[Naverna] Komission für Verwaltungsüberleitung und Wiederaufbau – Zimmer 214
Verfasst: Sa 5. Sep 2026, 15:14
Das Haus am Markt war zu dieser Stunde beinahe menschenleer, in den unteren Stockwerken - der Verwaltung - haben die Mitarbeiter längst Feierabend gemacht. Nur vereinzelt brannten noch summende Leuchtstoffröhren. Eines dieser Zimmer war das Zimmer 214, zu welchem die Tür weit offen stand.
Matthias hatte seinen Mantel über die Lehne eines Stuhls gelegt und war beschäftigt damit, einige Aktenmappen auf dem langen Sitzungstisch zu verteilen. auf dem Deckblatt jeder Mappe stand:
Kommission für Verwaltungsüberleitung und Wiederaufbau
- VERTRAULICH -
Offiziell hatte jene Kommission einen ausgesprochen bürokratischen und technischen Auftrag. Sie sollte die Zuständigkeiten zwischen den noch bestehenden Behörden ordnen, die Rückführung der Verwaltung nach dem severanischen Abzug in Freistein begleiten und Vorschläge für den Wiederaufbau des Staatsapparates erarbeiten. Nun, nichts davon war falsch: es war nur nicht die ganze Antwort.
Seit dem letzten vertraulichen Treffen in Mixoxa war Varenholt endgültig überzeugt, dass die Frage längst nicht mehr lautete, wieviel von der alten Ordnung noch zu retten war. „Man muss sich Gedanken machen, was danach kommt.“ denkt er sich.
Ratelon war Geschichte - man konnte es nicht einfach durch ein paar neue Minister wiederherstellen lassen. Manuri war verloren, mehrere ehemalige Länder gingen eigene Wege, Freistein kehrte gerade erst aus der Besatzung zurück und die verbliebenen Behörden arbeiten nur deshalb weiter, weil niemand gewagt hat, den Stecker zu ziehen.
Der Herr blickt auf die Uhr und tippt auf dem Tisch herum. Vor ihm war sein Notizblock, auf dem nur vier Punkte standen:
Verwaltung, Staatsgebiet, Verfassung, Übergang
Daneben hatte er mit Bleistift vor Monaten einen fünften geschrieben und zweimal durchgestrichen.
Name.
Darüber würde man später sprechen müssen. Er nahm am Kopfende des Tisches Platz, zog eine weitere Mappe zu sich und wartete auf die übrigen Mitglieder. Wer heute hier ankommt, wird - zumindest offiziell - über Behördenzuständigkeiten beraten... „und inoffiziell darüber entscheiden, ob aus dem Trümmern der Demokratischen Union noch einmal ein gemeinsamer Staat entstehen konnte“ murmelt er vor sich hin.
Die ersten Schritte im Flur waren zu hören und Varenholt schob den Notizblock einen kleinen Stück weg.
Meine Damen und Herren. Ich schlage vor, wir verschwenden keine Zeit darüber, wie wir die alte Ordnung wiederherstellen. Wir sollten darüber sprechen, ob wir sie noch wollen.
Matthias hatte seinen Mantel über die Lehne eines Stuhls gelegt und war beschäftigt damit, einige Aktenmappen auf dem langen Sitzungstisch zu verteilen. auf dem Deckblatt jeder Mappe stand:
Kommission für Verwaltungsüberleitung und Wiederaufbau
- VERTRAULICH -
Offiziell hatte jene Kommission einen ausgesprochen bürokratischen und technischen Auftrag. Sie sollte die Zuständigkeiten zwischen den noch bestehenden Behörden ordnen, die Rückführung der Verwaltung nach dem severanischen Abzug in Freistein begleiten und Vorschläge für den Wiederaufbau des Staatsapparates erarbeiten. Nun, nichts davon war falsch: es war nur nicht die ganze Antwort.
Seit dem letzten vertraulichen Treffen in Mixoxa war Varenholt endgültig überzeugt, dass die Frage längst nicht mehr lautete, wieviel von der alten Ordnung noch zu retten war. „Man muss sich Gedanken machen, was danach kommt.“ denkt er sich.
Ratelon war Geschichte - man konnte es nicht einfach durch ein paar neue Minister wiederherstellen lassen. Manuri war verloren, mehrere ehemalige Länder gingen eigene Wege, Freistein kehrte gerade erst aus der Besatzung zurück und die verbliebenen Behörden arbeiten nur deshalb weiter, weil niemand gewagt hat, den Stecker zu ziehen.
Der Herr blickt auf die Uhr und tippt auf dem Tisch herum. Vor ihm war sein Notizblock, auf dem nur vier Punkte standen:
Verwaltung, Staatsgebiet, Verfassung, Übergang
Daneben hatte er mit Bleistift vor Monaten einen fünften geschrieben und zweimal durchgestrichen.
Name.
Darüber würde man später sprechen müssen. Er nahm am Kopfende des Tisches Platz, zog eine weitere Mappe zu sich und wartete auf die übrigen Mitglieder. Wer heute hier ankommt, wird - zumindest offiziell - über Behördenzuständigkeiten beraten... „und inoffiziell darüber entscheiden, ob aus dem Trümmern der Demokratischen Union noch einmal ein gemeinsamer Staat entstehen konnte“ murmelt er vor sich hin.
Die ersten Schritte im Flur waren zu hören und Varenholt schob den Notizblock einen kleinen Stück weg.
Meine Damen und Herren. Ich schlage vor, wir verschwenden keine Zeit darüber, wie wir die alte Ordnung wiederherstellen. Wir sollten darüber sprechen, ob wir sie noch wollen.