Seite 1 von 11

Offizielle Stellungnahme der Spielleitung

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 21:42
von William C. Ashcraft
Erklärung der Spielleitung zu den Vorgängen um Imperia und Freistein

Die Spielleitung der Demokratischen Union stellt hiermit klar, dass die Versuche einer Gruppe von Spielern, die Länder Imperia und Freistein eigenmächtig und allein mit Unterstützung oder Billigung der in diesen Ländern registrierten Spieler, ohne Rücksprache mit und Zustimmung der Spielleitung sowie der Gesamtheit der Spielerschaft aus der Union herauszutrennen, um sie als selbstständige Staaten in der deutschsprachigen micronationalen Gemeinschaft weiterzuführen, ein schwerwiegender Verstoß gegen die Spielregeln der Demokratischen Union, namentlich Abschnitt IV. lit. J Nr. 3 sind, und entsprechend sanktioniert werden werden.

Entgegen der irrigen Auffassung oder jedenfalls Behauptungen der an diesen Handlungen beteiligten Spieler ist die Demokratische Union eine Micronation, und als solche weder in ihre einzelnen Länder, noch in die "Alt-Union" und das ehemalige Kaiserreich Imperia zerlegbar.

Die Demokratische Union wurde 1998 als ein einheitliches Projekt gegründet, und seither von zahlreichen Spielern gemeinsam auf die unterschiedlichsten Arten geprägt, geformt und gestaltet. 2001 wurde der Föderalismus in der Demokratischen Union verwirklicht, und die Länder als Bestandteile dieses einen Projektes hinzugefügt, ohne an dessen Charakter als eine Micronation zu rühren. Mitnichten wurde die Demokratische Union durch diesen Schritt in mehrere kooperierende Micronationen aufgespaltet o. ä., sondern lediglich zu einer bundesstaatliche Micronation erweitert.

Ebenfalls im Jahre 2001 beschloss die Micronation "Parlamentarisches Kaiserreich von Imperia" ihr Aufgehen in der Demokratischen Union. Durch diesen Schritt fusionierten zwei Micronationen zu einem gemeinsamen und fortan unteilbaren Projekt, es wurde kein mehr oder weniger lockerer Zusammenschluss separater Micronationen, vergleichbar etwa der erfahreneren Mitspielern wohl noch bekannten Kyrolonischen Föderation, begründet, sondern zwei Projekte zu einem gemeinsamen Projekt verschmolzen.

2007 besteht die Demokratische Union somit unverändert als eine bundesstaatliche Micronation mit derzeit sieben Ländern, welche zwar nicht mehr wegzudenkende Bestandteile ihres Staatsaufbaus, ihres Charakters, ihrer Geschichte und des Lebens in ihr sind, aber nichts desto minder "nur" Bestandteile dieses einen Spiels, und keine separaten Micronationen, welche lediglich einem Bund angehören, aus welchem sie nach Belieben ausscheiden können.

Entsprechend gehört die Demokratische Union als eine Gesamtheit all ihren aktiven Mitspielern zur gemeinsamen Hand, ohne Ansehen oder Unterschied der Dauer der Mitwirkung oder der bereits erbrachten Leistungen und Verdienste für dieses Spiel. Und auch ohne Ansehen oder Unterschied des Landes, in welchem der Spieler seine Identität leben lässt. Unbeschadet der simulationsinternen Selbstständigkeit der Länder in der Ausübung der ihnen nach der Unionsverfassung obliegenden Aufgaben steht weder den die Bürger eines Landes simulierenden Spielern, noch deren Regierung oder besonders verdienten aktiven oder ehemaligen in Bürgern eines Landes das Recht zu, eigenmächtig und gegen den Willen der Gesamtheit der Spielerschaft sowie der von diesen gewählten Spielleitung über dieses Land zu verfügen. Weder die virtuelle Geschichte der Demokratischen Union oder der micronationalen Welt, noch das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" als in die Simulation übernommene ethische Größe des realen Lebens können erfolgreich gegen das Wesen der Demokratischen Union als eine Micronation, die Tatsache, dass das Parlamentarische Kaiserreich von Imperia in dieser aufgegangen, und sich nicht nur reversibel mit ihr "zusammengeschlossen" hat, gegen die von der Spielerschaft demokratisch beschlossenen Spielregeln oder endlich die von den Bürgern der Demokratischen Union demokratisch beschlossene Unionsverfassung ausgespielt werden.

