Meine Damen und Herren,
mein Name ist Jonathan von Metternich und ich kandidiere für das Amt des Imperialkanzlers.
Verhaltener Applaus.
Der Anstand gebietet es, dass ich mich und meine Ziele vorstelle, auch wenn es leider erneut so aussieht, als erwarte uns nur eine Abstimmung, aber keine echte Wahl für das wichtigste politische Amt der Republik.
Vier Monate sind eine lange Zeit, in der sich viel ereignet, und gerade darum auch wieder erstaunlich schnell vorbei. Lassen Sie mich deswegen voraussenden, dass mein Wahlprogramm Vorschläge und Ansätze enthält, jedoch keine Patentrezepte oder Ideallösungen bietet. Ich verspreche Ihnen kontinuierliche, solide Arbeit. Um erfolgreich zu sein, bedarf ich jedoch Ihrer Unterstützung, Kritik und Korrektur.
Zuvorderst halte ich es für erforderlich, dass Imperia wieder eine angemessene Homepage mit aktuellen Informationen und Gesetzen erhält. Teil dieser Internetpräsenz muss jedoch auch Geschichte und Wesen unseres Landes sein - und dort liegt ein enormer Berg von Arbeit vor uns, den ich mit Ihnen gemeinsam abtragen will. Die Geschichte muss in bi- und multilateralen Verhandlungen rekonstruiert werden; die statistischen und kartographischen Informationen müssen geordnet und präsentiert werden; die kulturelle Identität unseres Landes muss in ihrer ganzen Vielfalt zugänglich gemacht werden, was gemeinsame Absprachen der Imperianer untereinander voraussetzt.
Das sind die Grundlagen, die es wieder zu erbauen gilt. Hinzu kommen notwendige politische Initiativen, beispielsweise eine Revision der Kommunalverwaltungen, die momentan brachliegen; das Umsetzen einer alten Idee, des Imperianischen Städtebundes, der die Kommunen des Landes darstellt und Ausgestaltungshilfen bietet; die gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der natürlichen Ressourcen; die stärkere Präsenz der Polizeiorgane im Leben der Allgemeinheit, beispielsweise durch eine Homepage; die notwendigen Regelungen zum Schutz Alter und Kranker, von Kindern und sozial Schwachen. All das ist kein bürokratischer Unsinn, sondern das sine qua non einer vitalen Gesellschaft, wie wir eine sein wollen.
Eine von mir geführte Imperialregierung wird sich als Initiator und permanenter Antreiber dieser und anderer Debatten verstehen. Rechnen Sie nicht damit, dass ich Sie nach meiner Wahl in Ruhe lasse! Wenn Sie Ihre Ruhe wollen, wenn Sie eine Fortsetzung des imperianischen Dornröschenschlafes wollen, dann verweigern Sie mir Ihr Vertrauen. Ich verspreche neuen Glanz für altes Eisen - und rede dabei von Imperia, nicht von mir. Ich habe keine Ambitionen in der Union mehr, ich will mich ganz in den Dienst meiner Heimat stellen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und diskutiere nun gerne mit Ihnen.
Gott segne Sie und Gott segne Imperia.
[so]Die Diskussion möge bitte Rücksicht darauf nehmen, dass ich ab heute Abend nicht mehr in einer Touristenhochburg bin, sondern durch Dritte-Welt-Staaten reise und deswegen u.U. nur bedingt Internetzugriff habe.
Und ich werde nicht für jede Rede und Antwort alle Umlaute aus anderen Texten kopieren, damit es recht ästhetisch bleibt.