Amber Marie Ford im Interview, u. a. zur FLA-Gründung
Verfasst: Mo 24. Mär 2008, 22:40
Auf der Terrasse ihres Strandhauses in Saint-Tropez (Westliche Inseln) gibt die ehemalige Unionspolitikerin Amber Marie Ford der Journalistin Christine Räbiger vom Nachrichtensender DU24 ein Exklusiv-Interview, welches sich v. a. um ihr neues Leben als Privatiere sowie die aktuellen Entwicklungen der Unionspolitik dreht, ein Thema ist natürlich auch die Gründung der Freiheitlich-liberalen Allianz:
Ford: ... Man muss es einmal so zynisch sagen: die Söhne und Töchter der letzten "goldenen Generation" unseres Landes benehmen sich wie Elefanten im Porzellanladen, und zerdeppern ebenso sinnlos wie brutal alle gewachsenen und tragenden Werte und Traditionen.
Räbiger: Seit neuestem gibt es ja mit der Freiheitlich-liberalen Allianz eine neue Partei, die dem Abstieg des Landes entgegenwirken will...?
Ford: (Schüttelt lachend den Kopf) Der alljährliche Sommerlochunfug findet dieses Jahr offensichtlich schon im März statt - sehr viel mehr gibt es zu dieser Gründung wohl nicht zu sagen.
Schauen Sie sich doch allein mal die Gründungsmitglieder an: eine Frau Mason, die bislang nichts vorzuweisen hat außer ihren Nachnamen, ein Herr O'Connor den man noch nicht einmal dem Nachnamen nach kennt und ein Herr Marshall, seines Zeichens der einschlägig bekannte Chefeinpeitscher für die Bejubelung der regierenden SPDU/UFD-Koalition.
Zwei Drittel der Gründungsmitglieder sind derzeit gar nicht wahlberechtigt, der halbe Vorstand ist es auch nicht, und wird es wohl auf absehbare Zeit auch nicht werden.
Die Partei hat weder Satzung noch Programm, die Farben sind von der FDU geklaut, und der Name - man sollte den Herrschaften mal ein lateinisches Wörterbuch schenken, dann bemerken sie vielleicht die Lächerlichkeit des von ihnen ersonnen Terminus "freiheitlich-liberal".
Räbiger: Was, glauben Sie, hat die FLA-Gründer denn zu diesem Schritt bewogen?
Ford: (zuckt die Achseln) Profilneurotik? Nein, ich weiß es nicht... Was ich weiß ist, dass Herr Marshall und Frau Mason jedenfalls die Öffentlichkeit dreist belügen, wenn sie so tun, als hätten sie irgendwas unternommen um die FDU wieder aufzupäppeln. Wenn sie wollte, könnte Frau Mason heute bereits für die FDU im Unionsparlament sitzen, und bei entsprechendem Interesse wäre sie sicherlich auch bei den anstehenden Vorstandswahlen berücksichtigt worden.
Nur, sie wollte aus irgendeinem Grunde nicht, den sie in der FDU leider niemals dargelegt hat. Vielleicht erschien es ihr zu mühselig, sich ihren Platz in der Galerie großer liberaler Persönlichkeiten wie z. B. Frank von Winkler, Holger Beuttler, James-Patrick Mason, Rudolph Baylor oder Theodor Klatten, die die FDU geformt und geprägt haben, zu erarbeiten, statt dessen witterte sie die Chance, die FDU mit einer Schnell-und-billig-Partei in den Abgrund zu stoßen, und sich auf diese Weise unsterblich zu machen? Jedenfalls scheint es mir so...
Räbiger: Sehen Sie in der FLA dennoch eine Gefahr für die FDU?