Es gibt simulationsextern wie -intern keine rechtliche oder moralische Grundlage für dieses Vorgehen einiger Spieler, sie befinden sich mit ihrem Vorgehen offensichtlich und massiv im Unrecht.

Dessen ungeachtet ist die Spielleitung übereingekommen, diesen spielregelwidrigen und somit im Prinzip simulationsintern nichtigen "Oktoberputsch" dennoch als Ereignis im Leben der Menschen in der Demokratischen Union zuzulassen.

Diese Entscheidung beruht auf dem Respekt der Spielleitung vor der Simulationsfreiheit der Spielerschaft. Zahlreiche Spieler, vom Unionskanzler bis zum einfachen Bürgern, haben die Tatsachen, welche eine kleine Gruppe zu schaffen versucht, aufgegriffen, und mit Leidenschaft und Fantasie ihren Widerstand dagegen, ihren Kampf für den Bestand ihrer Demokratischen Union und ihrer Länder als deren Gliedstaaten aufgenommen. Das will die Spielleitung ihnen nicht wegnehmen oder verbieten, dieses Engagement verdient es, sich entfalten zu dürfen und Eingang in die Geschichte der Demokratischen Union zu finden.

Die Spielleitung behält es sich jedoch vor, Handlungen der Sezessionisten und der mit ihnen verbündeten Staaten insofern umzudeuten oder für nichtig zu erklären, als dass sie den spielregelkonformen Ausgang des Szenarios, nämlich den Sieg der unionstreuen Kräfte und den Fortbestand der Demokratischen Union in ihrer Gestalt vom 08. Oktober 2007, gefährden. Insbesondere gelten Ereignisse, welche in den eigenmächtig eingerichteten Ersatzforen Imperias und Freisteins simuliert werden nur insoweit als passiert, wie dies von der Spielleitung festgestellt wird. Grundsätzlich findet die Simulation ausschließlich im Board der Demokratischen Union statt. Die Simulationsfreiheit steht ausschließlich jenen Spielern zu, welche sich auf dem Boden der Spielregeln bewegen, hier also denjenigen Spielern, welche sich in der Absicht, die Union zu verteidigen, an dem Szenario beteiligen.

Jedweden anderen Ausgang des Szenarios, sowie Verhandlungen mit den Separatisten über eine solche Möglichkeit, schließt die Spielleitung kategorisch aus. Es kann, darf und wird keinen Kompromiss mit Spielern geben, welche die Spielregeln und die berechtigten Interessen der Gemeinschaft mit Füßen treten, um ihre egoistischen Ansinnen durchzusetzen. Diese Spieler werden mit den Sanktionen belegt werden, welche der Schwere ihrer Verstöße gegen die Spielregeln angemessen, sowie zur Sicherung eines fortan friedlichen und spielregelkonformen Ablaufes dieses Spiels geboten sind.

Versuchen, die separierten Länder Imperia und Freistein auch nach Beendigung des Szenarios als selbstständige Staaten innerhalb der micronationalen Gemeinde zu simulieren, wird entsprechend entgegengetreten werden.

Insbesondere richtet die Spielleitung der Demokratischen Union, auch im Namen der Gesamtheit ihrer Spielerschaft, den kameradschaftlichen Appell an die Spielleitungen, Regierungen und Spieler aller Micronationen, sich nicht mit Leuten zu solidarisieren oder sie zu unterstützen, welche Regeln die zu beachten sie sich selbst freiwillig verpflichtet haben missachten, und das Spiel anderer mutwillig zu beschädigen oder zu zerstören versuchen.

Es steht im Rahmen der Simulationsfreiheit selbstverständlich jedem Staat und jeder Regierung frei, ihre Unterstützung der sezessionierten Staaten zu erklären und zu simulieren, jedoch bitten wir zu respektieren, dass die Spielerschaft der Demokratischen Union dieses Szenario zur gegebenen Zeit einem ihren Spielregeln konformen Ende zuführen werden, welches das Ende Imperias und Freisteins als selbstständiger Staaten außerhalb der Demokratischen Union bedeuten werden. Wir bitten darum, diesen Ausgang des Szenarios als virtuelle Realität zu betrachten, und entgegen unseren Spielregeln weitergeführte selbstständige Micronationen Imperia oder Freistein entsprechend als nicht existent zu betrachten.

