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Wo leben wir denn

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 10:32
von Darratu Ruzicka
Skandal-Richterin spricht von „Züchtigungsrecht“

Weil der Koran Männern angeblich erlaubt, ihre Frauen zu schlagen, wurde einer geprügelten Ehefrau die schnelle Scheidung verwehrt

Frankfurt/Main – Sie lebte jeden Tag in Angst. Vor den ständigen Schlägen, vor den Demütigungen und den Todesdrohungen.

SIE WOLLTE NUR, DASS ES ENDLICH VORBEI IST!

Die Familie der jungen Frau (26) stammt aus Marokko, sie selbst wurde in Deutschland geboren, hat einen deutschen Pass, trägt kein Kopftuch. Vor fünf Jahren heiratete sie einen Marokkaner (28), hat mit ihm zwei Kinder. Aber die Ehe blieb nicht glücklich. Sie wurde vom Mann regelmäßig verprügelt und sogar mit Mord bedroht.

Im Mai 2006 eskalierten die Streits, die Polizei kam, der Mann musste ausziehen. Die Frau wollte sich nach fünf Jahren Ehe scheiden lassen, möglichst schnell, ohne Trennungsjahr. Ihre Hoffnung: Sobald sie geschieden ist, verliere ihr Mann auch das Recht, sie zu schlagen. Doch Christa D. (54), die zuständige Familienrichterin am Frankfurter Amtsgericht, lehnte ihren Härtefall-Antrag ab – die Züchtigung von Frauen sei im Koran schließlich vorgesehen!

Die skandalöse Begründung: Beide Ehepartner stammten aus dem marokkanischen Kulturkreis. Zitat: „Für diesen Kulturkreis ist es nicht unüblich, dass der Mann gegenüber der Frau ein Züchtigungsrecht ausübt. Hiermit musste die in Deutschland geborene Antragstellerin rechnen, als sie den in Marokko aufgewachsenen Antragssteller geheiratet hat.“ Die Ausübung des Züchtigungsrechts nach der Sure 4,34 begründe daher „keine unzumutbare Härte gemäß § 1565 BGB“.

Werden religiöse Regeln in unserem Land etwa höher bewertet als Menschenrechte und Grundgesetz? Oder ist diese unfassbare Entscheidung nur der Irrtum einer einzelnen Richterin?

Das Amtsgericht Frankfurt hat gestern einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin akzeptiert. Jetzt wird der Fall neu verhandelt. Ob das der misshandelten Ehefrau noch hilft, ist fraglich: Im Mai ist das Trennungsjahr bereits abgelaufen.

Amtsrichterin Christa D. machte vor 10 Jahren Schlagzeilen. Damals erschoss in ihrem Gerichtssaal ein Mann seine Ex-Frau.

Ist die Richterin unbelehrbar? In einer Entgegnung zum Befangenheitsantrag schrieb sie: Falls die 26-Jährige weiter meine, sie habe Drohungen und Belästigungen ihres Ehemannes nicht ausreichend beachtet, müsse auch hier weiter auf den Koran verwiesen werden, „wonach die Ehre des Mannes, einfach ausgedrückt an die Keuschheit der Frau gebunden ist, d.h. im Grunde genommen für einen islamisch erzogenen Mann das Leben einer Frau nach westlichen Kulturregeln bereits einen Tatbestand der Ehrverletzung erfüllt.“
Also Deutschland kann es danach nicht sein, wo mal alles seine Ordnung hatte.
Auch wenn der Koran, dies zulässt ist diese Urteil doch eine Farce.
Zudem dieses Urteil auch noch im Widerspruch zum Grundgesetz steht. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber hier wird Sie ja sogar noch von 2 Seiten getretten.

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 11:38
von Angelo Falcone
"Bild" dir deine Meinung? *g*

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 12:15
von Literoy Goldheart
Interessante juristische Begründung. Mit der Frau Amtsrichterin würde ich gerne mal am Freitag bei der Arbeit zusehen. Denn wenn sie am Gericht arbeitet, darf ich sie steinigen [4 Mose 15,35f]. Okay, das ist altes Testament und die Dame ist wahrscheinlich Christin. Dennoch wäre es interessant, ob die Dame bei ihrer Vermählung noch Jungfrau war - auch da erwartet sie die Todesstrafe.

Ich kenne nun Deine Quelle nicht und auch nicht alle Details. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass in islamischen Ländern durchaus harte und in ihrer Wirkung eher zur Endgültigkeit neigende Methoden verbreitet sind wäre ich gespannt, was die Frau Amtsrichterin dazu sagt, wenn ein muslimischer Kaufmann einem Dieb die Hand abhackt. Selbstverständlich erst, nachdem ihm sein Mullah dies gestattet hat.

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 12:25
von Amber Marie Ford
Leider kann der Verfassungsschutz sich solcher Subjekte wie dieser Richterin nicht annehmen, er muss nämlich kleinen Kiddys die MP3-Player wegnehmen um sicherzustellen, dass sie auch nicht etwa die "Böhsen Onkelz" oder so hören.

Habt keine Angst vor Gewalt und Unterdrückung, der deutsche Staat hat - gegen eine geringe Gebühr von rund 59% eures Einkommens - alles im Griff...

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 12:31
von Jasmin van Rotstein
8o Ich dachte immer die Steuersätze seien die letzten 3 Jahre gefallen?

