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[Pressegespräch] Vain zur Lage der Union

Verfasst: Fr 21. Sep 2007, 17:23
von Peter Vain
Wenige Tage nach der spektakulären Befreiungsaktion durch Kampfschwimmer der Unionsstreitkräfte trat Unionsminister a.D. Peter Vain zum ersten Mal vor ein Mikrophon, An seinem Gesicht konnte man sehen, wie Kräfte zerrend die letzte Woche für ihn war. Ein abgemagerter blaßer Mann, im Prinzip ein Schatten seiner selbst. Beim Verlassen des Krankenhauses warteten mehrere Pressevertreter auf den ehemaligen Unionsminister. Ein kleines Gespräch zwischen Herrn vain und der Presse entsteht.

Presse: Herr Vain, wie haben Sie die Gefangenschaft an Bord des U-Bootes erlebt?

Vain: Ja recht passiv. Die Geiselnehmer haben sich nicht direkt für mich interessiert. Auf Grund der Tatsache, dass ich schon seit über einem Monat aus dem Amt des Unionsminsters ausgeschieden war, war klar, dass ich ihnen keine Informationen liefern konnte. Dennoch hat man es versucht mit Tasern und irgendwelchen Dubiosen Chemikalien. Aber abgesehen davon, waren die Geiselnehmer recht zuvorkommend. Man konnte sehen, dass sie von Prinzip her nicht viel anders waren, als die Bürger Katistas, Heróts oder Imperias. Sie hätten eigentlich jeder Unionsbürger sein können. So wie Sie oder ich, nur mit dem Unterschied, dass sie in der Position waren, Macht über andere Menschen auszuüben.

Presse: Sind Sie darüber empört, dass die Unionsregierung so lange auf sich hat warten lassen? Fühlten Sie sich von der Union im Stich gelassen?

Vain: Nein, keineswegs. Mir ist klar, dass es was dauert. Ich mein, schauen Sie mal. Eben saß ich noch mit einigen Offizieren in einem Cafe in Herót und zwei Stunden später oder so, bin ich an Bord eines U-Bootes. An dieser Stelle möchte ich mein ausdrückliches Beileid und mein Mitgefühl äußern, für die Hinterbliebenen der Opfer der Terrorwelle.
Aufjedenfall ging das alles so schnell. Da ist mein erstmal spurlos verschwunden. Ich bin eher überrascht, wie plötlzlich das ging. Das Gefangen genommen werden, wie das befreit werden ging alles sehr sehr schnell. Zwischen diesen beiden Zeitpunkten habe ich mich nie von der Union im Stich gelassen gefühlt.

Presse: Was halten Sie von diesen Seperatistenbewegungen?

Vain: Schwer zu sagen. Auf der einen Seite ziehe ich meinen Hut für Leute, die für das Selbstbestimmungsrecht der Völker kämpfen, jedoch erachte ich den Weg, den vor allem die Herren der dll gegangen sind für falsch. Es muss eine politische Lösung geben. Wer nicht auf diesen Weg eingeht, hat sich diskreditiert und darf sich nicht wundern, wenn er die selbe Reaktion erntet, wie die die er zunächst hinaufbeschwört hat.

Presse: Und zu Imperia?

Vain: Herr von Metternich und von Palm versuchen mit aller ihrer politischen Macht Imperia aus der Demokratischen Union heraus zu lösen. Ich denke das ist die Reaktion eines alten resignierenden Mannes. Ich habe ja lange Zeit mit Herren von Metternich in seiner Unionsregierung zusammen gearbeitet. Dieses Jahr hat sich was in ihm verändert, was für seine Verbittertheit gesorgt hat.

Presse: Glauben Sie die Union ist am Ende?

Vain: Schwer zu sagen. Ich stehe zur Union, aber die Union ist zur Zeit schwer krank. Sie steht nur sehr mühseelig zu ihren Bürgern und ihren Unterstützern. Wenn die Union ihren Bürgern nicht mehr geben kann, so denke ich sollte man das Prinzip der Demokratischen Union neu überarbeiten und verändern. Mir graut es vor dem Tag, an dem die Union auseinander fällt ein gestärktes Imperia aus ihr hervorgeht. Das Ziel muss es bleiben, dass die Völker dieses Staates in Frieden, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung miteinander leben, um einen andauernden Frieden in Antica und in der Demokratischen Union zu gewährleisten. Die Union muss sich reformieren und es braucht dazu Sturköpfe. Ein Herr von Metternich wäre ideal gewesen, doch er hat aufgegeben. Ich gebe noch nicht auf. Aber dazu mehr in den nächsten Tagen.

Presse: Danke und Ihnen Gute Besserung.

Vain: Danke sehr.

Vain steigt in ein Auto ein und wird zum Flughafen Watoran gefahren, von wo aus er nach Grandville in Roldem reist.