Die Mitglieder der Spielleitung der Demokratischen Union

Rüdiger (Literoy Goldheart)
Matthias (William Butcher)
Christian (Christian von Metternich)
Martin (Fabian Montary-Vanderbilt)
Patrick (Sylvain Rousseau-Mason)
Philipp (Amber Marie Ford)

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 22:15
von Peter Vain
:daumen: :klatsch: :klatsch:

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 22:35
von Denise M. Connor
:klatsch: :klatsch:

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 22:41
von Fiete Schulze
sehr schön ;)

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 22:42
von Addison Montgomery
:klatsch: :klatsch:

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 23:26
von Schrobi
Die einzig richtige Entscheidung.

Nun würde ich mir wünschen, das möglichst viele andere Staaten, die den Anspruch eines gemeinsamen virtuellen Spiels für sich selber erheben, im Hinterkopf haben, dass hier in Ratelon die Spielregeln, die eine dauerhafte Existenz eines solchen Spiels garantieren, vorsätzlch gebrochen worden. Meines Erachtens ist es eine Art ungeschriebener Ehrenkodex für das Spielprinzip "Mikronationen", dass solche Aktionen nicht im Sinne des Erfinders sind und die Micronations nur funktionieren können, wenn man sich an gewisse Regeln hält und miteinander simuliert - und nicht jeder auf eigene Faust und für andere schadhaftes Verhalten.

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 23:42
von Rudolph Baader
Original von Schrobi
Die einzig richtige Entscheidung.

Nun würde ich mir wünschen, das möglichst viele andere Staaten, die den Anspruch eines gemeinsamen virtuellen Spiels für sich selber erheben, im Hinterkopf haben, dass hier in Ratelon die Spielregeln, die eine dauerhafte Existenz eines solchen Spiels garantieren, vorsätzlch gebrochen worden. Meines Erachtens ist es eine Art ungeschriebener Ehrenkodex für das Spielprinzip "Mikronationen", dass solche Aktionen nicht im Sinne des Erfinders sind und die Micronations nur funktionieren können, wenn man sich an gewisse Regeln hält und miteinander simuliert - und nicht jeder auf eigene Faust und für andere schadhaftes Verhalten.
Kann man auch das nicht ein wenig simulativer betrachten?
Ich nehme mal das Beispiel Gran Novara.
Dieses Land hat auch vor dieser Aktion die DU nicht anerkannt, weil in Gran Novara simuliert wird, dass Heroth als novarisch stämmige Region eigentlich ins Mutterland gehört (leider wurde diese Sim in DU bisher noch nicht großartig wahrgenommen). Daher auch die Abweisung von DU-Außenminsterin Heidenberg, die ausdrücklich keinen SimOff-Hintegrund hatte, wie sie gerne behauptet.

Ist nun also Imperia - zumindest durch einen Putsch - unabhängig, erkennt Gran Novara das an, weil es sich erhofft dadurch auch die Unabhängigkeit in Heroth zu stärken (natürlich rein simulativ).
Ist der Putsch gescheitert, wird Gran Novara natürlich nicht wiederum die DU anerkennen, weil es die DU vorher schon nicht anerkannt hat.

Auch ist geplant, zumindest seitens Gran Novara, den Kriegszustand aufrecht zu erhalten, wenngleich es ein ewiger Sitzkrieg sein wird.

Das sind aber alles Fakten aus der Sim heraus, und nicht aus RL-Beweggründen, weswegen ich darum bitte dieses zu differenzieren, und nicht gleich einen Staat schlecht zu machen, nur weil er für die DU - ob nun wahrgenommen oder nicht - den südlichen Bösewicht spielen will.

Nicht alles sollte - das habe ich ja schon mehrmals gesagt - immer bierernst und bitter ins RL gezogen werden, denn dann nimmt man sich wirklich jegliche Chancen für eine Simulation.

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 23:53
von Amber Marie Ford
Original von Rudolph Baader
[...]
Ich kann und will nicht für andere Spieler sprechen, sondern gebe nur meine Gefühle und Eindrücke wieder: veilleicht wollen wir DU'ler (ehemals Rateloner) mit solchen Szenarien einfach in Ruhe gelassen werden?

