt. Gar nicht zufrieden mit irgendeiner Partei sind mittlerweile 14% der Wähler. Hier müssen die Parteien noch stärker arbeiten.
Dieses Ergebnis wirkt sich wie folgt auf die Sitzverteilung aus (11er-Parlament):
SPDU 2 (-1; -1)
VU 2 (-2; ±0)
FLA 2 (n.a.; n.a.)
UFD 2 (+1; ±0)
FDU 2 (+1; +1)
LL 1 (±0; ±0)
Wie auch beim Wahlergebnis fährt die VU die höchsten Platzverluste zur letzten Umfrage ein. Wegen der vielen Nichtparteienwähler würden UFD und FDU wieder auf zwei Plätze kommen. Die Koalitionen in diesem Verteilungsbild scheint schwierig. Die bisherige Regierungskoalition SPDU-UFD ist nicht mehr weiterführbar. Der Koalitionswille von VU und FLA ist nicht abzusehen. Weitere Konstellationen erscheinen schwierig, obwohl eine deutliche bürgerliche Mehrheit aus VU, FLA, FDU und UFD existiert.
2. Wie bewerten Sie die Arbeit der Regierung Hennrich? (Schulnoten)
Helmut Hennrich (Kanzler, Wirtschaft, Finanzen): 3,97 (ausreichend)
Modus: ungenügend [6] (26,4%)
Median: ausreichend [4]
Helen Bont (Auswärtiges): 4,17 (ausreichend)
Modus: ungenügend [6] (25,0%)
Median: ausreichend [4]
Bodo von Kurzschluss (stellv. Kanzler, Inneres): 4,26 (ausreichend mit Tendenz zu mangelhaft)
Modus: ungenügend [6] (26,8%)
Median: ausreichend [4]
Peter Vain (Verteidigung): 4,42 (ausreichend mit Tendenz zu mangelhaft)
Modus: ungenügend [6] (27,5%)
Median: mangelhaft [5]
Regierung insgesamt: 4,20 (ausreichend)
Die Regierung wird insgesamt als eher schlecht bewertet. Dabei schneiden Kanzler Hennrich und Außenministerin Bont noch am besten ab, haben die beiden auch als einzige auch die Bestnote sehr gut von bis zu 7,3% der Befragten bekommen. Bezeichnend allerdings sieht man am Modus: Jedes Regierungsmitglied vereint wenigstens ein Viertel der schlechtesten Note auf sich. Die Befragten sind insgesamt sehr unzufrieden mit der Regierungsarbeit.
3. Wie bewerten Sie die politische Stimmung in der Union?
arithmetisches Mittel: 4,48 (ausreichend mit Tendenz zu mangelhaft)
Modus: mangelhaft [5] (31,0%)
Median: mangelhaft [5]
Die politische Stimmung wird weiterhin als mangelhaft eingeschätzt. Wenn auch eine geringe Notenverbesserung von 31 Basispunkten zur letzten Befragung zu erkennen ist, ist dennoch anzuerkennen, dass die Stimmung weiterhin stark getrübt ist.
4. Wie bewerten Sie die Arbeit der Mitglieder des Unionsparlaments? (Schulnoten)
Konrad Grimm (VL): 2,98 (0,25 schlechter)
Modus: gut [2] (34,9%)
Median: gut [2]
Hajo Poppinga (VL): 3,15 (0,18 schlechter)
Modus: gut [2] (27,9%)
Median: befriedigend [3]
Palin Waylan-Majere (LL): 3,44 (0,05 schlechter)
Modus: gut [2] (23,8%)
Median: befriedigend [3]
Sean William Connor (SPDU): 3,46 (0,06 besser)
Modus: befriedigend [3] (30,2%)
Median: befriedigend [3]
Helmut Hennrich (SPDU): 3,66 (0,36 schlechter)
Modus: befriedigend [3] (27,9%)
Median: befriedigend [3]
Denise Marisa Heidenberg (UFD): 3,90 (0,40 schlechter)
Modus: ausreichend [4] (23,3%)
Median: ausreichend [4]
Bodo von Kurzschluss (UFD): 4,35 (0,17 schlechter)
Modus: ungenügend [6] (30,2%)
Median: ausreichend [4]
Charles Dowan (SPDU): 5,07 (0,08 besser)
Modus: ungenügend [6] (69,8%)
Median: ungenügend [6]
Alle Abgeordneten wurden schlechter bewertet oder nur unsignifikant besser bewertet als bei der letzten Umfrage. Dabei bleibt allerdings zu beobachten, dass die beiden Abgeordneten der Vaterländischen Liste immer noch die Reihenfolge anführen. Linkspolitiker Waylan-Majere konnte sich um einen Platz verbessern und Kanzler Hennrich überholen, damit steht die parlamentarische Opposition ganz oben. Exkanzler Connor konnte sich ebenfalls verbessern, wegen der Schlechterbewertung der Kollegen und einer marginalen Besserwertung. Noch immer hinten sind von Kurzschluss und Dowan. Auch Exaußenministerin Heidenberg erlitt starke Verlust, 40 Basisnotenpunke schlechter bewertet.