Ford: (mit ernstem Gesicht) Ja, da darf man sich gar nichts vormachen, die FLA ist eine Gefahr für die FDU, und somit den Liberalismus in unserem Land. Schauen Sie sich zum Vergleich nur einmal dieses Gebilde namens UFD bzw. früher VFD an: es hatte und hat - sieht man einmal von einer wenige Wochen währenden Phase ab, da die damalige VFD von Matthias Schmelzer geführt wurde - niemals auch nur irgendwas mit einer bürgerlich-konservativen Volkspartei zu tun, wie es die RVP einst war. Sie war, ist und bleibt ein Klüngel aus Beliebigkeit und Austauschbarkeit, dessen Stärke fast immer allein die Masse, aber kaum jemals echte Klasse war.
Dennoch: seit ihrer Gründung vor über vier Jahren ist im bürgerlich-konservativen Spektrum nichts mehr gewachsen. Dieser Teil der Gesellschaft wurde und wird seither nur noch von herausragenden Einzelpersönlichkeiten wie Matthias Schmelzer, Rudolph Baylor, Hajo Poppinga oder Konrad Grimm politisch repräsentiert, der organisierte Wertkonservativismus ist ebenso mausetot wie die grün-alternative Bewegung, und so könnte es dank Frau Mason und Herrn Marschall als nächstes auch dem bürgerlichen Liberalismus ergehen.
Räbiger: Welche weitere Entwicklung erwarten Sie in diesem Teil des politischen Spektrums?
Ford: Die FLA wird zunächst versuchen, die FDU zu beseitigen und in Vergessenheit zu drängen, um die einzige nominell liberale Kraft zu sein. Sodann wird sie, wie ich mir vorstellen könnte, mit der UFD fusionieren, und der noch weiter deformierte Hybrid einen noch dümmlicheren Namen bekommen, diesmal vielleicht BFD - Bündnis für Freiheit und Demokratie, oder so. Die kümmerliche Ruine des einstmaligen Bürgertums wäre dann endgültig fit für das Präsidial- und Zweiparteiensystem.
Die politische Linke ist nach dem Verschwinden von BZ und PDS ebenfalls auf einem guten Weg dahin, sich samt und sonders in der SPDU als beliebigem Anti-Sammelbecken zum beliebigen Sammelbecken dieses UFD/LFA-Hybriden zu vereinigen, mit Helmut Hennrich haben wir bereits den ersten lupenrein gesichtlosen Vollblutbürokraten als Regierungschef, ihm werden wohl fortan nur noch Leute aus dem gleichen Guss und den Reihen einer von zwei nichtssagenden und austauschbaren Parteien folgen.
Räbiger: Sie sehen in der Gründung der LFA also einen weiteren Schritt des politischen und gesellschaftlichen Verfalls?
Ford: Genau! Auch wenn Frau Mason und Herr Marshall sich als Heilsbringer aufspielen, sie sind nichts als Marodeure, Totengräber und Konkursgewinnler, die noch schnell ihre Namen in die Geschichtsbücher eintragen wollen, ehe diese geschlossen und an das Museum weitergereicht werden.
Mit der FDU, die seit bisher fast sieben Jahren die Geschichte und Geschicke dieses Landes mitgeprägt und einige seiner berühmtesten und bedeutendsten politischen Persönlichkeiten hervorgebracht hat, versuchen Frau Mason und Herr Marshall nun - nach unserem Namen, unserer nationalen Identität, anderer prägender Parteien wie der RVP, der PDS oder dem BZ, zahllosen Vereinen und Organisationen - ein weiteres Stück einstmals ratelonischer Geschichte zu seinem Ende zu bringen, und die "Demokratische Union" weiter vom alten Ratelon abzusetzen.
Es ist traurig, wie solche Leute sich ungestraft als Retter und Bewahrer aufspielen können (schürzt die Lippen).
Räbiger: Könnten Sie sich unter den veränderten Bedingungen eine Rückkehr in die aktive Politk vorstellen?
Ford: (mit entschlossener Stimme) Wenn es notwendig ist, um die FDU am Leben zu erhalten - ja! Ich werde nicht zulassen, dass ein paar ruhmeslüsterne Emporkömmlinge noch ein weiteres Stück Tradition und Geschichte unseres Vaterlandes im Lokus abspülen! Hängt der Fortbestand der FDU an mir, dann werde ich ihn gewährleisten, auch wenn das meine Rückkehr in die aktive Politik erfordert!
