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An wen darf man vermieten?
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 12:41
von Istvan Schwartzwälder
VERMIETUNG AN NPD
Ex-Kohl-Beraterin Höhler unter Druck
Die Literaturwissenschaftlerin Gertrud Höhler steckt in einer unschönen Affäre: Die frühere Beraterin von Altkanzler Kohl hat ein Gebäude in Zwickau an die NPD vermietet. Nun soll sie von ihrem Amt als Mitglied des Hochschulrats der Universität Paderborn zurücktreten.
Düsseldorf/Paderborn - Die Rücktrittsforderung stammt vom nordrhein-westfälischen Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart. Höhler solle Schaden von der Universität abwenden und ihr Amt zur Verfügung stellen, sagte der Liberale der "Rheinischen Post".
Spiegel online
Natürlich sollte die Universität
selbst entscheiden können, wen sie einstellt, bzw. welche moralischen oder sonstigen Standards sie an ihre Mitarbeiter stellt.
Aber dass gerade "ausgerechnet" (obwohl es nicht so verwunderlich ist bei den Funktionärs-Liberalen) ein FDP-Politiker aktiv den Rücktritt wegen einer privaten Entscheidung fordert ist schon bezeichnend. Bezeichnend auch, dass in die deutsche Bildungslandschaft und vor allem die Hochschulen oft direkt und indirekt hineinregiert wird.
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 14:48
von Oliver von Palm
Himmel, so eine Böse. Pfui, wie kann sie nur etwas an die NPD vermieten. Gerade noch in Ostdeutschland. Ja iih. Sie hätte an die SED/PDS/Linkspartei/DIe Linke/Welcher Name ist wohl morgen dran/ vermieten müssen. Das ist eine lupenrein demokratische Partei. In der Gutmenschenhölle soll sie schmoren und Buße tun für diese Sünde gegen die Politische Korrektheit.
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 15:38
von Stanislav Goldmann
Mal andersrum gefragt: warum muss sie eigentlich unbedingt an die NPD vermieten?
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 15:44
von Oliver von Palm
Original von Stanislav Goldmann
Mal andersrum gefragt: warum muss sie eigentlich unbedingt an die NPD vermieten?
Warum soll sie zurücktreten, weil sie an die NPD vermietet hat?
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 16:50
von SRM
Original von Stanislav Goldmann
Mal andersrum gefragt: warum muss sie eigentlich unbedingt an die NPD vermieten?
Eben. Wer seine Immobilie den Rechtsfaschisten zur Verfügung stellt, heisst deren Gesinnung implizit gut. Wenn dem nicht so wäre, würde man denen nicht das Eigentum überlassen.
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 17:52
von Oliver von Palm
Original von SRM
Eben. Wer seine Immobilie den Rechtsfaschisten zur Verfügung stellt, heisst deren Gesinnung implizit gut. Wenn dem nicht so wäre, würde man denen nicht das Eigentum überlassen.
Und? Was geht es dich an, wer wie mit seinem Eigentum verfährt?
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 18:25
von Konrad Grimm
Hui, Pinkwart übt sich in vorauseilendem Gehorsam. Diese Knopfdruckempörung der politischen Elite ist ebenfalls beeindruckend.
Zwei Vermutungen: Entweder hat ein aufrechter Vorkämpfer des Antifa-Faschismus Pinkwart ein Mikrofon unter die Nase gehalten und ihm irgendwas an den Kopf geballert wie "Eine ihrer Untergebenen sympathisiert mit Nazis. Warum tolerieren sie das?", woraufhin Pinkwart zum Pinscher mutiert ist und ein ängstliches Bellen angestimmt hat.
Oder Frau Höhler ist aus irgendeinem Grund in Ungnade gefallen.
Wundern darf sich Frau Höhler - deren Namen ich noch nie gehört habe - allerdings nicht. Sie sollte schon wissen, dass in Deutschland NPD'ler sowas Aussätzige sind, und jeder, der sie berührt, ebenfalls zum Aussätzigen wird.
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 20:28
von Oliver von Palm
Und um von diesem Aussatz geheilt zu werden bedarf man der Feststellung der Antifa. Amen.
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 22:49
von Montgomery Scott
Original von Oliver von Palm
Und? Was geht es dich an, wer wie mit seinem Eigentum verfährt?
Im Hochschulrat ist sie auf Kosten unserer Steuergelder dafür verantwortlich, dass Studenten eine kritisch-wissenschaftliche Ausbildung erfahren. Eine gewisse charakterliche Eignung sollte man dafür in der Tat mitbringen, meine ich.
Verfasst: Sa 23. Jun 2007, 23:44
von Carl Philipp van Tulpe
Wer Eigentum an Nazis/Neonazis/Nationale Sozialisten/Nationalrevolutionäre und wie die Rechten sich auch nennen mögen oder genannt werden vermietet, ist selber schuld, wenn er/sie zur Zielscheibe der öffentlichen Kritik wird. Schließlich sind rechte Gruppierungen in der heutigen Gesellschaft größtenteils geächtet.