Unter dem Jubel der anwesenden KDU-Mitglieder und -Sympatiesanten betritt Unionskanzlerin Helen Bont gemeinsam mit der KDU-Führungsmannschaft und Ihren Ministern den großen Festsaal in Lüderitz und geht durch einen schmalen Korridor zur Bühne. Unterwegs schüttelt sie eine Vielzahl von Händen und wechselt ein paar Worte. Auf der Bühne angekommen, tritt Helen Bont ans Mikrophon:
Liebe Freunde, liebe Mitglieder der Konservativ-Demokratischen Union, liebe Mitbürger,
in Kürze werden wir in der Demokratischen Union ein neues Unionsparlament wählen. Dabei liegt es an Ihnen zu entscheiden, wohin die Reise in den folgenden vier Monaten gehen wird.
In den letzten 36 Monaten haben wir Konservative uns als konstante, zuverlässige und regierungsfähige Kraft bewiesen, die in der Lage ist, die Zukunft zu gestalten und das Leben der Menschen zu verbessern.
Als einzige Partei haben wir den Bürgern einen Verfassungsentwurf präsentiert, der dazu geeignet ist, die Krise der Institutionen, die nach wie vor zum Teil herrscht, zu beseitigen, indem die personellen Ressourcen auf die Unionsebene konzentriert wird. Während andere nur reden, Bedenken äußern oder sich erst als Berater anheuern lassen und dann nicht liefern, haben wir Konservative eine klare Alternative aufgezeigt.
Wir Konservative verfolgen eine klare Strategie des Verbraucherschutzes bei gleichzeitger Berücksichtigung der legitimen Interessen der Wirtschaft nach berechenbaren Regeln. Wir Konservative waren es, die Jugendliche oder Kinder im Rechtsverkehr unter einen besonderen Schutz stellten, wir Konservative waren es, die den Verbraucher vor unerwünschten und unbestellten Warensendungen schützt und wir Konservative haben mir dem AGB-Gesetz ein weiteres Gesetz zum Verbraucherschutz durchgesetzt.
In der Wirtschafts- und Finanzpolitik haben wir Konservative ein System entwickelt, mit dessen Hilfe unter anderem das Durchschnittseinkommen der Bevölkerung und die Steuereinnahmen des Staates errechnet werden können. - Wir werden es in Kürze vorstellen.
In der Außenpolitik fahren wir einen klaren Kurs: wir stehen zu den Regeln des Völkerrechts, wir stehen zur Polkonvention als die internationale Regelung zur Beilegung der Konflikte der Vergangenheit um die Polgebiete, und wir erteilen jedem eine klare Absage, der versucht, das Hochkommissariat für die Polgebiete als internationale neutrale Instanz zur Überwachung der Einhaltung der Schutzbestimmungen zu neutralisieren.
Wir stehen der dreibürgischen Initiative zur Gründung eines Völkerbundes positiv gegenüber: wir unterstützen die Etablierung einer Weltordnung, in der alle Staaten in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben können, und in der es keinen Hegemon gibt, sondern das selbstgesetzte internationale Recht gilt.
Im Konflikt mit Andro bleiben wir standhaft: es wird keine Aufweichung des Schutzes der Polgebiete geben, es wird keine Ausschaltung des Hochkommissariats für die Polgebiete geben und wenn jemand eines Verbrechens beschuldigt wird, dann haben die Ankläger hieb- und stichfeste Beweise zu liefern. Ohne dass jemandem eine Straftat konkret nachgewiesen wird, wird niemand in der Demokratischen Union belangt werden. Wir sagen klar und deutlich: die Grundlagen des Rechtsstaates stehen in der Demokratischen Union nicht zur Disposition - heute nicht und morgen nicht.
Wir wollen gute und gedeihliche Beziehungen zu Andro. Dies aber ist keine Einbahnstraße. Wir erwarten von Andro, dass Gespräche nicht einfach abgebrochen, nur weil die Gespräche nicht so verlaufen, wie sie es sich vielleicht erhofft haben. Diplomatie ist oft ein mühsames Geschäft, aber es gibt keine Alternative zum Dialog. - Wer den Raum verlässt, der muss allerdings selbst zusehen, wie er anschließend wieder in den Raum hinein kommt.
Wir Konservative bekennen uns zur Freundschaft mit Astor und Albernia. Ich freue mich sehr, dass sowohl die Denton-Administration als auch die albernische Regierung von Premierminister Botherfield grundsätzlich einer Wiederbelebung der G3 als informelle Plattform zugestimmt haben. Die Internationale Erklärung der Menschenrechte ist geradezu ein Paradebeispiel für die Wichtigkeit dieser trilateralen Zusammenarbeit.
Die Polkrise und die damit einhergehende Spannungen zeigen aber auch, wie wichtig es ist, dass die westlichen Demokratien insgesamt enger zusammenrücken und die Kooperation suchen. Es gilt hierbei im Kleinen zu schaffen, was der Völkerbund als Großes als Fernziel hat: die Schaffung einer Zone des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstands, in der Demokratie und Rechtsstaat gelebt und die Menschenrechte und die Menschenwürde geachtet und verteidigt werden.
Wir Konservative betrachten insbesondere den Transnordanikrat als das geeignete Instrument hierzu. Mit dem Gründungsvertrag wurde die Grundlage geschaffen und ein Mindestmaß an Institutionen errichtet. Auf dieser Grundlage kann aufgebaut und eine enge Zusammenarbeit vereinbart werden, indem der Gründungsvertrag durch weitere Zusatzverträge ergänzt wird. Dieses Baukastensystem ist ideal, um schrittweise den TRANORA zu entwickeln und am Leben zu halten.
Wir sind überzeugt: der TRANORA hat das Potenzial die erfolgreichste internationale Organisation zu werden, die die Welt jemals gesehen hat. Dazu aber bedarf es Mut, Wille und Einsatzbereitschaft.
Liebe Freunde, liebe Mitbürger,
sowohl die außenpolitische Lage als auch die Situation im Innern bedürfen einer zuverlässigen und stabilen Regierung. Wir Konservative haben bereits in der Vergangenheit Großes geleistet und sind doch niemals der Versuchung erlegen, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen. Im Gegenteil: sobald Projekte erfolgreich abgeschlossen wurden, haben wir mit Elan und Entschlusskraft uns neuen Projekten gewidmet, und uns als konstante, tatkräftige und vertrauenswürdige politische Kraft bewiesen.
Wir sind niemals vor der Verantwortung geflüchtet, wie drei sozialdemokratische Unionskanzler in der Vergangenheit. Wir haben uns immer der Verantwortung gestellt. Selbst als wir in der Opposition waren, hatten wir niemals aufgehört, uns an der politischen Gestaltung der Demokratischen Union aktiv zu beteiligen.
Heute, liebe Freunde, liebe Mitbürger, wenden sich die Mitglieder der Konservativ-Demokratischen Union an Sie. Wir werben um Ihr Vertrauen für einen weiteren viermonatigen Regierungsauftrag. Gemeinsam können wir unser Land voranbringen; gemeinsam sind wir stark.