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Miserabel

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 11:30
von Teri Shark
Ich dachte, hier sieht das am ehesten jemand als symbolisch/symptomatisch/systematisch: Frank-Walter Steinmeier würdigt Annemarie Renger.

Sie hat ihn wohl tief geprägt. ;)

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 13:18
von Michael Schneider
Verstehe ich jetzt nicht ganz.

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 15:35
von Teri Shark
Es ist ein Beispiel miserabler Pressearbeit, sowas auf der Startseite zu verlinken. Die SPD hat momentan genug schlechte Presse - da achtet man darauf, keine leeren Artikel zu publizieren. Ein CMS ist natürlich leicht zu bedienen, aber man macht eben auch leicht Fehler.

Und Annemarie Renger war ja nun nicht irgendwer...

Verfasst: Mo 3. Mär 2008, 16:03
von Hajo Poppinga
:D

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 01:26
von Teri Shark
Wenn BILD blöd macht: Wer versorgt dann die Verblödeten?

Bild

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 02:20
von Sean William Connor
Original von Teri Shark
Es ist ein Beispiel miserabler Pressearbeit, sowas auf der Startseite zu verlinken. Die SPD hat momentan genug schlechte Presse - da achtet man darauf, keine leeren Artikel zu publizieren. Ein CMS ist natürlich leicht zu bedienen, aber man macht eben auch leicht Fehler.

Und Annemarie Renger war ja nun nicht irgendwer...
Das dumme nur ist, dass einzig die CDU und die Medien versuchen eine miese Presse zu erzeugen. So ein Bullshit. Warum soll die SPD bitte nicht mit der LINKEN zusammenarbeiten? Wenn die Inhalte stimmen passt es doch. Und warum sagt heute noch jeder, dass die SPD zwar in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Berlin mit der LINKEN zusammenarbeiten kann aber nicht in Hamburg und Hessen? Wo ist da der unterschied? Sind die neuen Bundesländer weniger wert? Ist West-Berlin nicht ein "altes Bundesland"?. Wer glaubt, dass Ypsilanti Wortbruch begangen hat möge sich den "brutalst möglichen Aufklärer" anschauen, der als Wendehals sich an die Grünen werfen wollte. Pfui!

Und Macht und die CDU ist auch so ne Sache. Die CDU war es doch, die schließlich mit dem rechtspopulisten Roland B. Schill in Hamburg in die Koalition gegangen ist. Da kräht gerade die rechte Springerpresse und die CDU, weil sie eins einsehen müssen: Die bürgerlich-rechte Mehrheit für CDU und FDP ist dahin - sie schwindet. Und das ist auch gut so! ;)

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 02:51
von Konrad Grimm
Original von Sean William Connor
Warum soll die SPD bitte nicht mit der LINKEN zusammenarbeiten?
Gegenfrage: Warum sollte man nicht jeden Sozialdemokraten erschlagen?

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 08:37
von Teri Shark
Original von Sean William Connor
Das dumme nur ist, dass einzig die CDU und die Medien versuchen eine miese Presse zu erzeugen.
Wer auch immer diese Presse erzeugt: Sie ist da. Und in solchen Momenten versucht man, peinliche Fehler des Gegners zu finden, statt sie selbst zu machen.
Warum soll die SPD bitte nicht mit der LINKEN zusammenarbeiten? Wenn die Inhalte stimmen passt es doch. Und warum sagt heute noch jeder, dass die SPD zwar in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Berlin mit der LINKEN zusammenarbeiten kann aber nicht in Hamburg und Hessen? Wo ist da der unterschied? Sind die neuen Bundesländer weniger wert? Ist West-Berlin nicht ein "altes Bundesland"?. Wer glaubt, dass Ypsilanti Wortbruch begangen hat möge sich den "brutalst möglichen Aufklärer" anschauen, der als Wendehals sich an die Grünen werfen wollte. Pfui!
Ja, andere Machtoptionen ohne die eigene Partei sind grundsätzlich moralisch verwerflich, zwielichtig und meistens auch gefährlich für das Land.

Wenn man Parteianhänger fragt.

Mir persönlich ist das relativ egal. Abgesehen davon, dass Kurt Beck gerade jedwede Glaubwürdigkeit verspielt hat (denn er war dagegen, bevor er dafür war), dass Kurt Beck als Parteivorsitzender offenbar absolut überfordert ist (wer so ein Presseecho nicht einmal schriftlich kommentiert, heizt es an), und dass Andrea Ypsilanti dem Gerhard Schröderschen "Ich habe gewonnen, die anderen haben verloren, auch wenn sie mehr Stimmen haben"-Syndrom verfallen ist.

(Geht das bei Euch um?)
Und Macht und die CDU ist auch so ne Sache. Die CDU war es doch, die schließlich mit dem rechtspopulisten Roland B. Schill in Hamburg in die Koalition gegangen ist. Da kräht gerade die rechte Springerpresse und die CDU, weil sie eins einsehen müssen: Die bürgerlich-rechte Mehrheit für CDU und FDP ist dahin - sie schwindet. Und das ist auch gut so! ;)
Jo. Kam nicht halb so überraschend wie ein Mega-Zick-Zack-Kurs verbunden mit einem Wortbruch.