Die Durchschnittsbewertung der Regierungs- und der Oppositionsabgeordneten:
Regierungsabgeordnete: 4,09 (ausreichend [4]; 0,16 schlechter)
Oppositionsabgeordnete: 3,19 (befriedigend [3]; 0,16 schlechter)
Unionsparlament insgesamt: 3,75 (ausreichend [4]; 0,16 schlechter)
So richtig glücklich ist die Bevölkerung auch weiterhin weder mit Regierung, noch mit Opposition. Die Opposition steht allerdings noch weiter besser im Kurs.
5. Bewerten Sie die Arbeit der Vertreter der Länder im Unionsrat. (Schulnoten)
Fabian Montary (Roldem): 2,51 (0,30 besser)
Modus: gut [2] (37,2%)
Median: gut [2]
Sabine Kramer-Ruf (Salbor): 3,85 (0,03 besser)
Modus: befriedigend [3] (27,9%)
Median: befriedigend [3]
Montgomery Scott (Heroth): 4,15 (0,18 besser)
Modus: ungenügend [6] (27,9%)
Median: ausreichend [4]
Oliver von Palm (Imperia): 4,54 (0,39 besser)
Modus: ungenügend [6] (37,2%)
Median: mangelhaft [5]
Josh Newitt (Katista): 4,74 (0,23 besser)
Modus: ungenügend [6] (39,5%)
Median: mangelhaft [5]
Patrick Behrens-Nilsson (Westliche Inseln): 5,11 (0,11 schlechter)
Modus: ungenügend [6] (53,5%)
Median: ungenügend [6]
Durchgehend wurden die Vertreter der Länder im Unionsrat, bis auf den vor Kurzem in eine psychiatrische Klinik eingelieferten Vertreter der Westlichen Inseln, besser bewertet als in der letzten Ausgabe. Hier stichen besonders Imperias Vertreter von Palm und Roldems Vertreter Dr. Montary hervor, wobei sich letzterer wieder den Spitzenplatz sichern konnte. Trotz der vielen Verbesserungen bekommen nur Dr. Montary und Salbors Kramer-Ruf eine zwei oder drei vor dem Komma. Die Ländervertreter schneiden insgesamt mit 4,32 Notenpunkten um 9 Basispunkte besser ab, liegen allerdings weiterhin noch über einen halben Notenpunkt hinter den Kollegen aus der anderen Parlamentskammer.
6. Würden Sie einer Systemumstellung hin zu einem Präsidialsystem, in dem ein direkt gewählter Unionspräsident die Aufgaben des Unionskanzler übernimmt und das Amt des Unionskanzlers abgeschafft wird, zustimmen?
ja: 41,9%
nein: 48,8%
Weder eine eindeutige Zustimmung, noch eine eindeutige Ablehnung zeigt sich für diese Frage. An beide Lager der Befürworter und Ablehner müssen also noch weiter Aufklärungsarbeit leisten um eine Mehrheit zu finden und die verbleibenden knapp 10% der Unentschlossenen für sich zu gewinnen und eventuell noch Gegner der eigenen Position zu überzeugen.
Der Modus ist der am häufigsten gewählte Wert.
Der Median ist derjenige Wert, der das Ergebnisfeld, aufsteigend nacheinander sortiert, in zwei Hälften teilt.
Für die Richtigkeit der Angaben,
Prof. H. S. Vahlberg