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Die schwarze SPD
Verfasst: So 2. Dez 2007, 17:40
von Konrad Grimm
"Es ist Freitagmittag, als Friedrich Merz sich zu Wort meldet. Er war neben Angela Merkel der Held des Leipziger Reformparteitags von 2003, der einstige Hoffnungsträger des liberalen Flügels in der CDU, aber auch des konservativen, der Mann der Durchregierer und Bierdeckel-Steuererklärungsschreiber. Friedrich Merz also lässt in dürren Worten wissen, wo er am Montag und Dienstag auf keinen Fall sein werde: beim Bundesparteitag der CDU. Seit zwanzig Jahren ist es das erste Mal, dass er nicht kommen wird, so sehr ärgert er sich über die von seiner Partei mitgetragene Einigung auf einen Post-Mindestlohn."
FAZ: Manche bleiben auf der Strecke
Möchte jemand eine Wette abschließen, wann es zum Vereinigungsparteitag von Union und SPD kommt?
Verfasst: So 2. Dez 2007, 17:47
von Montgomery Scott
Nach Deiner Theorie müssten Koalitonsparteien dann grundsätzlich miteinander fusionieren...
RE: Die schwarze SPD
Verfasst: So 2. Dez 2007, 17:59
von Amber Marie Ford
Original von Konrad Grimm
Möchte jemand eine Wette abschließen, wann es zum Vereinigungsparteitag von Union und SPD kommt?
Gar nicht, weil es dumm wäre: das wäre das Signal für jetzt schon unzufriedene Mitglieder beider Parteien, ebenso wie für die diese Vereinigung Ablehnenden, diese vereinigte Partei zu verlassen, mit dem Ergebnis deutlicher Stärkungen der "Linkspartei", wahrscheinlich der Republikaner, und evtl. auch der FDP...
Verfasst: So 2. Dez 2007, 18:14
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Nach Deiner Theorie müssten Koalitonsparteien dann grundsätzlich miteinander fusionieren...
Wäre es die Koalition, dann müssten die Initiativen für Sozialdemokratismus von der SPD ausgehen und von der Union bekämpft werden. Das ist aber gerade im Bereich der Familienpolitik überhaupt nicht so. Von der Leyen betreibt lupenrein das weiter, was Renate Schmidt gemacht hat.
Das wäre jetzt die Chance für die FDP. Holland, Dänemark und die Schweiz haben es vorgemacht, dass einer rechter Liberalismus den schwankenden Überresten des Konservatismus den Todesstoß geben kann.
Verfasst: So 2. Dez 2007, 18:17
von Andreas O'Sullivan
Also ich bin Mitglied der CDU und JU und kann sagen, dass es bereits einige zur FDP getrieben hat. Und der Unmut ist nicht gerade gering.
Verfasst: So 2. Dez 2007, 18:19
von Andreas O'Sullivan
Original von Konrad Grimm
Das wäre jetzt die Chance für die FDP. Holland, Dänemark und die Schweiz haben es vorgemacht, dass einer rechter Liberalismus den schwankenden Überresten des Konservatismus den Todesstoß geben kann.
Schweiz? SVP rechtsliberal?
Verfasst: So 2. Dez 2007, 18:25
von Konrad Grimm
Original von Andreas O'Sullivan
Schweiz? SVP rechtsliberal?
Ja. Repressive Ausländerpolitik, nationale Unabhängigkeit (i.e. Nationalliberalismus), massive Steuersenkungen und Deregulierung (i.e. Wirtschaftsliberalismus) plus Law-and-Order. Das nenne ich rechtsliberal.
RE: Die schwarze SPD
Verfasst: So 2. Dez 2007, 18:44
von Fabian Montary
Original von Amber Marie Ford
[...] mit dem Ergebnis deutlicher Stärkungen [...] der Republikaner [...]
Haben die noch was zu sagen oder gibt es die nicht auch nur aus reinem Existenzwillen?
Verfasst: So 2. Dez 2007, 19:37
von Amber Marie Ford
Aktuell wahrscheinlich eher Letzteres, und gerade das würde sie zu einem interessanten "Übernahmeobjekt" für insbesondere sozialkonservative CDU-Mitglieder und -Wähler machen, die nach einer Fusion ihrer Partei mit der SPD weniger bis nichts mit der FDP anzufangen wüssten.
Verfasst: So 2. Dez 2007, 19:40
von Fabian Montary
Naja, und dann bekommen die auch ihre Franz-Schönhuber-Stiftung, ist doch prima...