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 12:35
von Amber Marie Ford
Zugegeben: zwecks Dramatisierung habe ich die Sozialversicherungsabgaben, den Solidaritätszuschlag, die Kirchensteuer usw. mit eingerechnet, die nun nicht unmittelbar der Kriminalitätsbekämpfung zu Gute kommen, aber mal ehrlich: die maroden, staatlich kontrollierten Sozialsysteme schützen so wenig vor Armut, wie Polizei und Justiz vor Kriminalitöt und Bedrohungen der Freiheit. Es ist ein- und dasselbe Problem, darum fand ich es gerechtfertigt, einfach die durchschnittliche Abgabenbelastung eines Arbeitnehmers anzuführen, und die liegt auf ein Jahr hochgerechnet bei rund 59% seines erwirtschafteten Einkommens. GEZ ist noch nicht mit drin, übrigens ;)

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 12:49
von Jasmin van Rotstein
Ah ja es sind meinen Recherchen zufolge dennoch knapp 52%, was zugegeben immer noch sehr sehr hoch ist. Kirchensteuer ist das einzigst für was der Staat in meinen Augen nichts kann. Ingesamt stimme ich aber Deiner Aussage zu. ;)

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 14:02
von Darratu Ruzicka
Zugegeben die Quelle ist nicht die bestgewählteste, da hier doch der Titel der Zeitung klare Aussagen macht und mitunter auch die Thematiken polarisiert.

Ich gehe davon aus, dass auch einige andere Zeitungen, wie Welt, Sueddeutsche etc. ähnliche Artikel geschrieben haben. Persönlich habe ich da nicht weiter recherchiert. Ich hatte es in einem anderen Fall mal gemacht und ich konnte woanders dasselbe bloss mit anderen Wortlaut nachlese. (Daher kann kann man es sich mitunter auch sparen und auch mal die "BILD" als Diskussionsgrundlage nehmen)

Wobei hier eigentlich klar gesagt werden muss, was in Deutschland passiert, muss auch nach deutschen Recht bestraft werden und nicht auf irgendwelche Religionen Rücksicht genommen werden. Zudem in dem Fall mit einem Kohran zugewandten Deutschen, das Urteil gegen Ihn gefallen wäre.

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 14:26
von Amber Marie Ford
Original von Jasmin van Rotstein
Kirchensteuer ist das einzigst für was der Staat in meinen Augen nichts kann.
Er stellt - wohlgemerkt nur ausgewählten - Religionsgemeinschaften seine Steuerlisten zur Verfügung und zeiht für sie die Kirchensteuer ein. Ich nenne das eine Verletzung der Trennung von Staat und Religion, Rechtspositivisten nennen es "verfassungsrechtlich [Art. 140 GG iVm Art. 137 VI WRV] abgesichert" :rolleyes:
Original von Darratu Ruzicka
Zugegeben die Quelle ist nicht die bestgewählteste, da hier doch der Titel der Zeitung klare Aussagen macht und mitunter auch die Thematiken polarisiert.

Ich gehe davon aus, dass auch einige andere Zeitungen, wie Welt, Sueddeutsche etc. ähnliche Artikel geschrieben haben. Persönlich habe ich da nicht weiter recherchiert. Ich hatte es in einem anderen Fall mal gemacht und ich konnte woanders dasselbe bloss mit anderen Wortlaut nachlese. (Daher kann kann man es sich mitunter auch sparen und auch mal die "BILD" als Diskussionsgrundlage nehmen)
Zudem wurde Fall schon gestern Abend in der 19-Uhr-"heute"-Sendung gemeldet ;)
Wobei hier eigentlich klar gesagt werden muss, was in Deutschland passiert, muss auch nach deutschen Recht bestraft werden und nicht auf irgendwelche Religionen Rücksicht genommen werden. Zudem in dem Fall mit einem Kohran zugewandten Deutschen, das Urteil gegen Ihn gefallen wäre.
:klatsch: :klatsch:

Es gibt in Deutschland ein StGB, das Gefährliche Körperverletzung und Bedrohung unter Strafe stellt, es gibt ein BGB, das das Zusammenleben in der ehelichen Lebensgemeinschaft regelt, es gibt ein Gewaltschutzgesetz - aber wie man sieht nutzt all das wenig, wenn feige Wiesel auf den Gehaltslisten des Staates ihren Bückling vor perversen und menschenverachtenden Ideologien machen.

Rechte wie die Menschenwürde und die körperliche Unversehrtheit werden eigentlich nicht durch Zugehörigkeit oder Beitritt zu einer Religionsgemeinschaft eingeschränkt oder suspendiert, aber jetzt ist es also soweit: deutsches Recht in der Tradition von Humanismus und Aufklärung wird zu Gunsten der Unrechtsordnung irgendwelcher frümittelalterlicher wilder Horden außer Kraft gesetzt...

Edit: Da fehlte noch was... ;)[/quote]

Verfasst: Do 22. Mär 2007, 14:31
von Darratu Ruzicka
Original von Jasmin van Rotstein
Ah ja es sind meinen Recherchen zufolge dennoch knapp 52%, was zugegeben immer noch sehr sehr hoch ist. Kirchensteuer ist das einzigst für was der Staat in meinen Augen nichts kann. Ingesamt stimme ich aber Deiner Aussage zu. ;)
Gott sei Dank gibt es noch Bundesländer, wo man keine Kirchensteuer bezahlen muss. :D