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Breaking News: Unionspräsident redet zur Lage der Union

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 01:50
von UNION24
Hier ist union24 mit Breaking News. Ich bin Katie Will.

In den Debatten zur Lage der Demokratischen Union hat sich Unionspräsident Maximilian von Rohan-Mason in den letzten Tage zurückgehalten. Heute bricht er sein Schweigen. union24 schaltet nun exklusiv in das Unionspräsidialamt, aus dem sich das Staatsoberhaupt nun an die Nation wendet.

Die Rede des Unionspräsidenten: Jetzt exklusiv auf union24.

*union24 Breaking News Open* (MP3)

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  • Meine Damen und Herren,
    sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

    Ich bin seit nunmehr 4 Jahren Bürger dieser Demokratischen Union. Diesem Land gedient habe ich als Bürgermeister, als Landesminister, als Ministerpräsident, als Präsident des Unionsrats, als Mitglied des Unionsparlaments, als Unionskanzler und nun als Unionspräsident. Man kann mit Fug und Recht sagen: Ich habe mein Leben stets in den Dienst dieses Landes gestellt. Daher maße ich mir an, dass ich zu dieser Nation ein fundierte Meinung abgegeben kann und darf.

    Ich bin Unionspräsident geworden, weil ich dachte, meinen Frieden mit diesem Land und seinen Fehlern gefunden habe. Einerseits war das eine Folge daraus, dass ich viele meiner Positionen nie politisch umsetzen konnte. Andererseits bekam ich auch Zweifel, ob diese Positionen richtig waren und sich die Demokratische Union nicht zu sehr bewährt hätte, als das man Grundlegendes ändern müsse.

    Die letzen Monate haben gezeigt, dass mitnichten alles in Ordnung ist und täglich wächst meine Wut und meine Verzweiflung über den Zustand dieses Landes weiter. Bisher habe ich mich in präsidialer Zurückhaltung geübt, welche ich vor meiner Wahl aus angesprochener Altersmilde versprach. Doch auch wenn vielleicht der machtloseste Amtsträger dieser Republik bin, empfinde ich es als höchste Zeit, dass endlich eine Zukunftsdebatte beginnt.

    Und ich sage eines vorweg und ich meine dies toternst:
  • Eine solche Debatte braucht Aufarbeitung der Vergangenheit, aber keine Beschuldigungen.




    Sie braucht Visionen, aber keine Dogmen.




    Sie braucht Idee, aber keine Einzeiler.
  • An Schlussfolgerungen, Visionen und Ideen scheint es diesem Land aber zu mangeln. Es ist mir unbegreiflich, wie lethargisch sämtliche politische Akteure in diesem Land derzeit agieren. Mir juckt es bei fast jeder Debatte in den Fingern, und offenbar hat allgemein noch niemand erkannt, dass es niemals so einfach war, wie heute, die Demokratische Union zu regieren.

    Ist das heute kein Reiz mehr? Will man etwa gar nicht mehr eine Wahl gewinnen, weil es während einer Regierungszeit nichts mehr zu gewinnen gibt. Es scheint mir so und ich finde es traurig.

    Dieses Land braucht jetzt eine starke und souveräne Regierung. Es ist völlig unerheblich, aus welcher politischen Richtung sie kommt. Ich wage sogar zu sagen, dass keine der beiden großen Blöcke eine vernünftige und erstklassige Regierung auf die Beine stellen könnte, wie das früher einmal möglich war. Selbst alle politischen Gruppen zusammen hätten damit ihre Probleme.

    Der Anspruch des neuen Unionsparlaments und der neuen Regierung kann daher nur sein, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass wieder vernünftige Politik in diesem Lande notwendig ist. Und gerade weil dies eine Grundlagenaufgabe ist, und keine des täglichen Politik Kleinkleins, sollte sich das künftige Parlament gut überlegen, in welcher Form es die von ihm gewählte Regierung zusammensetzt und ob eine Regierung herkömmlichen Musters dafür ausreicht.

    Einem Ziel ist alles unterzuordnen: Die Union braucht eine neue Richtung. Wir alle müssen uns dieser Verantwortung stellen. Geling dieser mein Aufruf nicht, so werde ich mich auch meiner Verantwortung stellen und akzeptieren, dass meine Meinungen und Ansichten in dieser Nation weder gewünscht noch gebraucht werden.

    Es ist unabkömmlich, dass sich die Gesellschaft und die Politik mit folgenden Fragestellungen beschäftigt und einen Konsens findet. Einen Konsens, der nicht heißt, dass man keinen Konsens finden kann.

    1. Ist das derzeitge Staatsmodell der Demokratischen Union noch angemessen.

    Meine Antwort ist: Nein. Das System der kanzlerbasierten Mehrheitsdemokratie hat in den letzen Monaten deutlich seine Schwächen aufgezeigt und versagt. Gleichzeitig wissen wir alle, dass ein Präsidialsystem gleiche, wenn nicht sogar noch größere Schwächen hat. Die Herausforderung ist, vielleicht ein neues System zu entwerfen, welches vor allem zweierlei Dinge verhindert: a) Regierungslosigkeit. b) Unflexiblität bei und abolute Abhängigkeit von Mehrheiten. Gleichzeitig ist es angesichts des Rückgangs der Bevölkerung nötig, Kompetenzen zu bündeln, auf die aktiven Ebenen zu beziehen und den Personalbedarf zu verkleinern und damit politische Ämter zu verknappen.

