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Gegen Ausbeutungslöhne oder gegen Arbeitsplätze?
Verfasst: So 25. Mär 2007, 13:14
von Istvan Schwartzwälder
Sozialdemokraten lehnen Niedriglohnmodell von Glos ab
Die Vorschläge von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zum Niedriglohnsektor stoßen bei SPD und Gewerkschaften auf Ablehnung. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil bezeichnete Glos' Konzept als realitätsfern. Die Sozialdemokraten plädierten weiter für die Einführung von Mindestlöhnen. Sie kündigten eine Unterschriftenkampagne an, um ihre Position in den Koalitionsverhandlungen zu dem Thema zu stärken. Eine Koalitionsarbeitsgruppe will am Montag aufs Neue darüber beraten, wie gering qualifizierte Arbeitslosen besser in den Arbeitsmarkt integriert werden können.
Quelle: gmx.de
Verfasst: So 25. Mär 2007, 13:19
von Istvan Schwartzwälder
Die Frage: Brauchen wir einen flexiblen Arbeitsmarkt im unteren Lohnsektor oder ist das der Einstieg in eine neue Form der Sklaverei?
Brauchen wir auch Arbeitsplätze für geringqualifizierte Menschen oder nur Förderung von Bildung und Subventionierung von höher qualifizierten/besser bezahlten Jobs? Und hilft ein Mindestlohn gegen Ausbeutung oder macht er nur mehr Menschen arbeitslos?
Verfasst: So 25. Mär 2007, 16:27
von Darratu Ruzicka
Herrliches Thema, passend zur Abschlussarbeit. =)
Sicherlich haben wir derzeit enorme Probleme, was den Arbeitsmarkt ist. Es ist nur zu Schade, dass wir uns nicht entscheiden können, an welchen Staat wir uns orientieren wollen.
Dänemark, Schweden haben in den frühen Jahren ganz einfach Steuern eingeführt. Dadurch waren die Familien gewzungen Arbeiten zu gehen. Wobei in Dänemark nie das Ziel war Vollbeschäftigung zu erreichen. Dänemark hat es hinbekommen, dass sowohl Familie und Beruf zu realiseren sind. Dazu gilt auch in den Nordeuropäischen Länder, die "Qualifikation muss dem Lohn entspreche"n und nicht wie es bei uns der Fall ist. Alleine aus dem Satz, kann man nämlich entnehmen, dass dort Bildung eine höhere Wertigkeit bekommt.
In den Niederlande hat man in den 60er Jahren sich auf den Export konzentriert. Daher sind die Löhne und Abgaben ganz anders aufgebaut. Auch die Sozialsysteme sind komplett anders.
Ich bin ehrlich gesagt ein Befürworter von Mindestlohn, aber nur in einzelnen Bereichen und nicht auf einen Sektor festgeschrieben.
Verfasst: So 25. Mär 2007, 17:02
von Konrad Grimm
Verfasst: Mi 4. Apr 2007, 14:33
von Konrad Grimm
Deutschlands Chefökonom hat gesprochen: Ein gesetzlicher Mindestlohn leistet "keinen Beitrag zur Lösung des Beschäftigungsproblems", so der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Bert Rürup (SPD). Dank ALG II, so Rürup, seien gesetzliche Mindestlöhne zudem schlicht "unnötig", da ein Mindesteinkommen bereits garantiert sei. An den Modellen von CDU/CSU und SPD ließ Rürup kaum ein gutes Haar: Bürokratisch und nutzlos das CDU-Modell, eine reine Diskriminierung von Arbeitslosen die Idee von Wirtschaftsminister Glos, kontraproduktiver Protektionismus die Vorschläge von Müntefering und Beck. Durchaus Witz hat dagegen Rürups eigener Vorschlag: Ein gesetzlicher Mindestlohn von maximal 4,50 Euro pro Stunde, von dem der Professor zwar einräumt, dass er nichts bringt, aber immerhin auch nicht schadet (ganz klar: man lege einen Mindestlohn unter dem Marktpreis fest und - oh Wunder! - nichts passiert).
Der ganze Politikbetrieb mal wieder in Hochform: Unfähige Populisten in der Regierung und ein Alibi-Modell, um den Pöbel zufriedenzustellen. Massendemokratie at it's best.
Verfasst: Mi 4. Apr 2007, 14:37
von Linda Dahlia
Was ist denn hier eigentlich los, dass niemand ernsthaft darüber diskutiert? Los los!
Verfasst: Mi 4. Apr 2007, 14:44
von Jasmin van Rotstein
Ist doch bereits alles gesagt. Der Mitspieler Grimm bringt es ziehmlich genau auf den Punkt.

Verfasst: Mi 4. Apr 2007, 14:46
von Marko Untrial
Das ist ja langweilig, wenn alle so einer Meinung sind.

Verfasst: Sa 7. Apr 2007, 14:15
von Palin Waylan-Majere
Wir brauchen keine Mindestlöhne, sondern die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien.
Jetzt besser?
