Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2014 wird in Kürze beendet sein und schon bald werden wir das neue Jahr 2015 begrüßen. In diesen Stunden des Übergangs zwischen Altem und Neuem schauen wir mit gemischten zurück auf das Vergangene und mit Hoffnung, Zuversicht und Optimismus auf das Kommende.
Wir alle haben im Jahr 2014 unsere persönlichen Höhen und Tiefen erlebt, Freud und Leid erfahren. So auch unser Gemeinwesen, die Demokratische Union. Wir haben das fast totale Staatsversagen erleben müssen und dürfen nun erleben, wie sich unser Land mit der tatkräftigen Hilfe und dank der unermüdlichen Arbeit vieler Menschen sich langsam wieder zu erholen beginnt. Dies ist eine Entwicklung, die Mut macht und all' die Stimmen widerlegt, die uns schon längst abgeschrieben haben.
In den vergangenen Jahren zeichnete sich die Demokratische Union durch ein hohes gesellschaftliches, kulturelles und politisches Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger aus. Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, im Jahr 2015 daran erfolgreich anzuknüpfen. Es ist erfreulich, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger bereits im Jahr 2014 damit begonnen haben, das kulturelle und sportliche Leben in der Demokratischen Union neu zu beleben. Der sportliche Geist, der gleichermaßen auf Sieg wie auf Fairness setzt, wird auch uns Vorbild sein und als Ansporn dienen aufzuhören, eine Nation in der Defensive zu sein. Aus dem kulturellen Leben werden wir die schöpferische Kraft für kreative Ideen schöpfen können.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
auf internationalem Gebiet schwelt die Polkrise weiter. Die Unionsregierung hat auf die destruktive und konfliktverschärfende Polpolitik Andros mit der Verhängung von Sanktionen gegen die Föderale Republik Andro reagiert. Jeder, der die internationale Friedensordnung stört, muss wissen, dass er dafür einen Preis zu zahlen hat.
Von nicht wenigen kommt der Vorwurf, die Hohe Polkommission strebe eine Art Imperium über die Polgebiete an. Doch dieser Vorwurf geht ins Leere. Es geht nicht um die Errichtung eines Imperiums über die Polgebiete, sondern um die Etablierung einer Friedensordnung, die die Konflikte der Vergangenheit um die Polgebiete abgelöst hat.
In diesem Zusammenhang bin ich insbesondere der chinopischen Regierung dankbar, die sich unmissverständlich zur Friedensordnung der Hohen Polkommission bekannte und nicht davor zurückschreckte, die Beziehungen zu ihrem wichtigsten Partner, Andro, einer schweren Belastungsprobe auszusetzen. Es ist richtig, wenn der chinopische Reichskanzler Jian Gang Hu von beiden Seiten substanzielle Kompromisse fordert, um die Polkrise beizulegen. Die Hohe Polkommission hat diese Kompromissbereitschaft gezeigt, als sie vorschlug, einen Vertrag mit Andro abzuschließen, der auch die Sicherheitsinteressen der Regierung in Koskow Rechnung trägt. Bedauerlicherweise hat die Regierung in Koskow bislang jeden Kompromiss abgelehnt, sondern beharrt auf ihre Maximalposition.
Die Hohe Polkommission als Friedensordnung verfolgt die selbe Intention, die der dreibürgische Kaiser in seiner letzten Reichstagsrede formuliert hat, als er die Gründung eines Völkerbundes forderte. Er irrt sich aber, wenn er sagt, dass die Gründung in Bergen an den Mitgliedsstaaten der Hohen Polkommission gescheitert sei. Die Gründung scheiterte zum Einen an den unterschiedlichsten Vorstellungen aller Konferenzteilnehmer über Art und Umfang der Befugnisse des Völkerbundes und zum anderen an der thematischen Überfrachtung der Konferenz, die ursprünglich nur die Beilegung der durch Andro ausgelösten Polkrise zum Thema haben sollte.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Weltimperium, das wäre ein Weltfriede durch Gewalt, die von einem Zentrum aus alle bezwingt. Ziel eines Völkerbundes kann nur eine Weltordnung sein, die Freiheit und Frieden sichert, den Wohlstand aller Nationen zum Ziel hat und die keine Gewalt hervorbringt, außer derjenigen, die aus gemeinsamen und gleichen Verhandeln und Beschluss hervorgeht. Der Knechtung aller durch ein Weltimperium steht gegenüber die Friedensordnung, die nur unter Verzicht eines jeden Staates auf Souveränitätsrechte einhergeht.
Der Sinn ist erstens sich gemeinsamen Gesetzen, Regeln und Konventionen zu fügen, die nur auf dem Weg der Verhandlungen und der Ordnung in Kraft gesetzt und geändert werden, und zweitens die Solidarität aller gegen die Aggression und Gewalt einzelner Staaten.
Der Weg zu einer friedlichen, freien und gerechten Weltordnung führt über den Selbstverzicht der mächtigen Staaten. Sie üben sich in Selbstverzicht entweder, weil sie ihrer Menschlichkeit folgen, oder weil sie, in kluger Voraus- und Weitsicht, die eigene Macht scheitern sehen ohne Vereinigung mit anderen. Die TRANORA könnte hier als gutes Beispiel vorangehen mit der Bescheidung durch Unterwerfung unter die Vernunft der Miteinanderredens und der bedingungslosen Geltung der Rechts- und Freiheitsidee.
Deswegen unterstützen die Unionsregierung die Anregung des dreibürgischen Kaiser zur Gründung eines Völkerbundes, und deswegen setzt sie auch weiterhin auf die TRANORA und die Hohe Polkommission.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu, das Neue beginnt schon bald. Ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden ein gesegnetes, friedliches, erfolgreiches und gutes neues Jahr 2015.