Räbiger: Das hieße, sie würden also praktisch zu Ihrem alten Arbeitspensum zurückkehren? Immerhin sind derzeit auch als Rechtsanwältin an mehreren Verfahren vor dem Unionsgericht beteiligt...
Edit: BB Code
Ford: ... Man muss es einmal so zynisch sagen: die Söhne und Töchter der letzten "goldenen Generation" unseres Landes benehmen sich wie Elefanten im Porzellanladen, und zerdeppern ebenso sinnlos wie brutal alle gewachsenen und tragenden Werte und Traditionen.
Räbiger: Seit neuestem gibt es ja mit der Freiheitlich-liberalen Allianz eine neue Partei, die dem Abstieg des Landes entgegenwirken will...?
Ford: (Schüttelt lachend den Kopf) Der alljährliche Sommerlochunfug findet dieses Jahr offensichtlich schon im März statt - sehr viel mehr gibt es zu dieser Gründung wohl nicht zu sagen.
Schauen Sie sich doch allein mal die Gründungsmitglieder an: eine Frau Mason, die bislang nichts vorzuweisen hat außer ihren Nachnamen, ein Herr O'Connor den man noch nicht einmal dem Nachnamen nach kennt und ein Herr Marshall, seines Zeichens der einschlägig bekannte Chefeinpeitscher für die Bejubelung der regierenden SPDU/UFD-Koalition.
Zwei Drittel der Gründungsmitglieder sind derzeit gar nicht wahlberechtigt, der halbe Vorstand ist es auch nicht, und wird es wohl auf absehbare Zeit auch nicht werden.
Die Partei hat weder Satzung noch Programm, die Farben sind von der FDU geklaut, und der Name - man sollte den Herrschaften mal ein lateinisches Wörterbuch schenken, dann bemerken sie vielleicht die Lächerlichkeit des von ihnen ersonnen Terminus "freiheitlich-liberal".
Räbiger: Was, glauben Sie, hat die FLA-Gründer denn zu diesem Schritt bewogen?
Ford: (zuckt die Achseln) Profilneurotik? Nein, ich weiß es nicht... Was ich weiß ist, dass Herr Marshall und Frau Mason jedenfalls die Öffentlichkeit dreist belügen, wenn sie so tun, als hätten sie irgendwas unternommen um die FDU wieder aufzupäppeln. Wenn sie wollte, könnte Frau Mason heute bereits für die FDU im Unionsparlament sitzen, und bei entsprechendem Interesse wäre sie sicherlich auch bei den anstehenden Vorstandswahlen berücksichtigt worden.
Nur, sie wollte aus irgendeinem Grunde nicht, den sie in der FDU leider niemals dargelegt hat. Vielleicht erschien es ihr zu mühselig, sich ihren Platz in der Galerie großer liberaler Persönlichkeiten wie z. B. Frank von Winkler, Holger Beuttler, James-Patrick Mason, Rudolph Baylor oder Theodor Klatten, die die FDU geformt und geprägt haben, zu erarbeiten, statt dessen witterte sie die Chance, die FDU mit einer Schnell-und-billig-Partei in den Abgrund zu stoßen, und sich auf diese Weise unsterblich zu machen? Jedenfalls scheint es mir so...
Räbiger: Sehen Sie in der FLA dennoch eine Gefahr für die FDU?
Ford: (mit ernstem Gesicht) Ja, da darf man sich gar nichts vormachen, die FLA ist eine Gefahr für die FDU, und somit den Liberalismus in unserem Land. Schauen Sie sich zum Vergleich nur einmal dieses Gebilde namens UFD bzw. früher VFD an: es hatte und hat - sieht man einmal von einer wenige Wochen währenden Phase ab, da die damalige VFD von Matthias Schmelzer geführt wurde - niemals auch nur irgendwas mit einer bürgerlich-konservativen Volkspartei zu tun, wie es die RVP einst war. Sie war, ist und bleibt ein Klüngel aus Beliebigkeit und Austauschbarkeit, dessen Stärke fast immer allein die Masse, aber kaum jemals echte Klasse war.
