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Kaiser
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Und zwar tatsächlich ... genau SO.
 

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Durch Referate lernt man nichts - allenfalls, die persönliche Leidensfähigkeit zu steigern.
Ich würde es so formulieren: Durch schlechte Referate lernt man nichts, weder der Referent, noch die Zuhörer. Bei guten Referaten sieht das anders aus und ein gutes Referat kommt im Fall der Fälle auch ohne mediale Hilfsmittel aus und besteht aus mehr als zurechtgelegten Formulierungen sondern speist sich aus dem vorher erworbenen Wissen. Dass der Schul- und Uni-Alltag anders aussieht, ist leider eine Tatsache aber nicht zuletzt auch persönliche Verantwortung jedes einzelnen Referenten.
 

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Kaiser
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Beitrag von Kreittmayr »

Ja, ich gebe dir recht. Das Problem ist eben, dass die überwiegende Zahl der Referate grottig ist und man deshalb tatsächlich effektiv nicht viel lernt. Da ist mir Frontaldozentur eines kompetenten und gutvorbereiteten Seminarleiters um einiges lieber.
 

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Wobei wir aber wieder beim Grundproblem wären: Dem schlechten Betreuungsverhältnis. Ein Prof, der 100 Leute in einem Semester durch einen Themenkomplex bringen soll, kann einfach nicht für einen sinnvollen Ablauf der Veranstaltung sorgen. Wären mal nur 20 Leute in einer Lerneinheit, hätte auch jeder mehr Zeit, sein eigenes Referat zu halten und der Prof könnte die Sache vernünftig betreuen.
 

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Beitrag von Peter Vain »

Da lobe ich mir das Maastrichter PBL System, wo es neben den Lesungen noch Besprechungen in Kleingruppen gibt, wo die Mitarbeiter des Profs sich mit den Studenten in Kleingruppen wiederfinden und dort Sachen besprechen. Das ganze wirkt persönlicher, bringt mehr und ist im Preisleistungsverhältnis denke ich günstiger als das deutsche System.
 

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Ich habe eine Vorliebe für die Frontaldozentur - seit der fünften Klasse. Am Ende eine Hausarbeit oder vorzugsweise Klausur, das ist das perfekte Seminar. Der übliche Rest - Protokolle, Bibliographien und Referate - bringt bei viel Aufwand ziemlich wenig.
Achja: als Alternative sind zwei oder drei Essays à 1000-2000 Worte im Laufe eines Seminars nicht zu verachten.
 

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Beitrag von Pawlak »

Dann freue ich mich ja schon auf die zwei Referate, die ich direkt im ersten Semester halten darf ohne überhaupt zu wissen wie man das anständig macht.

Kennt jemand ne gute Internetseite oder Buch darüber? :) Ich will niemanden zum Einschlafen bringen.
 

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Beitrag von Peter Vain »

Mh, jetzt nicht Off-Hand, aber wir haben das an meiner Schule relativ regelmäßig gemacht.

Also ich fand das ne Powerpoint Präsentation einfach schon mal ganz klar hilft, geht aber auch ohne, dann nimmt man am Besten aber nen Handout, was man den Leuten vorgibt. Da steht alles wichtige drauf und es dient zur Orientierung, damit man weiß worum es geht.

Dann halt den Vortrag selber ganz klar strukturieren. Kein Hin und Her-springen und versuchen jeden Gedanken nacheinander abzuhandeln.

Was sicher auch immer gut kommt, ist ein zwei Leute miteinbeziehen, irgendwas an Hand eines "spontanen" Beispieles erklären, das lockert das ganze auf und gibt den Zuhörern auch gerade eine Pause sich wieder neuzusammeln, außerdem, wenn es lustig ist, weckt das Lachen vllt die Leute auf, die sonst nicht wirklich zu hören.

Achja ganz wichtig ist es den Zuhörern zu sagen, wie lange du Reden wirst und worüber genau. Das mit der Zeit ist wichtig, da man echt dann halt klar weiß, wie lang das geht und man nicht alle 5 Minuten als Zuhörer auf die Uhr schaut und guckt "boah wie lange brabbelt der da vorne noch..."

Also ne ziemlich genaue Zeitangabe machen, das hilft den Zuhörern ungemein. Dann halt klar, deutlich und in vollständigen Sätzen reden. Das ganze sollte auch nicht wie nen heruntergelesener Vortrag wirken, sondern, so als, wenn du die Sätze gerade aus dem Gehirn pflückst.

Ich hoffe das konnte nen bissl Helfen? Was ist denn das Thema?
 

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Peter Vain
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Beitrag von Pawlak »

Danke schonmal für die Tipps!
Als Ersti fühlt man sich da etwas verloren. Ich habe in der Schule einige Referate machen müssen.
Aber ob das an der Uni genauso läuft hat mir keiner gesagt. Aber ich will die Sache von anfang an gut machen!

Zunächst warte ich noch die erste Sitzung in beiden Proseminaren ab.

Beide sind Einführungsseminare. Das erste geht über Konrad I. und das zweite über den Imperialismus am Ende des 19. Jahrhunderts.

Beim Konrad-Seminar kann ich schon online die Referatsvorschläge sehen aber ich weiss nicht ob ich mich da schon anmelden kann. Ich suche im moment jemand älteren Semesters um zu fragen.
 

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Beitrag von Hajo Poppinga »

Wir betrachten die Gruppe "Hagebusch", benannt nach Thorsten Hagebusch, Soziologe im 17. Semester, Fachschaftsmitglied und Asta-Referent für Frauenfragen.

Erste Sitzung. "Irgendwie kommt mir Ihr Gesicht bekannt vor", sagt der Seminarleiter zu seinem langjährigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Thorsten Hagebusch. "Die anderen habe ich noch nie gesehen. Sind Sie alle im ersten Semester?"
geil. =)
 

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