    2. Ist unsere derzeitige Gesellschaft so, wie wir sie wollen?

    Meine Antwort ist: Nein. Eine Gesellschaft kann undankbar, bösartig und streitsüchtig sein; sie kann gespalten und polarisiert sein, nur darf sie eines nicht. Sie darf nicht in Lethargie entschwinden. Es ist für mich nahezu unglaublich, wie Debatte und Wahlkampf derzeit in diesem Land ablaufen. Gibt es eigentlich noch intellektuell geführte Debatten? Gibt es noch Debatten, die von Argumenten ins Beleidigende abgleiten? Nein, in der Regel weiß man kurz nach Beginn der Debatte schon nichtmehr, worum es eigentlich geht und eine vernünftige Auseinandersetzung erfolgt sowieso nicht. Wir müssen wieder: a) politischer werden, b) Leichen im Keller lassen und c) auch wieder Ernsthaftigkeit an die Debatten legen.

    3. Ist unser Auftreten so, wie wir das wollen?

    Meine Antwort ist: Nein. Wer sich die DU von außen anschaut, der blickt auf ein streitlustiges Volk, dass in seiner eigenen Vergangenheit und vom seinem Nimbus als größte Nation der Welt zehrt. Ernst genommen hat man uns nie, doch offenbar wechselt die Stimmung derzeit gar teilweise in Mitleid. Eine schlimmere Demütigung kann es für einen Bürger dieser Union nicht geben - zog er doch immer sein Vertrauen daraus, dass egal was andere sagen, die eigene Nation stark war und ihre Vorteile genoss. Diese verschwinden nun, und man sieht die Baufälligkeit des Gerüsts dieser Nation: Am eigenen Staate und in der Präsentation. Wir müssen dringend dafür sorgen: a) wieder eine Nation zu sein, und daraus folgend Union als umgekehrt; b) unsere Außenwirkung verstärken durch die Schaffung eines nicht unbedingt großartigen, aber vorhandenen Portals und c) endlich wieder wissen, was wir hier eigentlich tun und wollen.

    Ich weiß, dass ich für den Zustand der Nation erhebliche Mitverantwortung trage. Dieser Kritik müssen sich die meisten von uns stellen. Umso wichtiger ist nun, dass wir endlich einmal die vernünftigen Schlüsse ziehen. Niemand muss sich in diesem Land vertragen. Nur kann es so nicht weitergehen.

    Wie es weitergehen soll, dass möchte ich diskutieren - weil es sonst offenbar kaum jemand möchte. Ich hoffe auf Resonanz und irgendwo auch ein Ergebnis. Es wird Zeit - die nächsten politischen Amtsträger sollen einen deutlichen Auftrag haben.

    Ich möchte meinen Teil dazu leisten, dass wir uns nicht dem Schicksal des Niedergangs fügen. Tun auch Sie dies, und äußern Sie sich.
Das war union24 mit einer Ansprache des Unionspräsidenten Maximilian von Rohan-Mason zur Lage der Nation. Mein Name ist Katie Will und ich wünsche Ihnen eine friedliche Nacht. Auf den meisten union24-Stationen folgen nun Regionalnachrichten.

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 01:55
von Jonathan Metternich Hughes
Wie lange dauert es, bis der Unionspräsident wegen der Art der Darstellung angegriffen wird? Hotte Heppner ist damit sicher schnell bei der Hand; der spart sich ja inhaltliche Anmerkungen grundsätzlich.

Ansonsten ist dem Unionspräsidenten zu wünschen, dass er versteht, dass dieser Staat nicht reformfähig und vor allem nicht reformwillig ist, und sich mit dem Herzen seiner imperianischen Heimat zuwendet.

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 02:39
von Rudolph Baader
Original von Jonathan Metternich
...und sich mit dem Herzen seiner imperianischen Heimat zuwendet.
Ja, das wäre wohl das Beste! ;)

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 10:18
von Kreittmayr
Sitzt vor dem Fernseher und denkt sich, dass der Unionspräsident sich bestimmt die Haare gefärbt hat, denn nach einer so langen Regierung über dieses Land kann man eigentlich nur noch schlohweiß sein.

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 10:34
von Wolfgang Seidel
Dies war wirklich eine mitreissende Ansprache, die einem zum weiter nachdenken anregt.

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 14:47
von SRM
Alter Wein aus neuen Schläuchen, wo ist jetzt der Erkenntnisgewinn gewesen?

Die Linke wird die kommende Wahl für sich entscheiden und damit ist der Grundstein für eine rosigere Zukunft gelegt.

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 14:50
von Fiete Schulze
Original von SRM
Alter Wein aus neuen Schläuchen, wo ist jetzt der Erkenntnisgewinn gewesen?

Die Linke wird die kommende Wahl für sich entscheiden und damit ist der Grundstein für eine rosigere Zukunft gelegt.
Hoffen wir es ;)

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 15:00
von Addison Montgomery
Original von Fiete Schulze

Hoffen wir es ;)
Eben. Versprechen kann man viel vor der Wahl. Aber wie nachher die Zukunft ausschaut, sollte man besser nicht versprechen, denn es kann immer anders kommen, als man es sich denkt. Egal wer an der Macht ist.

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 16:12
von Carl Philipp van Tulpe
Also präsidiales und derzeitiges Kanzler-Modell sind nicht mehr modern. Warum bildet die Demokratische Union dann nicht nach dem Wahlsieg von SPDU und und LL die Union der Demokratischen Räterepubliken (UdDRR). ;)

Verfasst: Mo 2. Jul 2007, 16:13
von Fiete Schulze
Original von Carl Philipp van Tulpe
Also präsidiales und derzeitiges Kanzler-Modell sind nicht mehr modern. Warum bildet die Demokratische Union dann nicht nach dem Wahlsieg von SPDU und und LL die Union der Demokratischen Räterepubliken (UdDRR). ;)
Den Gedanken hatte ich schon, als ich diesen etwas nichtssagenden Punkt bei Rohan-Mason gelesen hatte. =)