Dennoch: seit ihrer Gründung vor über vier Jahren ist im bürgerlich-konservativen Spektrum nichts mehr gewachsen. Dieser Teil der Gesellschaft wurde und wird seither nur noch von herausragenden Einzelpersönlichkeiten wie Matthias Schmelzer, Rudolph Baylor, Hajo Poppinga oder Konrad Grimm politisch repräsentiert, der organisierte Wertkonservativismus ist ebenso mausetot wie die grün-alternative Bewegung, und so könnte es dank Frau Mason und Herrn Marschall als nächstes auch dem bürgerlichen Liberalismus ergehen.
Räbiger: Welche weitere Entwicklung erwarten Sie in diesem Teil des politischen Spektrums?
Ford: Die FLA wird zunächst versuchen, die FDU zu beseitigen und in Vergessenheit zu drängen, um die einzige nominell liberale Kraft zu sein. Sodann wird sie, wie ich mir vorstellen könnte, mit der UFD fusionieren, und der noch weiter deformierte Hybrid einen noch dümmlicheren Namen bekommen, diesmal vielleicht BFD - Bündnis für Freiheit und Demokratie, oder so. Die kümmerliche Ruine des einstmaligen Bürgertums wäre dann endgültig fit für das Präsidial- und Zweiparteiensystem.
Die politische Linke ist nach dem Verschwinden von BZ und PDS ebenfalls auf einem guten Weg dahin, sich samt und sonders in der SPDU als beliebigem Anti-Sammelbecken zum beliebigen Sammelbecken dieses UFD/LFA-Hybriden zu vereinigen, mit Helmut Hennrich haben wir bereits den ersten lupenrein gesichtlosen Vollblutbürokraten als Regierungschef, ihm werden wohl fortan nur noch Leute aus dem gleichen Guss und den Reihen einer von zwei nichtssagenden und austauschbaren Parteien folgen.
Räbiger: Sie sehen in der Gründung der LFA also einen weiteren Schritt des politischen und gesellschaftlichen Verfalls?
Ford: Genau! Auch wenn Frau Mason und Herr Marshall sich als Heilsbringer aufspielen, sie sind nichts als Marodeure, Totengräber und Konkursgewinnler, die noch schnell ihre Namen in die Geschichtsbücher eintragen wollen, ehe diese geschlossen und an das Museum weitergereicht werden.
Mit der FDU, die seit bisher fast sieben Jahren die Geschichte und Geschicke dieses Landes mitgeprägt und einige seiner berühmtesten und bedeutendsten politischen Persönlichkeiten hervorgebracht hat, versuchen Frau Mason und Herr Marshall nun - nach unserem Namen, unserer nationalen Identität, anderer prägender Parteien wie der RVP, der PDS oder dem BZ, zahllosen Vereinen und Organisationen - ein weiteres Stück einstmals ratelonischer Geschichte zu seinem Ende zu bringen, und die "Demokratische Union" weiter vom alten Ratelon abzusetzen.
Es ist traurig, wie solche Leute sich ungestraft als Retter und Bewahrer aufspielen können (schürzt die Lippen).
Räbiger: Könnten Sie sich unter den veränderten Bedingungen eine Rückkehr in die aktive Politk vorstellen?
Ford: (mit entschlossener Stimme) Wenn es notwendig ist, um die FDU am Leben zu erhalten - ja! Ich werde nicht zulassen, dass ein paar ruhmeslüsterne Emporkömmlinge noch ein weiteres Stück Tradition und Geschichte unseres Vaterlandes im Lokus abspülen! Hängt der Fortbestand der FDU an mir, dann werde ich ihn gewährleisten, auch wenn das meine Rückkehr in die aktive Politik erfordert!
Räbiger: Das hieße, sie würden also praktisch zu Ihrem alten Arbeitspensum zurückkehren? Immerhin sind derzeit auch als Rechtsanwältin an mehreren Verfahren vor dem Unionsgericht beteiligt...
Edit: BB Code