Ich habe ja nicht per se etwas gegen Wortbrüche. Staatsmänner und -frauen können sich das gerne erlauben, wenn das Ergebnis stimmt und sie es überzeugend begründen können.

Aber der SPD-Dreher hatte nichts mit Planung, Strategie, Vorbereitung und Visionen zu tun. Wer derartig überfordert ist, eine koalitionäre 180-Grad-Drehung anzukündigen (geschweige denn, sie durchzuführen), der verdient keine Macht.

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 11:07
von Amber Marie Ford
Original von Sean William Connor
Warum soll die SPD bitte nicht mit der LINKEN zusammenarbeiten? Wenn die Inhalte stimmen passt es doch.
Weil, das sagte ich erst vor ein paar Tagen an anderer Stelle, die LINKE offenkundig freiheitsfeindliche und antidemokratische Ziele verfolgt. Sie bedient sich in ihrem Programm zwar einer betont sachlichen und gemäßigten Rhetorik, und hat jegliches linksextremistisches Vokabular abgelegt, doch dessen Quintessenz ist und bleibt marxistisch in Reinform: durch einen großen Kraftakt sollen alle Übel der Welt beseitigt, und anschließend die Zeit angehalten werden, um diesen Zustand zu konservieren.

Es bedarf doch wohl keiner philosophischen Diskussion mehr, dass dieses "Ende der Geschichte" zwingend auch mit dem Ende von Freiheit und Individualität, Demokratie und Pluralismus einher ginge. Denn diese erzeugen unweigerlich Veränderung, die nicht mehr sein soll, denn der Idealzustand ist ja bereits erreicht.
Und warum sagt heute noch jeder, dass die SPD zwar in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg und Berlin mit der LINKEN zusammenarbeiten kann aber nicht in Hamburg und Hessen? Wo ist da der unterschied? Sind die neuen Bundesländer weniger wert? Ist West-Berlin nicht ein "altes Bundesland"?.
Wenngleich ich es für ein beispielloses historisches Versagen halte, nur eine Handvoll SED-Granden wegen der Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze zu milden und durch Amnestien im Endeffekt nur symbolischen Freiheitsstrafen zu verurteilen, anstatt nach dem Vorbild der Nürnberger Prozesse die Verbrechen der SED vor den Augen der Weltöffentlichkeit aufzuklären und die Verantwortlichen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu langjährigen bis lebenslangen Haftstrafen zu verurteilen, die dann auch konsequent und bis zum letzten Tag vollstreckt worden wären, muss man andererseits auch sagen: ja, eine unterschiedliche Behandlung der LINKEN in Ost und West ist sinnvoll.

Nicht alle Mitglieder SED oder ihrer Blockparteien waren Verbrecher, wie auch die NSDAP hatte auch diese hunderttausende einfache Mitglieder, deren Integration in die bundesrepublikanische Gesellschaft möglich und zu erstreben ist - so, wie man eben auch nach dem 2. Weltkrieg mit "kleinen Nazis" und Mitläufern verfahren ist.

Ich persönlich denke allerdings, dass diese Zusammenarbeit nur wo unumgänglich, und generell nur auf kommunaler Ebene erfolgen sollte, wo viele LINKE-Mitglieder einfach Leute sind, die sich für ihre Gemeinde oder Stadt engagieren wollen und das eben als LINKE-Mitglieder tun, weil sie schon früher in der SED waren.

Unterdessen sind aber die nun für die LINKE in westdeutsche Landesparlamente eingezogenen Kandidaten anders viele LINKE-Mitglieder im Osten eben keine Leute, die etwa zu "DDR"-Zeiten der SED oder einer ihrer Blockparteien beigetreten waren weil es schlicht von ihnen, z. B. aus beruflichen Gründen erwartet oder verlangt wurde, sondern mitunter Mitglieder der verfassungsfeindlichen, eigentlich als Ersatzorganisation der KPD verbotenen, und bislang nur auf Grund ihrer marginalen Bedeutung geduldeten DKP.

Und mit dieser Partei und ihren Mitgliedern kann und darf es keinerlei Kooperation in welcher Form und auf welcher Ebene auch immer geben! Da erübrigt sich jede Diskussion über "demokratischen Sozialismus" und dergleichen, die DKP ist die auf links gewendete NPD, und sonst nichts. Dass die LINKE mit ihr kooperiert unterstreicht nur ihre Unwählbarkeit, Kooperationsuntauglichkeit, und letztlich feindliche Gesinnung gegenüber Freiheit und Demokratie.

Verfasst: Mi 5. Mär 2008, 11:42
von Oliver von Palm
Original von Konrad Grimm

Gegenfrage: Warum sollte man nicht jeden Sozialdemokraten erschlagen?
:rolleyes: :rolleyes: =) =)