Vielleicht wollen wir nicht, dass fremde Staaten der Meinung sind, eines unserer Länder gehöre eigentlich zu ihnen, um darauf einen Konflikt aufzubauen?

Vielleicht wollen wir nicht den realhistorischen preußisch-französischen Gegensatz nachspielen?

Vielleicht wollen wir einfach unser Spiel spielen, unsere Unionsregierungen wählen und stürzen, Parteien gründen, fusionieren, sprengen, auflösen und neugründen, politische Programme formulieren und vorstellen, loben und zerreißen, Unternehmen gründen und Firmenimperien aufbauen, den Verlauf unserer Fußballligen verfolgen und mit ihm mitfiebern, unsere Identitäten sich verloben und heiraten, sich scheiden und manchmal auch sterben lassen, und darüber Zeitungsartikel lesen und schreiben, und uns daran erfreuen?

Wenn du jetzt fragst, was wir mit solchen Wünschen auf der GF-Karte machen - genau diese Frage stelle ich ja derzeit auch... ;)

Edit: Rechtschreibung

Verfasst: Do 11. Okt 2007, 23:57
von William C. Ashcraft
Original von Amber Marie Ford
Vielleicht wollen wir einfach unser Spiel spielen, unsere Unionsregierungen wählen und stürzen, Parteien gründen, fusionieren, sprengen, auflösen und neugründen, politische Programme formulieren und vorstellen, loben und zerreißen, Unternehmen gründen und Firmenimperien aufbauen, den Verlauf unserer Fußballligen verfolgen und mit ihm mitfiebern, unsere Identitäten sich verloben und heiraten, sich scheiden und manchmal auch sterben lassen, und darüber Zeitungsartikel lesen und schreiben, und uns daran erfreuen?
Genau das ist die DU kurz und bündig erklärt.
Und ich finde nicht das wir uns deswegen verstecken müssen.

Verfasst: Fr 12. Okt 2007, 00:00
von Rudolph Baader
Original von Amber Marie Ford
Ich kann und will nicht für andere Spieler sprechen, sondern geben nur meien Gefühle und Eindrücke wieder: veilleicht wollen wir DU'ler (ehemals Rateloner) mit solchen Szenarien einfach in Ruhe gelassen werden?
Ja, was machen wir überhaupt in den MNs, wenn wir nicht simulieren wollen?
Vielleicht wollen wir nicht, dass fremde Staaten der Meinung sind, eines unserer Länder gehöre eigentlich zu ihnen, um darauf einen Konflikt aufzubauen?
Wenn man auf einer Karte ist, dann muß man mit seinen Nachbarn leben.
Dass wird auf der OIK oder AIC nicht anders sein, es sei denn Ratelon möchte wirklich seine Ratelon-Karte machen. Dann gute Nacht Ratelon. Ehrlich.
Vielleicht wollen wir nicht den realhistorischen preußisch-französischen Gegensatz nachspielen?
Hab ich davon gesprochen? Nein. Es gibt mit Heroth und Gran Novara nunmal 2 Regionen mit halbwegs italienischen Wurzeln (übrigens nicht von mir, sondern von Dahlia erdacht). Irgendwie will man Geschichte, Kultur usw. ja auch erklären, ich denke nicht nur in Gran Novara.
Vielleicht wollen wir einfach unser Spiel spielen, unsere Unionsregierungen wählen und stürzen, Parteien gründen, fusionieren, sprengen, auflösen und neugründen, politische Programme formulieren und vorstelen, loben und zerreißen, Unternehmen gründen und Firmenimperien aufbauen, den Verlauf unserer Fußballigen verfolgen und mit ihm mitfiebern, unsere Identitäten sich verloben und heiraten, sich scheiden und manchmal auch sterben lassen, und darüber Zeitungsartikel lesen und schreiben, und uns daran erfreuen?
Ja, dann mach das doch bei doll2day. Die MNs simulieren seit langer Zeit auch geografisch. Das wird Ford nicht ändern, und Ford wird das auch in Ratelon sicher nicht ändern.
Wenn du jetzt fragst, was wir mit solchen Wünschen auf der GF-Karte machen - genau diese Frage stelle ich ja derzeit auch... ;)
Kann sich hier nicht mal jemand fern der Fordschen Agitation zu Wort melden? Ist ja schlimm sowas...
Immer die gleiche Leier, anmaßend und völlig an dem MNs vorbei.